Arbeitsgruppe Rosenheim bewertet Ausbau der A8

Rosenheim - Punkte vergeben die Mitglieder der Gruppe, um einzelne Streckenabschnitte entlang der Autobahn einzuschätzen. Die Vorschläge werden nun weitergegeben.

Am 26. Oktober fand im Landratsamt Rosenheim die 7. Sitzung der Arbeitsgruppe Rosenheim zum Ausbau der A8 zwischen Rosenheim und dem Bernauer Berg im Rahmen des Planungsdialoges statt.


Die Arbeitsgruppenmitglieder einigten sich dabei auf den überarbeiteten Bewertungskriterienkatalog. Dieser bildete mit rund 40 Haupt- und Unterkriterien die Grundlage für eine einheitliche Bewertung aller 27 Varianten innerhalb der neun Planungsabschnitte. Einig wurde sich die Arbeitsgruppe auch bei den Wertungsergebnissen der einzelnen Varianten.

Unter den drei Arbeitsgruppen Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land wurde eine darauf aufbauende Gewichtung der einzelnen Bewertungskriterien mit einem Faktor zwischen 1 und 5 abgestimmt. Ohne Betrachtung der Kosten und des Nutzen-Kosten-Verhältnisses ergibt sich für die drei Abschnitte des Landkreises Rosenheim dabei folgende Rangpunktsumme:


  • Bestandsvariante Rohrdorf bis Achenmühle: 178 Punkte
  • kurze Volleinhausung Achenmühle (430 Meter): 177 Punkte
  • kurze südliche Galerie Achenmühle (430 Meter): 178 Punkte
  • Einhausung Achenmühle bis Daxa (1.330 Meter): 201 Punkte
  • Bestandsvariante Frasdorf: 195 Punkte
  • Volleinhausung Frasdorf (940 Meter): 219 Punkte
  • kombinierte Galerie und Einhausung bei Frasdorf: 207 Punkte
  • Grünbrücken für Achenmühle, Frasdorf, Umrathshausen und Leitenberg werden erst Anfang November bewertet.
  • Bestandsvariante Bernau mit Galerie Hötzing: 225 Punkte

Von der Gemeinde Bernau am Chiemsee wird eine deutliche Optimierung der bisherigen Variante gefordert. Der Bund Naturschutz sowie die Bürgerinitiativen „Bürger setzen Grenzen“, „Bernauer Bürgerinitiative für einen intelligenten Ausbau der A8“ und „Bürgerinitiative Tempolimit auf der A8 zwischen Rosenheim und Bernau/Felden“ bedauern, dass die Variante des vierspurigen Ausbaus mit Standstreifen nicht in die Bewertung mit aufgenommen wurde. Die Ergebnisse sollen nun der übergreifenden Planungsbegleitung, die mit den Landräten der Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land sowie Vertretern der obersten Baubehörde im bayerischen Staatsministerium des Innern und dem Bundesverkehrsministerium besetzt ist, vorgelegt werden. Die abschließende Entscheidung trifft das Bundesverkehrsministerium.

Pressemitteilung Autobahndirektion Südbayern

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare