Wenige Tage vor Dortmund-Anschlag

Zeugin hat Zschäpe vor Anschlag gesehen

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Eine Zeugin belastet Beate Zschäpe nun als Mittäterin

München - Eine Zeugin im NSU-Prozess will Beate Zschäpe mit ihren mutmaßlichen Komplizen kurz vor einem Mordanschlag in Dortmund gesehen haben.

Eine Zeugin im NSU-Prozess will Beate Zschäpe mit ihren mutmaßlichen Komplizen kurz vor einem Mordanschlag in Dortmund gesehen haben. Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt hätten zusammen mit einem „Skinhead“ auf einem Nachbarbargrundstück gestanden, berichtete die Journalistin am Montag vor dem Oberlandesgericht München. Sie habe die Gruppe von einem Dachfenster aus beobachtet. Es habe so ausgesehen, als habe der „Skinhead“ den Dreien etwas auf dem Grundstück gezeigt. Die Ermittlungen lassen es allerdings möglich erscheinen, dass eine Verwechslung vorliegt.


Wie die Zeugin schilderte, öffnete sie das Fenster und hatte direkten Blickkontakt mit Zschäpe: „Sie hat nicht den Blick gesenkt, sondern etwas zur Seite gesagt.“ Daraufhin sei die Gruppe im Haus verschwunden. Wenn die Zeitangaben stimmen, war das wenige Tage, bevor in Dortmund Mehmet Kubasik erschossen wurde.

Inzwischen haben die Ermittler den früheren Nachbarn der Zeugin vernommen. Er sagte, seine Frau sehe Zschäpe ähnlich. Am Montag wurden den Prozessbeteiligten neue Akten ausgeteilt, darunter die Kopie eines Fotos der Nachbarsfrau. Diese ist allerdings von ziemlich schlechter Qualität.


Die Zeugin erzählte auch, im Jahr zuvor hätten auf dem Grundstück „Grabungsarbeiten“ stattgefunden - teilweise bei Dunkelheit. Sie habe gedacht: „Wenn da gegraben wird und es sind keine Zeugen erwünscht, da werden möglicherweise belastende Dinge vergraben.“

Auch hierfür könnte es eine harmlose Erklärung geben: Der Nachbar erzählte den Beamten des Bundeskriminalamts, er habe einen Teich ausgehoben. Auch gebe es in seinem Verwandten- und Bekanntenkreis Leute, auf die die Beschreibung von Böhnhardt und Mundlos passen könne. Mit der rechten Szene will er aber nichts zu tun haben. Der Nachbar und seine Frau sollen am 8. Oktober als Zeugen gehört werden.

