Aufschwung am Arbeitsmarkt hält weiter an

Rosenheim - Im Oktober ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Rosenheim weiter gesunken und zwar auf den niedrigsten Stand in diesem Jahr.

Der Leiter der Agentur für Arbeit Rosenheim, Harald Neubauer, zu dieser erfreulichen Entwicklung: „In den letzten Wochen wurde der sichtbare Aufschwung durch die Herbstgutachten der renommierten Wirtschaftsforschungsinstitute bestätigt. Es freut mich, dass auch wir hier in der Region (Stadt und Landkreis Rosenheim, sowie die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen) von diesem Aufschwung profitieren. Die neuesten Daten zur Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (Stand März 2010) verdeutlichen den Beschäftigungsaufbau im Agenturbezirk. Gegenüber dem Vorjahr können wir ein Plus von 1 190 auf nunmehr 152 780 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte verzeichnen und dieser positive Trend hält weiter an, wie die aktuelle Arbeitsmarktstatistik belegt“, so Neubauer.


Der Agenturleiter dazu: „Die Zahl der Arbeitslosen ist gegenüber dem Vormonat um 320 und gegenüber dem Vorjahr sogar um 1460 auf nunmehr 8330 Betroffene zurückgegangen. Der Abbau der Arbeitslosigkeit erfolgte in beiden Rechtskreisen, Sozialgesetzbuch III und Sozialgesetzbuch II.“

Die Arbeitslosenquote insgesamt sank ebenfalls und zwar auf 3,1 Prozent (Vormonat 3,2 Prozent, Vorjahr 3,7 Prozent) und hat damit den gleichen Stand wie vor zwei Jahren erreicht.


Neubauer weiter: „Trotz guter Arbeitsmarktlage verspüren wir eine relativ hohe Dynamik bei den Zu- und Abgängen der zu betreuenden Kunden. In Zahlen heißt das, 3120 Personen haben sich aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet, im Gegenzug haben sich aber auch 2830 Männer und Frauen im Laufe des Monats neu oder erneut arbeitslos gemeldet. Allerdings kam nur circa die Hälfte aus einer vorangegangenen beitragspflichtigen Beschäftigung. Diesen „Zugang aus Erwerbstätigkeit“ beobachten wir immer ganz genau, weil damit sehr gut Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Lage der Betriebe gezogen werden können. Seit Monaten ist diese Zahl erfreulicherweise relativ stabil, das heißt, die Unternehmen halten ihre Beschäftigten und stocken – wo notwendig und möglich – sogar auf. 1200 Arbeitslose haben sich in Beschäftigung abgemeldet. Gleichwohl ist festzustellen, dass Angebot und Nachfrage teilweise immer weiter auseinanderdriften. Denn Betriebe stellen – trotz des drohenden Fachkräftemangels – nur dann ein, wenn sie einen möglichst passgenauen Bewerber bekommen. Wir qualifizieren daher laufend Arbeitslose, um sie fit zu machen für den Arbeitsmarkt.“

Am 14. Oktober (statistischer Zähltag) befanden sich über 1100 Männer und Frauen in entsprechenden Weiterbildungskursen. Mit IFLAS, der Initiative zur Flankierung des Strukturwandels, soll die berufliche Weiterbildungsförderung dazu genutzt werden, den Erwerb anerkannter Berufsabschlüsse beziehungsweise Teilqualifikationen bei Geringqualifizierten zu ermöglichen. Auch WeGebAU, das Programm zur Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter Älterer (50 Jahre und älter) in Unternehmen hilft den Betrieben, mit Unterstützung der Agentur für Arbeit, die Fachkräfte heranzubilden, die benötigt werden.

