Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Viele Besucher beim Start

150 Jahre Stiftung Attl: So bunt war der Auftakt zum Jubiläumsjahr

Die Lichtinstallation am Eingang der Stiftung Attl beeindruckte die Besucher.
+
Die Lichtinstallation am Eingang der Stiftung Attl beeindruckte die Besucher.

3D-Mapping, ABM-Orchester und Laserprojektion: Dick eingepackt und zwischen bunten Lichtern genossen die Besucher der Stiftung Attl den Auftakt des 150-jährigen Jubiläums.

Attel/Wasserburg - 150 Jahre Stiftung Attl, bunt und mit guter Stimmung startete die Institution am Montag, 23. Januar, in sein Jubiläumsjahr. An diesem Tag, im Jahr 1873, hatten die Barmherzigen Brüder das Attler Klostergebäude gekauft, um sich dort um Menschen mit geistiger Behinderung zu kümmern. 150 Jahre später, präsentierte sich der Jubiläumstag als kalt und windig, doch das hielt Besucher und Bewohner nicht davon ab, ordentlich zu feiern.

Die Künstlerinnen Eva Wackerle und Anna Schöll zeigten ihre Installation in Attl.

Bunte Lichter säumten bereits die Zufahrt und reflektierten an den schneebedeckten Bäumen. Beeindruckend präsentierte sich vor der Stiftung die Installation der Künstlerinnen Eva Wackerle und Anna Schöll. Attl leuchtet und Attl feiert.

Besonderes Highlight: Die Fassade der St. Michaels-Kirche

Dick eingepackt nutzten viele Bewohner der Stiftung Attl die Gelegenheit, ihre Heimat in neuem, buntem Gewand zu sehen. Aber auch viele Besucher aus der Umgebung waren gekommen, um einen einmaligen Blick hinter die Kulissen der Einrichtung zu erhaschen.

Besonderes Highlight war die erleuchtete Fassade der St. Michaels-Kirche, auf der Außenmauer flogen unter anderem eine Projektion von Friedenstauben, passend zu den Techno-Klängen von Michael Wagner. „Ich wollte das Thema Kirche aufgreifen und mit der Einzigartigkeit der Fassade des Gebäudes in Verbindung bringen“, erklärte Künstler Gerhard Höberth gegenüber der Wasserburg Zeitung. Damit das gelingt, nutzt er das sogenannte „Fassaden-Mapping“, bei der eine Lichtprojektion, mithilfe einer vorher erstellten digital erstellten 3-D-Vorlage, perfekt auf die Fläche angepasst wird. Drei Wochen hätte er an der etwa fünfminütigen Präsentation gearbeitet. Die Arbeit hat sich gelohnt: Trotz der Kälte nahmen sich viele der Besucher Zeit, die gesamte Projektion zu bestaunen.

Das ABM-Orchester heizte den Besuchern und Bewohnern ordentlich ein.

ABM-Orchester beweist sein Können

Umso besser, dass im alten Kuhstall das ABM-Orchester den Besuchern ordentlich einheizte. Mit Covers von den Sportfreunden Stiller und „Die Draufgänger“ zeigte die Band den Anwesenden, dass sie trotz langer Corona-Pause nichts verlernt hatte und sorgte für ordentlich Stimmung. Vor der Bühne wärmten sich viele Besucher mit Tanz und Gesang auf. Im Außenbereich unterhielt die Danzl-Musi der Stadtkapelle Wasserburg musikalisch.

Die Künstlerinnen Eva Wackerle und Anna Schöll zeigten ihre Installation in Attl.

Doch nicht nur für die Feiernden, auch für Geschichtsinteressierte war an diesem Jubiläumstag einiges geboten. Etwa bei der Kirchenführung durch Barbara Bortenschlager, bei der die Besucher viele Details über die Kloster- und Kirchengeschichte mitnehmen konnten und auch versteckte Orte, wie die Kellergewölbe des ehemaligen Brauhauses, einen Besuch abstatten durften.

„Historische Rückblicke“ in der Stiftung

Wer etwas über die Stiftungsgeschichte erfahren wollte, kam bei der Ausstellung „Historische Rückblicke“ auf seine Kosten. Detailgetreu und ungeschönt erzählt die Stiftung Attl ihre 150-jährige Geschichte, auch im Hinblick auf die Zeit des Nationalsozialismus und unter der Führung der Barmherzigen Brüder.

Eine besondere Attraktion war auch die Ausstellung „150 scheene G´sichter“, die Betreute, Mitarbeiter und Interessierte der Stiftung Attl im Schwarz-Weiß-Porträt zeigen, darunter unter anderem die Redaktionsleiterin der Wasserburger Zeitung, Heike Duczek. Vorsitzender der Stiftung Attl, Franz Hartl, zeigte sich zufrieden über den Auftakt ins Jubiläumsjahr. „Massig Leute“ seien gekommen, freute er sich. Das mache Lust auf mehr.

Unter anderem ein altes Gitterbett und ein Rollstuhl mit Handbetrieb waren in der Stiftung ausgestellt. 

Höhepunkte des Jubiläumsjahrs „150 Jahre Stiftung Attl“

Im steht Mai die Einweihung eines Bankerlwegs auf dem Programm. Die Sitzgelegenheiten, erstellt von Mitarbeitenden und Freunden der Stiftung, verteilen sich über das Gelände. Am 1. Mai ist außerdem Maibaumaufstellen. Am 6. Mai findet ein Fußballturnier von Einrichtungsteams statt. Vom 19. bis 29. Mai ist Theatersaison in Attel. Am 1. Juli gibt es wieder den Attler Lauf, diesmal in einer Jubiläumsausgabe.
1973 zur 100-Jahr-Feier öffnete sich die Stiftung Attl zum ersten Mal ganz weit nach außen: Das Attler Herbstfest feierte Premiere. Vom 8. bis 11. September bildet es 2023 auch den festlichen Höhepunkt des Jubiläumsjahres zum 150-jährigen Bestehen. Am Samstag, 16. September, ist eine Gewerbeschau im Zelt des Herbstfestes geplant. Schwerpunkt der Ausstellung: Fachdienste und Anbieter aus dem sozialen und medizinischen Bereich. Ebenfalls am 16. September: ein großer Flohmarkt.
Die Tour de Rolli ist für den 3. Oktober vorgesehen. Am 17. Februar 2024 soll die Abschlussveranstaltung stattfinden, bei der eine Werkschau die Chronik vorstellt.

Kommentare