NSU-Prozess in München - die Bilder

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Um kurz nach 7 Uhr war es am Montagmorgen noch ruhig vor dem Gerichtsgebäude. Hier geht's zum aktuellen Live-Ticker zum NSU-Prozess © Steffi Wegele
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Zahlreiche Menschen warten am Vormittag vor dem Gerichtsgebäude in München auf ihren Einlass. © dpa
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Zwei Polizisten stehen vor dem Gerichtsgebäude und behalten die Lage im Blick © dpa
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Lediglich Journalisten und Medien sind zahlreich vor Ort. © Steffi Wegele
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Die Pressesprecherin des Oberlandesgerichts München, Andrea Titz, stand den Medienvertretern am Montagmorgen bereits einige Minuten Rede und Antwort. Auf dem Foto ist sie leider nicht zu sehen, da sich eine große Presse-Traube um sie herum gebildet hatte. © Steffi Wegele
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Noch müssen Kameramänner auf spektakuläre Bilder warten, denn der große Andrang bleibt noch aus. © Steffi Wegele
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Erste Demonstranten haben sich mit Transparenten vor dem Landgericht positioniert. © dpa
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Türkische Demonstranten halten ein Plakat mit der Aufschrift "Hitlerkind Zschäpe du wirst für die Morde bezahlen müssen" in die Höhe. © Steffi Wegele
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Timo Tasche, 32 Jahre alt, ist für den NSU-Prozess extra aus Nordrhein-Westfalen angereist und steht seit 6 Uhr in der Früh mit seinen Plakaten in der Nähe des Gerichtsgebäudes. Warum er das tut? Er will das Versagen der Behörden nach dem Nagelbombenanschlag in Köln anprangern. © Steffi Wegele
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Der Besuchereingang wird von einem durchsichtigen Plastikzelt geschützt, damit die Wartenden im Falle eines Regenschauers nicht allzu nass werden. © Steffi Wegele
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Rentner Helmut S. aus München, steht als Erster vor dem Eingang zum Strafjustizzentrum in München. Er harrt hier bereits seit Sonntag aus. © dpa
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Eine Schmiererei nahe dem Gerichtsgebäude © Steffi Wegele
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Ein Polizeiauto fährt an den Übertragungswagen mehrerer Fernsehsender vorbei © dpa
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Der Gefangenentransport soll über die Tiefgarage auf der Rückseite des Gerichtsgebäudes abgewickelt werden, um Beate Zschäpe vor neugieren Blicken zu schützen © Steffi Wegele
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Der Gefangenentransport soll über die Tiefgarage auf der Rückseite des Gerichtsgebäudes abgewickelt werden, um Beate Zschäpe vor neugieren Blicken zu schützen © Steffi Wegele
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Der Gefangenentransport soll über die Tiefgarage auf der Rückseite des Gerichtsgebäudes abgewickelt werden, um Beate Zschäpe vor neugieren Blicken zu schützen © Steffi Wegele
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Mit Blaulicht und Sirenen raste die Polizei mit Zschäpe und den anderen Angeklagten durch die Straßen Münchens zum Gericht © Steffi Wegele
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Mit Blaulicht und Sirenen raste die Polizei mit Zschäpe und den anderen Angeklagten durch die Straßen Münchens zum Gericht © Steffi Wegele
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Mit Blaulicht und Sirenen raste die Polizei mit Zschäpe und den anderen Angeklagten durch die Straßen Münchens zum Gericht © Steffi Wegele
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Dieser schwarze BMW gehörte zum Zschäpe-Konvoi © Steffi Wegele
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In diesem gepanzerten Auto wurde Beate Zschäpe in die Tiefgarage des Gerichts gebracht © Steffi Wegele
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Dieser schwarze BMW gehörte zum Zschäpe-Konvoi © Steffi Wegele
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Die Kinder des ersten NSU-Opfers, Enver Simsek, sind am Gericht eingetroffen und werden von Journalisten bestürmt © Felix Consolati
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Semiya Simsek (l), Tochter eines Opfers der NSU-Mordserie, ist am 06.05.2013 vor dem Gericht in München (Bayern) von Journalisten umringt. © dpa
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Die Kinder des ersten NSU-Opfers, Enver Simsek, sind am Gericht eingetroffen und werden von Journalisten bestürmt © Steffi Wegele
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Immer mehr Demonstranten versammeln sich rund um das Gerichtsgebäude © Steffi Wegele
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Gegenüber vom Gerichtsgebäude findet eine Kundgebung zum Gedenken an die Opfer des NSU-Trios statt © Steffi Wegele
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Gegenüber vom Gerichtsgebäude findet eine Kundgebung zum Gedenken an die Opfer des NSU-Trios statt © Steffi Wegele
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Gegenüber vom Gerichtsgebäude findet eine Kundgebung zum Gedenken an die Opfer des NSU-Trios statt © Steffi Wegele
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Gegenüber vom Gerichtsgebäude findet eine Kundgebung zum Gedenken an die Opfer des NSU-Trios statt © Steffi Wegele
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Die Angeklagte Beate Zschäpe (links vorne) wird am 06.05.2013 zum Prozessauftakt ins Gericht in München (Bayern) gebracht. Hier geht's zum aktuellen Live-Ticker zum NSU-Prozess auf merkur-online.de © dpa
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Zwei junge Türkinnen rennen vor dem Gericht umher und brüllen laut "Tod" und "Nazis" © Steffi Wegele
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Das sorgt für einen großen Tumult © Steffi Wegele
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Offenbar haben die jungen Frauen die Polizisten zudem provoziert, indem sie versuchten, über die Absperrung zu gelangen © Steffi Wegele
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Die Beamten nahmen die jungen Frauen daraufhin fest © Steffi Wegele
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 © Steffi Wegele
