Ein Kandidat pro Wahlkreis

Parlamentswahl in Nordkorea - Abstimmung gilt als Formsache

Kim Jong Un bei der Abgabe seiner Stimme in einem Wahlzentrum an der Kim Chaek University of Technology. Foto: KCNA via KNS/AP
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Kim Jong Un bei der Abgabe seiner Stimme in einem Wahlzentrum an der Kim Chaek University of Technology. Foto: KCNA via KNS/AP
Stimmzettel für die Wahl der Obersten Volksversammlung, dem nordkoreanischen Parlament. Foto: Dita Alangkara/AP
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Stimmzettel für die Wahl der Obersten Volksversammlung, dem nordkoreanischen Parlament. Foto: Dita Alangkara/AP
Wahllokal in Pjöngjang: Die kommunistische Führung lässt zum zweiten Mal seit der Machtübernahme von Machthaber Kim eine neue Oberste Volksversammlung wählen. Foto: Dita Alangkara/AP
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Wahllokal in Pjöngjang: Die kommunistische Führung lässt zum zweiten Mal seit der Machtübernahme von Machthaber Kim eine neue Oberste Volksversammlung wählen. Foto: Dita Alangkara/AP
Blick auf die Wählerliste: Nordkoreaner vor der Stimmabgabe. Foto: Dita Alangkara/AP
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Blick auf die Wählerliste: Nordkoreaner vor der Stimmabgabe. Foto: Dita Alangkara/AP
Das Parlament in Pjöngjang. Im Westen werden die offiziell alle fünf Jahre stattfindenden Parlamentswahlen in Nordkorea als Farce angesehen. Foto: Andreas Landwehr/Archiv
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Das Parlament in Pjöngjang. Im Westen werden die offiziell alle fünf Jahre stattfindenden Parlamentswahlen in Nordkorea als Farce angesehen. Foto: Andreas Landwehr/Archiv
Trist, aber auf den ertsen Blick solide: Ein Wohnviertel in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang. Foto: Ulrike John
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Trist, aber auf den ertsen Blick solide: Ein Wohnviertel in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang. Foto: Ulrike John
Lernen in Pjöngjang: Menschen in der Großen Studienhalle des Volkes. Foto: Wong Maye-E/AP
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Lernen in Pjöngjang: Menschen in der Großen Studienhalle des Volkes. Foto: Wong Maye-E/AP
Alltag in Pjöngjang: Junge Männer auf dem Weg zur Arbeit. Foto: Wong Maye-E/AP
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Alltag in Pjöngjang: Junge Männer auf dem Weg zur Arbeit. Foto: Wong Maye-E/AP

100 Prozent Zustimmung für die 687 Kandidaten bei einer Wahlbeteiligung von 99,97 Prozent: Dieses perfekte Ergebnis gab es bei der letzten Parlamentswahl in Nordkorea. Die Bürger können mit "Ja" oder "Nein" für einen vorher von der herrschenden Arbeiterpartei bestimmten Kandidaten stimmen.

Pjöngjang (dpa) - Die Nordkoreaner wählen zum zweiten Mal seit der Machtübernahme Kim Jong Uns vor mehr als sieben Jahren eine neue Oberste Volksversammlung.

Nach dem Beginn der Wahlen am Sonntagmorgen (Ortszeit) hätten bis zum Mittag fast 57 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, berichteten die staatlichen Medien. "Alle Wähler nehmen als Einheit an der Wahl zum Wohl des sozialistischen Landes teil", hieß es.

Die Wahlen zur Volksversammlung, dem nordkoreanischen Parlament, gelten als Formsache. Pro Wahlkreis tritt gewöhnlich nur ein von der herrschenden Arbeiterpartei nominierter Kandidat an. Die Wähler können in ihrem Bezirk nur mit Ja oder Nein stimmen. Die derzeitigen 687 Abgeordneten einschließlich des Machthabers wurden vor fünf Jahren gewählt. Das Wahlergebnis wurde zwei Tage später bekanntgegeben.

Beobachter gehen davon aus, dass die Wahlen der international isolierten Führung dazu dienen, den inneren Zusammenhalt zu stärken. Nordkorea ist wegen seines Atomwaffenprogramms harten UN-Sanktionen unterworfen. Ein zweites Gipfeltreffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump Ende Februar in Hanoi war ohne Abschlusserklärung geblieben. Bei den zentralen Fragen der atomaren Abrüstung Nordkoreas und den Gegenleistungen der USA gab es keine Einigung.

Die Oberste Volksversammlung ist zwar formell das höchste Staatsorgan. Doch treffen die Abgeordneten normalerweise nur ein- oder zweimal jährlich zusammen. Auf den Sitzungen werden weitgehend vorher gefasste Beschlüsse der Staatsführung ratifiziert.

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