Dr. Alice Weidel (AfD) in Bad Aibling

"Die CSU hat es mit dem Wählerbetrug übertrieben" 

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Dr. Alice Weidel zu Gast bei der AfD Rosenheim in Bad Aibling
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Bad Aibling - Am Sonntagabend kam die Fraktionsvorsitzende der AfD im Deutschen Bundestag Dr. Alice Weidel zu einer Wahlkampfveranstaltung im Gmoahof nach Willig in Bad Aibling.

Der Kreisverband der AfD Rosenheim begrüßte am Sonntag, den 30. September die Fraktionsvorsitzende der AfD im Deutschen Bundestag Dr. Alice Weidel in Willing/Bad Aibling. Neben Dr. Alice Weidel sprachen der oberbayerische Spitzenkandidat Franz Bergmüller sowie der AfD-Kreisvorsitzende Andreas Winhart. Das Interesse an der Veranstaltung war hoch. Über hundert Leute konnten nach Aussage von Andreas Winhart wegen Überfüllung nicht mehr hinein gelassen werden.

Die Veranstaltung hatte eine große Gegenveranstaltung auf dem Bad Aiblinger Marienplatz hervorgerufen.

"Ich muss wissen ob der krank ist"

"Die Asylhelfer haben ganz viel Kontakt zu unseren Flüchtlingen und die Flüchtlinge haben uns bereichert, und zwar nachweislich", sagt Landtagskandidat Andreas Winhart auf der Veranstaltung. Er habe das nachrecherchieren lassen vom Gesundheitamt Rosenheim. Es gibt unglaublich viele HIV Fälle. Die gibt es halt in Schwarzafrika, das wissen wir. Es gib TBC, es gibt die Krätze. Es gibt hier bei uns im Landkreis Krankheiten, die man seit Jahren nicht mehr gesehen hat." Hier müsse man laut Winhart ansetzen. "Es muss Vorsorge und Aufklärung betrieben werden. Wenn mich in der Nachbarschaft ein Neger anküsst oder anhustet dann muss ich wissen, ist der krank oder ist der nicht krank. Das muss man sicher stellen." 

Das Selbe gelte bei der Sicherheit. Winhart zählt Straftaten von Asylbewerbern im Landkreis auf. "Das sind Vorfälle, die haben wir 2015 noch nicht gehabt. Ich weiß, viele von euch gehen nachts nicht mehr raus oder haben Pfefferspray dabei. Und das ist nicht das Sicherheitsgefühl, das uns die CSU verkauft. Die sagen es ist sicher, aber es ist bei weitem nicht mehr sicher", so Winhart weiter.

Bilder Alice Weidel in Bad Aibling AfD

Die CSU hat es mit dem Wählerbetrug übertrieben

"Bayerische Landtagswahlen sind keine gewöhnlichen Wahlen. Warum? Die CSU glaubt den Regierungsanspruch in irgend einer Form gepachtet zu haben", sagt Weidel zu Beginn ihrer Rede. Diese Zeiten seien jedoch vorbei. "Die CSU hat es mit dem Wählerbetrug übertrieben", so Weidel weiter. "In Berlin immer schön unauffällig mitregieren, jeden Unfug mittragen, aber zuhause in Bayern den Leuten vormachen, dass man alles anders macht und dass alles in Ordnung ist." Aber auch hier in Bayern sei die Welt nicht mehr in Ordnung. Auch in Bayern messern und  vergewaltigen alimentierte illegale Einwanderer selbst in einst friedlichen kleinen Mittelstädten. Bewohner von Asylunterkünften randalieren und proben den Aufstand gegen die Staatsgewalt." Weidel kritisiert in ihrer Rede die Bayerische Abschiebebilanz und die massiven Sicherheitsvorkehrungen, die es auf Volksfesten und Weihnachtsmärkten derzeit brauche. 

Horst Seehofer sei der Inbegriff der schwarzen Wählertäuschung und ziehe gleich mit Angela Merkel. Nach der willkürlichen Grenzöffnung habe er mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gedroht. Passiert sei aber nichts. Die AfD Fraktion im Bundestag habe die Klage eingerecht. Geltendes Recht wieder anzuwenden heiße sämtliche illegale Grenzübertritte zu verhindern. "Solange Seehofer das nicht umsetzt, kann keiner das  CSU-Theater im Asylstreit mehr ernst nehmen", sagt Weidel. Auch den Ministerpräsidenten Markus Söder kritisierte die AfD Fraktionsvorsitzende und ging auf weitere Parteien und Parteimitglieder im Bundestag ein. 

Die AfD sei eine Alternative die glaubwürdig für eine freiheitlich konservative Politik eintrete, so Weidel. Der Fall Fall Sami A. mache Deutschland nach Weidls Auffassung zum Gespött. Die Rede war weiter geprägt von Aussagen, die Regierung behandle Migranten besser als die eigenen Leute. Sie ging noch auf Erdogan und die Kriminalstatistik und darin enthaltene Straftaten von Asylbewerbern ein. Zudem thematisierte sie die rückläufigen Geburten und dass die AfD fordere, den Sozialstaat zu sichern und die Zukunft zu gestalten. "Die Strategie des Generationenersatzes durch eine ungeregelte Einwanderung teilweise aus frauenverachtenden Kulturen hat sich als Holzweg erwiesen. Wohlstand kann nur gesichert werden, wenn in sichere Grenzen und in unsere Zukunft investiert wird." Weidel fordert darüber hinaus eine Steuerentlastung für die deutschen Bürger. "Die Hoheit über unseren Haushalt gehört nach Berlin und nicht nach Brüssel."

Der Auftritt von Andreas Winhart und die komplette Rede von Dr. Alice Weidl im Video der AfD:

Andreas Winhart im Nachgang zur Veranstaltung:

"Die AfD freut sich über die zahlreichen Besucher unserer Veranstaltung uns entschuldigt sich nochmals bei den über hundert Personen, welche nicht mehr in den Saal gelassen werden konnten. Dieser war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die dritte Bürgermeisterin von Bad Aibling, Frau Hieble-Fritz, sowie Mitarbeiter des Ordnungsamtes haben dies akribisch überprüft, vermutlich in der Annahme die AfD Veranstaltung in letzter Minute verhindern zu können.

Alice Weidel begeisterte die Zuschauer mit Ihrer Rede und beantwortete im Anschluss auch Besucherfragen, wie es bei AfD Veranstaltungen üblich ist. Über 45 Minuten stand dann Frau Weidel für Fotos und persönliche Kurzgespräche zur Verfügung.

Die AfD stellt fest, dass alle ihre Veranstaltungsbesucher friedlich auf dem Hin- und Heimweg waren und es zu keinerlei Zwischenfällen von Seiten der AfD kam. Jedoch ist die AfD erschrocken über das Ausmaß an Hass, Hetze und Gewalt welches ihr als demokratische Partei von der Demonstration am Marienplatz als auch vor dem Gmoahof entgegenschlug. Dass Bürgermeister Schwaller, trotz vorheriger Absage, dann doch eine Rede auf der Kundgebung von Die Linke und anderen extremistischen Organisationen gehalten hat, ist ein Beweis für die verkommene politische Kultur im angeblich bunten Bad Aibling. Der peinliche Auflauf an Vertretern der Stadt vor dem Gmoahof ist vermutlich der puren Neugier geschuldet gewesen."

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