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Oberbürgermeister Christian Ude beobachtet den Tumult um die beiden jungen Türkinnen © Steffi Wegele
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Oberbürgermeister Christian Ude: "Die Richter haben die internationale Dimension (des Prozesses) nicht frühzeitig erfasst" und Fehler aus "purer Tolpatschigkeit" begangen. © Steffi Wegele
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Polizisten haben die Nymphenburger Straße vor dem Landgericht nun komplett abgesperrt. © Steffi Wegele
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Die Demonstranten bringt das in Rage, weil die Beamten ihre Plakate und Banner verdecken © Steffi Wegele
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Zwei junge, türkischstämmige Frauen versuchen am 06.05.2013 vor dem Gericht in München gewaltsam in die Bannmeile des Gerichtes einzudringen und überrennen dabei einen Mann. © dpa
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Polizisten nehmen am 06.05.2013 vor dem Gericht in München eine Demonstrantin fest. © dpa
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Polizisten nehmen am 06.05.2013 vor dem Gericht in München eine Demonstrantin fest. © dpa
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Polizisten nehmen am 06.05.2013 vor dem Gericht in München eine Demonstrantin fest. © dpa
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Inzwischen können sich beide jungen Frauen wieder frei bewegen... © dpa
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...und demonstrieren weiter. Auf dem Banner, das sie halten, steht "Wir fordern Gerechtigkeit". © Steffi Wegele
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Polizeibeamte schirmen die beiden jungen Frauen inzwischen dauerhaft ab © Steffi Wegele
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Allmählich füllt sich der Gerichtssaal © Philipp Vetter
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Beate Zschäpe betritt den Gerichtssaal mit verschränkten Armen und eiskaltem Blick © AP
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Zum Prozessauftakt erscheint Zschäpe in schwarzem Anzug und weißer Bluse © dpa
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Beate Zschäpe wendet sich so schnell wie möglich von den Fotografen ab. Die Angehörigen der Opfer würdigt sie keines Blickes. © dpa
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Die Angeklagte Beate Zschäpe (M - rechts) steht vor Beginn des Prozessauftaktes im Gerichtssaal mit ihren Anwälten Wolfgang Stahl (l), Wolfgang Heer (r) und Anja Sturm zusammen und dreht den Zuschauern den Rücken zu. © dpa
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Der Angeklagte Ralf Wohlleben sitzt am 06.05.2013 vor Beginn des Prozesses im Gerichtssaal in München (Bayern) an seinem Platz. © dpa
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Der Angeklagte Andre E. sitzt am 06.05.2013 vor Beginn des Prozesses im Gerichtssaal in München (Bayern) an seinem Platz und dreht sein Gesicht weg. © dpa
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Die Anwälte der Angeklagten Beate Zschäpe, Wolfgang Stahl (l-r), Anja Sturm und Wolfgang Heer stehen am 06.05.2013 vor Beginn des Prozesses hinter der Anklagebank im Gerichtssaal in München. © dpa
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Mit fast halbstündiger Verspätung eröffnen die Richter den NSU-Prozess © Philipp Vetter
NSU-Prozess
Mahir Zeytingolu, Vorsitzender des Tüdek e.V. in München, hat einen schwarzen Trauerkranz mit der Aufschrift "In Memoriam" in Gedenken an die NSU-Opfer vor dem Gerichtsgebäude niedergelegt © Steffi Wegele
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Mahir Zeytingolu, Vorsitzender des Tüdek e.V. in München, hat einen schwarzen Trauerkranz mit der Aufschrift "In Memoriam" in Gedenken an die NSU-Opfer vor dem Gerichtsgebäude niedergelegt © Steffi Wegele
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Mahir Zeytingolu, Vorsitzender des Tüdek e.V. in München (3.v.l.), hat einen schwarzen Trauerkranz mit der Aufschrift "In Memoriam" in Gedenken an die NSU-Opfer vor dem Gerichtsgebäude niedergelegt © Steffi Wegele
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Außerdem ließen Zeytingolu und andere Vereinsmitglieder über 100 schwarze Luftballons steigen © Steffi Wegele
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Außerdem ließen Zeytingolu und andere Vereinsmitglieder über 100 schwarze Luftballons steigen © Steffi Wegele
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Einige davon blieben in den Bäumen rund um das Gerichtsgebäude hängen © Steffi Wegele
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Polizisten stehen am 06.05.2013 vor dem Landgericht München vor Demonstranten. © dpa
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Neonazi Karl-Heinz Statzberger und der Bruder des Angeklagten André E., Maik E. (r.), versuchen schon zum zweiten Mal an diesem Tag, ins Gericht zu kommen - dieses Mal über die Zuschauerliste. Gegen 15 Uhr haben es die beiden geschafft: Sie sitzen im Saal © Steffi Wegele
Maik E., Bruder des Angeklagten André E., im Gerichtssaal. © dpa
"Wir wollen Gerechtigkeit" steht auf der ersten Seite der "Türkiye". Noch nie in der Geschichte der Zeitung soll es eine deutsche Überschrift gegeben haben. © Steffi Wegele
Machte am ersten Tag des Prozesses im Laufe des Tages wahrscheinlich das Geschäft ihres Lebens: Die Bäckerei nahe des OLG: Hier arbeiteten viele Journalisten und versorgten sich mit Kaffee. © Steffi Wegele
So sieht es im Medienraum aus. © Steffi Wegele
Die Anwaltskanzlei des Verteidigers von Ralf Wohlleben wurde Opfer eines Anschlags. © dpa
An der Mauer der Kanzlei prangt der Schriftzug: „Rassismus tötet - NSU-Anwalt!“ © dpa
Der erste NSU-Prozesstag endete mit einem Paukenschlag: Wegen der Befangenheitsanträge wurde die Sitzung vertagt. Weiter geht es erst am 14. Mai. © Steffi Wegele
Beate Zschäpe wurde nach dem ersten Prozesstag von einem Mann mit Sturmhaube zum Auto geführt. Sie wurde dann zurück ins Gefängnis gebracht. © dpa
Beate Zschäpe wurde nach dem ersten Prozesstag von einem Mann mit Sturmhaube zum Auto geführt. Sie wurde dann zurück ins Gefängnis gebracht. © dpa
Beate Zschäpe wurde nach dem ersten Prozesstag von einem Mann mit Sturmhaube zum Auto geführt. Sie wurde dann zurück ins Gefängnis gebracht. © dpa

