Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

+++ Eilmeldung +++

Kurz vor Mittag in Rosenheim

Schwerer Unfall auf Umgehungsstraße – Offenbar auch Schwerverletzte

Schwerer Unfall auf Umgehungsstraße – Offenbar auch Schwerverletzte

Konflikt um Belarus

Russland will Probleme um gestrichene Moskau-Flüge lösen

Flugzeuge auf Wiener Flughafen
+
Laut der russischen Luftfahrtbehörde dauert die Genehmigung von Alternativrouten derzeit aufgrund vieler Anfragen länger. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden hätten aber insgesamt 53 Maschinen Russland auf neuen Routen anfliegen können.

Kurz vor einem Treffen des belarussischen Machthabers Lukaschenko mit Kremlchef Putin sorgen gestrichene Moskau-Flüge europäischer Fluggesellschaften für Verwirrung. Eine politische Entscheidung? Nein, sagt der Kreml.

Moskau (dpa) - Russland will nach der Verwirrung um einige nicht genehmigte Flüge aus der EU die Verbindungen nach Moskau weiter erlauben.

Kremlsprecher Dmitri Peskow sprach am Freitag von „technischen Problemen“ infolge einer Empfehlung der EU, nach der erzwungenen Landung einer europäischen Passagiermaschine in Belarus den Luftraum über der ehemaligen Sowjetrepublik zu meiden. „Die Luftfahrtbehörden arbeiten in diesen Tagen angestrengt daran, sie zu beseitigen.“ Der Fall sorgt seit Beginn der Woche international für Schlagzeilen.

Die Luftfahrtbehörde Rosawiazija teilte mit, die Genehmigung anderer Routen dauere derzeit aufgrund vieler Anfragen länger. Binnen 24 Stunden hätten aber insgesamt 53 Maschinen Russland auf neuen Routen anfliegen können. Zuvor hatte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell gesagt, er wisse nicht, ob es sich um Einzelfälle handele oder eine allgemeine neue Regelung der russischen Behörden, um europäische Flugzeuge zu zwingen, über Belarus zu fliegen.

Die russischen Behörden hatten erklärt, dass es sich bei einzelnen betroffenen Verbindungen um Sonderverbindungen handele. Deutschland, das mit Russland einen regulären Flugverkehr wieder aufgenommen hatte, war von den Problemen nicht betroffen.

Die Europäische Union hatte als Antwort auf die erzwungene Landung einer Ryanair-Maschine und die Festnahme des Regierungskritikers Roman Protassewitsch ein neues Sanktionspaket gegen Belarus verhängt. Darüber hinaus wurden Fluggesellschaften mit Sitz in der EU aufgefordert, den dortigen Luftraum zu meiden.

Russland verweigerte daraufhin europäischen Airlines vereinzelt alternative Routen nach Moskau. Nach Angaben der französischen Fluggesellschaft Air France musste am Freitag ein Flug aus Paris annulliert werden - wie bereits am Mittwoch. Air France gab an, dass der Flug wegen einer „neuen Genehmigung der russischen Behörden zur Einreise in ihr Hoheitsgebiet“ gestrichen werden musste. Auch die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines musste einen Flug absagen. Am Freitag konnte sie aber wieder von Wien nach Moskau fliegen.

„Die Situation ist in der Tat außergewöhnlich“, sagte Kremlsprecher Peskow nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax. Es handele sich aber um einen rein technischen Vorgang. Die französische Pilotengewerkschaft SNPL hatte zuvor beklagt, dass solche Anfragen normalerweise sofort akzeptiert würden. Die Moskauer Tageszeitung „Kommersant“ berichtete, die Flugstreichungen hätten auch bei russischen Fluggesellschaften für Verwirrung gesorgt.

In Sotschi am Schwarzen Meer steht noch ein Treffen des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko mit Kremlchef Wladimir Putin auf dem Programm. Thema sind auch die Folgen der Sanktionen von EU und USA, die Belarus wirtschaftlich zu schaffen machen. Schon jetzt steht Minsk mit Milliardenbeträgen bei Moskau in der Kreide. Dessen ungeachtet hatte Putin zuletzt immer wieder betont, Lukaschenko weiter zu unterstützen. Belarus hängt wirtschaftlich am Tropf Russlands. Es ist bereits das dritte Treffen der beiden Politiker in diesem Jahr.

© dpa-infocom, dpa:210528-99-773606/6

Kommentare