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Holpriger Faschingsstart

11. 11. – Corona sorgt bei den Narren im Wasserburger Land für lange Gesichter

Wie und ob heuer Fasching gefeiert werden kann, ist noch in der Schwebe.
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Wie und ob heuer Fasching gefeiert werden kann, ist noch in der Schwebe.

Die fünfte Jahreszeit bricht am Donnerstag, 11. November, an. Doch die Pandemie wirft die Planungen für den Fasching zum zweiten Mal durcheinander. Die Narren im Wasserburger Land sind genervt.

Von Anja Leitner, Ludwig Meindl und Hermann Weingartner

Wasserburg/Haag/Edling/St. Wolfgang Am 11. 11. um 11.11 Uhr beginnt der Fasching. Eigentlich. Doch Corona hat die Narren fest im Griff – noch immer.

Sehr schade für alle, die Fasching feiern wollen – wie die Stadtgarde Wasserburg. „Wir trainieren zwei Mal die Woche für zweieinhalb Stunden. Trotzdem wissen wir nicht, ob wir überhaupt auftreten können. Wir warten noch ab“, erzählt Präsident Anton Gartner. Am Donnerstag, 11. November, wird es auf jeden Fall nichts mit dem ersten Tanz vor dem Rathaus.

Dabei probt die 17-köpfige Garde bereits seit drei Jahren, immer wieder mit Unterbrechungen, bedingt durch die Pandemie. Die Kostüme und das Programm konnten bislang nie gezeigt werden. „Es ist echt eine blöde Situation. Manchmal sind wir hoch motiviert und stürzen uns ins Training und manchmal sind wir richtig deprimiert über die anhaltende Lage“, so der Präsident.

Kann der Badriazzo stattfinden?

Angesichts der steigenden Infektionszahlen steht sogar auf der Kippe, ob die Stadtgarde beim Stadtball Badriazzo auftreten kann. Denn auch der große Schwarz-Weiß-Ball im Badria, der am 8. Januar stattfinden soll, ist in Gefahr. Andrea Aschauer von der Touristinfo in Wasserburg, die auch selbst in der Stadtgarde mit tanzt und im Büro die Tickets verkauft, beschreibt die Lage als „schwierig“.

Jede Woche kämen wieder neue Regelungen, weswegen es zurzeit sehr problematisch sei, Entscheidungen zu treffen. „Wir werden erst Ende November wissen, ob der Badriazzo stattfinden kann. Der Vorverkauf startet dann erst im Dezember – oder eben auch nicht. Es ist genau wie im vergangenen Jahr“, erzählt Aschauer niedergeschlagen, „alle haben sich so gefreut, die Bands, die Leute vom Catering, die Stadtgarde und natürlich auch die Bürger – und jetzt ist wieder alles in der Schwebe, wirklich schade!“

Ja, nein, vielleicht? Ob der Auftritt der Stadtgarde Wasserburg stattfinden kann – wie hier auf dem Bild im Jahr 2019 – ist fraglich

Auch die Faschingsgesellschaft Haag (FaGeHa) hat zum Auftakt am 11. 11. nichts Offizielles vorgesehen. „Aufgrund der aktuell verschärften Corona-Maßnahmen ist die Organisation eines Auftrittes im Innenbereich leider nicht so leicht planbar. Deshalb kein feierlicher Faschingsauftakt in Haag“, teilt Christina Greißl von der FaGeHa mit.

Haager haben Termine festgelegt

Die Faschingsgesellschaft traute sich trotz unsicherer Lage an die Planungen für die nächste Saison heran. Vorgesehen sind das Gardefestival im Bürgersaal am 15. Januar und am 29. Januar der Galaball, der Kinderfasching am 12. Februar erstmals im Bürgersaal, eine Faschingsparty am 19. Februar und zum Ausklang der Faschingszug am 1. März

„Wir können nicht immer mit angezogener Handbremse weitermachen.“

Die Haager Narren hoffen, sich zur kommenden Saison als Faschingshochburg unter Beweis stellen zu können. Diesen Stellenwert begründen die drei Garden mit insgesamt 55 aktiven Tänzerinnen und Tänzern. Faschingspräsident Tom Saydam dazu: „Unsere drei Showtanzgruppen trainieren fleißig an ihren Programmen – mit der Hoffnung, dass es in dieser Saison wieder vermehrt Auftrittsmöglichkeiten gibt.“

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Die einstige Trainerin Karin Lipp fordert: „Der nächste Fasching muss stattfinden. Wir können nicht immer mit angezogener Handbremse weitermachen.“

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Ähnlich sieht es auch der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft Edlinger Gmoafasching, Martin Berndl. Er sehnt eine normale Faschingszeit herbei. „Wir müssen vernünftig sein, aber irgendwann muss das normale Leben ja weitergehen“, so der Vorsitzende. Die Edlinger veranstalten traditionell im Wechsel mit Wasserburg den Faschingsumzug. In dieser Saison wären die Wasserburger an der Reihe.

Der Faschingsumzug in Haag soll voraussichtlich am 1. März stattfinden – hier ein Bild vom Treiben aus dem Jahr 2019.

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In St. Wolfgang sind die Mitglieder des TSV optimistischer. Zwar hatte Corona die Faschingsgaudi 2020 zunichte gemacht und auch das „Hemadlenzen“ wurde abgesagt, doch immerhin wurde mit Laura Antoni und Zeno Brunnhuber im vergangenen Jahr ein Prinzenpaar proklamiert – und zwar erstmals in 73 Jahren online.

St. Wolfgang bekommt Prinzenpaar

Traditionell finde daher am 11. November ab 19 Uhr im TSV Sportheim in Lappach wieder die Proklamation des neuen Prinzenpaares statt, so TSV-Abteilungsleiter Anton Schwimmer. „Mia san bereit – planen und dann schau ma a moi“, sagt Schwimmer. Hier gelte zur Vorsicht die 2G-Regel. Wer die neuen Regenten sind, wollte er allerdings nicht verraten. Nur so viel: „Vielleicht ist’s ja das Online-Prinzenpaar – vielleicht aber auch nicht“.

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Ein Kinderprinzenpaar werde es wegen Corona nicht geben, berichtet Schwimmer. Und auch mit den Tanzgruppen sei es schwierig, da sie sich wegen der pandemischen Lage nicht ordentlich vorbereiten könnten. Aber eine Prinzengarde gebe es auf alle Fälle. Geplant sind außerdem zwei „Bunte Abende“ im Schex-Saal, der TSV-Turnerball, eventuell ein „kleineres Tanzgruppentreffen“ und das Faschingstreiben in der Hofmark.

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Es bleibt abzuwarten, wie sich das Infektionsgeschehen entwickelt, zumal die Corona-Ampel in den Landkreisen Rosenheim und Mühldorf auf Rot steht.

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