Norwegen

Konservative und Rechtspopulisten wollen regieren

+
Die Chefin der konservativen Partei Høyre, Erna Solberg.

Oslo - Die Rechtspopulisten in Norwegen feiern einen historischen Erfolg. Sie könnten zum ersten Mal in ihrer Geschichte mitregieren. Mit den Konservativen wollen sie jetzt in Koalitionsverhandlungen treten.

Konservative und Rechtspopulisten wollen in Norwegen über eine Regierungsbildung verhandeln. Mit den anderen beiden bürgerlichen Parteien - Christenpartei und liberaler Venstre - habe man sich auf eine enge Zusammenarbeit geeinigt, erklärte die Chefin der konservativen Partei Høyre, Erna Solberg, am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Oslo. „Die neue Regierung soll auf der Zusammenarbeit der vier Parteien basieren.“ Die beinhaltet nach einem Abkommen des bürgerlichen Bündnisses auch eine strengere Asylpolitik.


Am liebsten wäre Solberg eine Regierung mit allen drei anderen bürgerlichen Parteien gewesen. Vor allem die Positionen von Christen und Fortschrittspartei lagen dafür jedoch zu weit auseinander. „Wir glauben, dass es aufgrund der politischen Entfernung richtig ist, eine Zweiparteien-Regierung zu bilden“, sagte der Vorsitzende der Christlichen Partei, Knut Arild Hareide.

First Ladies - Gar nicht leise

G20 Gipfel im September 2009. Die Ehefrauen der Staatsoberhäupter unter sich. Hier machen nicht nur die Mächtigen der Welt Politik. Diese First Ladies haben es in sich. Sie singen, sind Stilikonen oder einfach nur neidisch auf die Vertreter der Königshäuser, die ihnen den Rang ablaufen. © DPA
Carla Bruni und Michelle Obama bei einem Treffen der Staatsoberhäupter. Im Hintergrund Barack Obama und Nicolas Sarkozy. © DPA
Carla Bruni hält sich alles andere als im Hintergrund. Ob es um alte Nacktfotos geht, eine eigenen Homepage, Twittern oder einer angestrebten Sangeskarriere, sie steht öfter in den Schlagzeilen, als ihr Mann. © DPA
Carla Bruni und Nicolas Sarkozy. Nur Carla darf in Gegenwart ihres Mannes Pumps tragen. Der „kleine“ Franzose duldet keine Frauen neben sich, die größer sind als er. © DPA
Schon lange Skandalfrei an der Seite ihres Manne. Indonesiens First Lady Ani Yudhoyono. Hier gemeinsam mit einer weiteren, allerdings fast vergessenen First Lady, Laura Bush. © DPA
Ani Yudhoyono gemeinsam mit ihrem Mann, dem Premierminister von Indonesien, Yuko Hatoyama. © DPA
Die Frau des schwedischen Premierministers, Filippa Reinfeldt. Sie tritt kaum in Erscheinung. Kronprinzessin Victoria ist ihre stärkste Konkurrentin. © DPA
Filippa Reinfeldt gemeinsam mit Ehemann Fredrik Reinfeldt. © DPA
Kronprinzessin Victoria gilt, rein repräsentativ, neben ihrer Mutter als künftige First Lady Schwedens. © DPA
Seit vielen Jahren Skandalfrei und treu an der Seite ihres Mannes, Gursharan Knaur. Die Ehefrau des indischen Premierministers. © DPA
Gursharan Kaur beim Gebet. © DPA
In Deutschland ist die First Lady ein Mann. Prof. Joachim Sauer ist der Ehemann von Bundeskanzlerin Angela Merkel. © DPA
Joachim Sauer hält sich stark im Hintergrund, von ihm erfährt man kaum etwas. © DPA
Sie schwieg viele Jahre! Veronica Lario, die Frau des italienischen Ministerpräsidenten Berlusconi. Als die Affäre ihres Mannes mit der blutjungen Noemi Letizia bekannt wurde, reichte sie die Scheidung ein. © DPA
Veronica Lario, jetzt packt sie aus. © DPA
Lauren Harper verfolgt viele, eigene Projekte. Als Ehefrau des Kanadischen Ministerpräsidenten, Stephen Harper, unterstützt sie viele soziale Projekte. © DPA
Lauren Harper auf Reisen, hier ist sie mit Gursharan Kaur zu sehen. © DPA
Michelle Obama. Seit Anfang des Jahres neue First Lady im Weißen Haus. Hier gemeinsam mit Königin Margarete von Norwegen. © DPA
Sie gilt als Modeikone. Ihr Stil wird inzwischen millionenfach kopiert. Immer wieder wird über eine neue Schwangerschaft spekuliert. Die Amerikaner wollen ein Baby im Weißen Haus. © DPA
Sarah Brown mit Georg Clooney. Die Frau des britischen Premierministers, Gordon Brown, gilt als sehr unzufrieden mit ihrer Rolle. © DPA
Eheglück sieht anders aus. Die Premiers stehen im Schatten des jungen, charismatischen Kronprinz William und den Spekulationen seiner baldigen Thronbesteigung. © DPA
Kate Middelton läuft Sarah Brown regelmäßig den Rang ab. Die Spekulationen um eine Hochzeit mit Prinz William scheint den Menschen interessanter, als Berichte über die Familie des Premiers. © DPA
Kronprinzessin Letizia gemeinsam mit Mann Felipe, dem Prinzen von Asturien.  © DPA
Svetlana Medvedeva unterstützt ihren Mann in allen Belangen. Der russische Präsident, Dimitri Medvedeva, kämpft gegen die Gerüchte nur eine Marionette Putins zu sein. © DPA
Russlands First Lady mit Königin Sofia von Spanien. © DPA
Therese Rein zu Besuch bei Papst Benedikt XVI © DPA
Australiens First Lady lebt Skandalfrei. © DPA
Über die niederländische Politik ist kaum etwas bekannt. Die Kronprinzenfamilie mit ihren drei Töchtern, kennt hingegen jeder. Kronprinzessin Maxima und Willem Alexander mit den Prinzessinen Amalia, Alexia und Ariane. © DPA
Norwegens Kronprinzenpaar Mette-Marit und Prinz Haakon. © DPA

Christen und Venstre wollen die künftige Regierung aber aus der Opposition heraus stützen. Ihre gemeinsamen Ziele haben die vier Parteien in einer schriftlichen Vereinbarung festgehalten. „Das ist sowohl für die norwegische Politik als auch für die Fortschrittspartei historisch“, sagte die Chefin der Rechtspopulisten, Siv Jensen. In dem Papier stimmt das Bündnis unter anderem einer strengeren Abschiebepolitik zu, die die Fortschrittspartei gefordert hatte.

Ölbohrungen in den Lofoten soll es nach der Vereinbarung der Parteien nicht geben. „Es ist kein Geheimnis, dass uns dieser Punkt schmerzt“, sagte Jensen. Außerdem sollen die Väterzeit verkürzt und mehr Polizisten eingestellt werden. Die Ölmilliarden aus dem norwegischen Pensionsfonds wollen die Parteien entgegen dem Willen der Fortschrittspartei nicht antasten.

Bei der Parlamentswahl vor drei Wochen war die rot-rot-grüne Koalition von Ministerpräsident Jens Stoltenberg nach acht Jahren an der Regierung unterlegen. Stoltenbergs Arbeiterpartei, die Sozialistische Linkspartei und die Zentrumspartei werden künftig auf der Oppositionsbank im Storting in Oslo sitzen.

dpa

Kommentare