Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Aus dem Gemeinderat Kiefersfelden

2024 wird wohl ein „schweres Jahr“ – Kreisumlage wird sich wohl um rund 3,5 Millionen Euro erhöhen

Sanierungsprojekt: Die Kläranlage wird weiter modernisiert und erneuert.
+
Sanierungsprojekt: Die Kläranlage wird weiter modernisiert und erneuert.

Kämmerin Karin Stelzer legt bei der ausführlichen Offenlegung des Haushalts Wert auf die Feststellung, „dass die Einnahmen gleichmäßig steigen, während die Kreditzinsen kontinuierlich abnehmen“.

Kiefersfelden – Wenn´s ums Geld geht, ist besondere Aufmerksamkeit angesagt, so auch bei der jüngsten Gemeinderatsitzung, in der der diesjährige Rekord-Haushalt einstimmig verabschiedet wurde. Bereits vor der Beratung über das Zahlenwerk machte Bürgermeister Hajo Gruber (UW) deutlich, dass trotz prognostizierter Mehreinnahmen von etwa 7,5 Millionen Euro keine bedingungslose Euphorie angesagt sei, denn „dieses Ergebnis wird uns in zwei Jahren bei der zu entrichtenden Kreisumlage angerechnet, die sich damit um rund 3,5 Millionen erhöhen dürfte“.

Mit Sondertilgungen Rücklagen verstärken

Weiter führte Gruber aus, „dass sich die Schlüsselzuweisungen des Freistaats deutlich verringern werden, bis hin auf Null, sodass vielleicht 1,5 bis 2 Millionen Euro in der Gemeinde bleiben. Aber wir werden keine neuen Schulden machen, sondern mit Sondertilgungen unsere Schulden verringern und auch unsere Rücklagen verstärken“.

Mehr aus der Region

Die Frau der Zahlen, Kämmerin Karin Stelzer, ging dann im Detail auf den bereits in den Ausschüssen ausführlich diskutierten Haushalt ein, der ein Gesamtvolumen von rund 31,9 Millionen Euro hat (Vorjahr 21,57 Millionen), wobei auf den Verwaltungshaushalt knapp 22,49 Millionen Euro (14,78) und auf den Vermögenshaushalt 9,47 Millionen Euro (6,79) entfallen, wobei die Zuführung zum Vermögenshaushalt knapp 7,5 Millionen Euro beträgt. Den größten Batzen bei den Einnahmen des Verwaltungshaushalts machen mit rund 17,4 Millionen Euro die Steuern und Zuweisungen wie die Gewerbe- und Einkommenssteuer oder die Schlüsselzuweisungen aus. Daneben summieren sich die allgemeinen sowie die Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb auf etwa 5,05 Millionen Euro. Die Ausgaben dominieren die allgemeinen („sonstigen“) Finanzausgaben mit rund 12,3 Millionen Euro, gefolgt von den Personalausgaben (5,2), dem Verwaltungs- und Betriebsaufwand (4,6) und den Zuweisungen und Zuschüssen an Vereine und Organisationen (0,41).

Wissenswertes aus Kiefersfelden

Karin Stelzer legte bei der ausführlichen Offenlegung des Haushalts Wert auf die Feststellung, „dass die Einnahmen gleichmäßig steigen, während die Kreditzinsen kontinuierlich abnehmen“. Ein ähnliches Bild beim Vermögenshaushalt, der sich hauptsächlich ernährt von der bereits erwähnten Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt (7,5), sowie der Rücklagenentnahme (1,03) und den Beiträgen, Zuschüssen und Zuwendungen (0,94). Die Ausgaben hier beinhalten vor allem Baumaßnahmen (6,3) wie das Feuerwehrhaus, das allein rund vier Millionen Euro verschlingt, sowie Erwerb von Grund und Anlagevermögen (1,6) und die Kredittilgung mit Sondertilgung (1,5). Beim Ausblick auf die Rücklagenentwicklung ergibt sich folgendes Bild. Waren es am 1. Januar noch knapp 5,07 Millionen Euro, verbleiben am Ende des Jahres etwa 4,04 Millionen Euro. Ein weiteres positives Signal ist die Entwicklung des Schuldenstands, der deutlich auf 2,22 Millionen Euro gesenkt wird. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 325,55 Euro je Einwohner.

Die Kämmerin führte beispielhaft einzelne Baumaßnahmen und deren Kosten auf. So werden heuer weitere vier Millionen Euro für den Feuerwehrhausneubau fällig und der geplante „Bewegungs-Parcour Kiefersfelden“ am Bahnhof verschlingt etwa 100000 Euro. Die gemeindlichen Beteiligungen an den Lärmschutzmaßnahmen an Bahndamm und Autobahn belaufen sich auf 193000 Euro und für den allgemeinen Straßenbau sind 700000 Euro etatisiert. Hinzu kommen noch Erschließungskosten, Investitionen in das Freizeitbad „Innsola“ und die gemeindeeigene Kläranlage, das vorausschauende Sturzflut-Risikomanagement und vieles mehr. Schlussendlich erläuterte die Fachfrau den Ratsmitgliedern auch die vorausschauende Finanz- und Investitionsplanng für die Jahre 2023 bis 2025. So werden in den betreffenden Jahren die Einnahmen wie folgt prognostiziert: 2023 – 17,38 Millionen Euro; 2024 – 22,49 und 2025 – 16,31.

„Präzise und ausgewogen“

„Insgesamt eine präzise und ausgewogene Planung und ein vorsichtig aufgestellter Haushaltsplan“, lobte der Bürgermeister das umfangreiche Zahlenkonstrukt und den darin enthaltenen Ausblick in die nähere Zukunft. „Das Jahr 2024 wird wohl ein schweres Jahr für unsere Gemeinde, schon allein wegen der zu erwartenden Höhe der Kreisumlage, die sich ja aus den Einnahmen aus dem diesjährigen Haushalt errechnet“. Unisono positiv sprachen sich vor der abschließenden Abstimmung die Fraktionsvorsitzenden zum vorliegenden Haushalt aus. Sebastian Bleier (UW) lobte „die hervorragende Arbeit und nahezu selbsterklärende Darstellung des Haushalts“ und Stefan Schroller (CSU) erkannte „klar und deutlich das gemeindliche Leben, vereinfacht in diesem Zahlenwerk dargestellt“.

Kommentare