Nachdem der „Nationalsozialistische Untergrund“ aufflog, habe sie auf Fotos Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt wiedererkannt, erzählte die Zeugin. Ob sie sich noch immer sicher sei, fragte der Vorsitzende Richter - jetzt, da sie Zschäpe im Gerichtssaal sehe. Die Frau wandte sich daraufhin direkt an die Hauptangeklagte: „Wenn sie nicht ein perfektes Double haben, Frau Zschäpe, dann glaube ich schon, dass ich das so wiederholen kann.“

Bei der Polizei hatte sich die Frau zunächst nicht gemeldet. „Ich war sicher, dass das Dortmunder Umfeld erkundet wird. Und dass das Ermittlungswissen größer ist als meines.“ Erst als der Briefwechsel Zschäpes mit einem Dortmunder Neonazi bekanntwurde, habe sie sich entschlossen, ihre Beobachtungen mitzuteilen.

Schon die Ankündigung der Zeugin hatte für Aufsehen gesorgt - denn bislang gab es kaum Hinweise darauf, dass Zschäpe bei den Anschlägen des NSU selbst in der Nähe der Tatorte war. Sie ist vielmehr als Mittäterin angeklagt, weil sie für die legale Fassade des Trios gesorgt haben soll. Mundlos und Böhnhardt hatten sich am 4. November 2011 erschossen, um der Festnahme zu entgehen.

dpa

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