Denn bei den Stellenmeldungen wird deutlich, dass in erster Linie eben diese Fachkräfte gesucht werden und zwar in vielen Wirtschaftbereichen, sei es im Handwerk, in der Metall- und Elektroindustrie, im Gesundheitswesen, im Handel (Ansiedlung von mehreren Einzelhandelsgeschäften) und vereinzelt in der Baubranche. Am Zähltag lagen der Agentur für Arbeit 2 640 offene Stellenangebote, darunter 2485 sozialversicherungspflichtige, vor. Gerade die Zeitarbeitsbranche brummt wieder und stellt verstärkt ein. Der Großteil der Stellen ist auch in der Jobbörse unter www.arbeitsagentur.de veröffentlicht. Die Summe der Stellenmeldungen, die im Laufe des Berichtszeitraumes neu beim Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit eingegangen sind, ist mit 1 080 etwas geringer als im Vormonat, aber immer noch um fast 200 höher als im Oktober letzten Jahres.

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim

In der Stadt Rosenheim sind derzeit 1 618 Bürgerinnen und Bürger arbeitslos gemeldet. Die Quote ist um 0,3 Prozentpunkte zurückgegangen und liegt jetzt aktuell bei 5,2 Prozent. Von den betroffenen Personen werden derzeit 644 im SGBIII- Bereich von der Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut, das ist ein leichtes Minus von 35 gegenüber dem Vormonat. Die Zahl der durch die ARGE Rosenheim Stadt betreuten Kunden im SGB II-Bereich hat sich in diesem Monat deutlich reduziert und zwar um 66 auf nunmehr 974.

Der Landkreis Rosenheim weist im Monat Oktober eine Arbeitslosenquote von 2,8 Prozent (Vormonat 2,9 Prozent) aus. Hier sind mit rund 3544 erwerbslosen Personen, 109 weniger gemeldet als im September. Von den gemeldeten Beschäftigungslosen werden 1868 Personen durch die Hauptagentur in Rosenheim betreut, 72 weniger als im September. Die ARGE Landkreis Rosenheim (SGB II) ist für 1676 Frauen und Männer zuständig, 37 weniger als im Vormonat.

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verzeichnet mit 1652 gemeldeten Arbeitslosen einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit. Die Quote ist hier auf 2,6 Prozent (Vormonat 2,8 Prozent) zurückgegangen.

Die Arbeitsagenturen Bad Tölz und Wolfratshausen betreuen insgesamt 884 Erwerbslose, 69 weniger als im Vormonat. Auf die ARGE Bad Tölz-Wolfratshausen entfallen 768 SGB II-Kunden.

Im Landkreis Miesbach ist die Arbeitslosenquote auf 3,1 Prozent. gesunken. Hier sind derzeit 1515 Personen erwerbslos gemeldet, 36 weniger als im Vormonat.

860 Männer und Frauen werden von der Agentur für Arbeit in Holzkirchen betreut, 53 weniger als im September. Die optierende Kommune verzeichnet gegenüber dem Vormonat ein leichtes Plus von 17 Betroffenen und betreut derzeit aktuell 655 gemeldete SGB II-Kunden.

Allgemeine Hinweise:

Ab Berichtsmonat Mai 2010 wurden die Bezugsgrößen zur Berechnung der Arbeitslosenquote aktualisiert.

  • Ab dem Berichtsmonat Januar 2009 erfolgt die statistische Berichterstattung und Veröffentlichung der Arbeitslosenquoten durchgängig auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen. Damit können einheitliche Arbeitslosenquoten für alle Untergliederungen nach Strukturmerkmalen (in allen Regionen) ausgewiesen werden. Zusätzlich werden nun auch Arbeitslosenquoten für die Altersgruppen „50 bis unter 65“ und „55 bis unter 65“ veröffentlicht.
  • Betrifft die Arbeitslosenzahlen der Geschäftsstelle Holzkirchen / des Landkreises Miesbach und damit auch die Zahlen für den Agenturbezirk insgesamt
  • Die Daten zur Arbeitslosigkeit speisen sich ab September 2005 aus den IT-Fachverfahren der Bundesagentur für Arbeit (BA), aus plausibel bewerteten Datenlieferungen des zugelassenen kommunalen Trägers und - sofern keine plausible Daten geliefert wurden - aus ergänzenden Schätzungen der BA.

    Arbeitslosigkeit in den einzelnen Bezirken (pdf)
    Eckdaten (pdf)

    Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Quelle: rosenheim24.de

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