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Separatistenlager gespalten

Regierungskrise in Katalonien: Torra kündigt Neuwahl an

Der katalanische Regionalpräsident Torra hat mit der Ankündigung von Neuwahlen auf eine Regierungskrise in der spanischen Konfliktregion reagiert. Foto: David Zorrakino/Europa Press/dpa
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Der katalanische Regionalpräsident Torra hat mit der Ankündigung von Neuwahlen auf eine Regierungskrise in der spanischen Konfliktregion reagiert. Foto: David Zorrakino/Europa Press/dpa

Barcelona (dpa) - Der katalanische Regionalpräsident Quim Torra hat mit der Ankündigung einer Neuwahl auf eine Regierungskrise in der spanischen Konfliktregion reagiert.

Er werde die Neuwahl des Regionalparlaments nach der Verabschiedung des Regionalhaushalts ausrufen, sagte Torra am Mittwoch im katalanischen Parlament in Barcelona. Ob er einen bestimmten Termin für die Abstimmung in Erwägung zieht sagte der Chef des liberal-separatistischen Bündnisses JuntsXCat nicht.

Die Regierungskrise war am Montag ausgebrochen, als der Vorstand des Regionalparlaments Torra den Abgeordnetenstatus entzog. Zuvor hatte die spanische Justiz gegen den Regionalpräsidenten wegen Ungehorsams ein 18-monatiges Amtsverbot verhängt, weil dieser sich vor der nationalen Parlamentswahl im April 2019 geweigert hatte, Separatisten-Symbole von öffentlichen Gebäuden zu entfernen, obwohl die Wahlbehörde dies angeordnet hatte.

Die Frage, ob Torra auch ohne Sitz im Parlament weiter regieren darf, spaltete daraufhin auch das Lager der regierenden Separatisten. Der linksgerichtete Koalitionspartner ERC, der wie JuntsXCat und andere Gruppierungen die Unabhängigkeit der Region von Spanien anstrebt, meinte, Torra müsse als Regionalpräsident zurücktreten.

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