Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Tarifverhandlungen

Kliniken, Schulen, Polizei: Drohen neue Streiks im öffentlichen Dienst?

Potsdam - Vor der zweiten Runde der Tarifverhandlungen spricht der Beamtenbund eine deutliche Warnung aus. Kommen die Länder den Forderungen nicht entgegen, wird gestreikt.

Vor der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die Länder in Potsdam hat der Beamtenbund dbb die Arbeitgeber mit bundesweiten Protesten und Warnstreiks gedroht. „Wir brauchen jetzt ein ernsthaftes Angebot der Länder“, sagte dbb-Verhandlungsführer Willi Russ der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Bisher habe die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) die Gewerkschaftsforderungen dogmatisch zurückgewiesen. „Wenn die TdL in Potsdam weiter mauert, reagieren die Beschäftigen in den kommenden Tagen überall in Deutschland mit spürbaren Protesten und Warnstreiks.“

Die Gewerkschaft Verdi und der dbb sowie die Arbeitgeber hatten sich zum Start Mitte Januar kompromissbereit gezeigt. Zugleich machte die TdL deutlich, dass sie die Gewerkschaftsforderung von sechs Prozent mehr Lohn für deutlich zu hoch hält.

Diese Einrichtungen könnten vom Streik betroffen sein 

Russ verwies auf die Nachwuchsprobleme im öffentlichen Dienst. Positive und deutliche Signale beim Einkommen seien schon deshalb nötig. Bei den Verhandlungen geht es um die Bezahlung rund einer Million Angestellter der Länder und um das Geld für 2,2 Millionen Beamte von Ländern und Kommunen sowie Pensionäre, auf die das Ergebnis übertragen werden soll.

Unter Geldmangel litten die Länder nicht, sagte Russ. 8,5 Milliarden Euro Haushaltsüberschüsse für die Länder allein im vergangenen Jahr zeigten das Gegenteil. Warnstreiks und Protestaktionen könnten unter anderem Straßenmeistereien, Unikliniken, Schulen oder die Polizei betreffen.

Ein Durchbruch wird frühestens in der dritten Verhandlungsrunde vom 16. Februar an erwartet. Hessen ist nicht Mitglied in der TdL, dort gilt die angestrebte Tarifeinigung somit nicht.

dpa

Kommentare