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Afghanistan

Tödlicher Anschlag auf Privatschule in Kabul

Tödlicher Anschlag
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Die Familie eines 19-jährigen Mädchens, das Opfer eines Selbstmordattentäters wurde, trauert in Kabul. Bei dem Bombenanschlag auf eine Privatschule sind zahlreiche Menschen ums Leben gekommen.

Die Schülerinnen und Schüler bereiten sich gerade auf die Aufnahmeprüfung für die Universität vor, als ein Selbstmordattentäter sich in die Luft sprengt. Es gibt viele Todesopfer.

Kabul - Nach einem Bombenanschlag auf eine Privatschule in der afghanischen Hauptstadt Kabul hat sich die Zahl der Todesopfer auf mindestens 30 erhöht. Das berichteten Krankenhäuser der Deutschen Presse-Agentur am Freitag und meldeten außerdem 56 Verletzte.

Der Anschlag ereignete sich im Stadtteil Dashte Barchi, der mehrheitlich von den schiitischen Hazara bevölkert wird. Schüler und Schülerinnen bereiteten sich gerade gemeinsam auf die Aufnahmeprüfung für die Universität vor. Die herrschenden Taliban sprachen am Nachmittag nach wie vor von 19 Toten und 27 Verletzten.

Nach Angaben eines Mitarbeiters der Privatschule namens Kaaj Higher Educational Center hatte ein Selbstmordattentäter zwei Wächter am Eingang getötet, bevor er sich Zugang zu einem Klassenraum verschaffte und sich dort in die Luft sprengte. Zudem soll er auf Schüler geschossen haben. Unter den Opfern sollen viele Mädchen sein.

Die Taliban haben bei ihrer Machtübernahme Schulen für Mädchen ab der siebten Klasse geschlossen. Private Bildungseinrichtungen bieten einigen älteren Mädchen die Möglichkeit, ihre Ausbildung fortzusetzen. Gegen diese Einrichtungen sind die militant-islamistischen Taliban bisher auch nicht vorgegangen. Taliban-Sprecher Zabihullah Mujahid verurteilte den Anschlag und kündigte an, nach den Verantwortlichen zu fahnden.

Taliban-Kämpfer stehen Wache vor dem Bildungszentrum, das von einem Selbstmordattentäter angegriffen wurde.

Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand. Seit Machtübernahme der Taliban im August 2021 gingen Anschläge auf Zivilisten vor allem von Terrormiliz Islamischer Staat aus. Die schiitischen Hazara sind besonders starker Verfolgung und Bedrohung ausgesetzt. dpa

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