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Indien

Größter Impfstoffhersteller will Vakzine wieder exportieren

Serum
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Eine Krankenschwester hält eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca, der vom Serum Institute of India (SII) hergestellt und im Rahmen der globalen Covax-Initiative bereitgestellt wird.

Angesichts einer heftigen zweiten Welle in Indien im April und Mai hatte die indische Regierung einen Exportstopp für Corona-Impfstoffe verhängt. Nun sollen die Lieferungen wieder aufgenommen werden.

Neu Delhi - Ein knappes halbes Jahr nach dem von der indischen Regierung verfügten Exportstopp will der weltweit größte Impfstoffhersteller ab diesem Monat wieder Corona-Vakzine an arme Länder liefern.

Der Chef des in Indien ansässigen Serum Institutes, Adar Poonawalla, sagte der britischen Zeitung „The Telegraph“ (Print: Freitag), seine Firma plane bis Ende des kommenden Jahres mehr als eine Milliarde Corona-Impfstoff-Dosen im Rahmen des UN-Impfstoffprogramms Covax zu exportieren. Zunächst solle wenig exportiert werden und dann ab 2022 wieder größere Mengen. Diese Lieferungen hätten für ihn Priorität vor bilateralen Verträgen mit einzelnen Staaten.

Das Serum Institute stellt Astrazeneca-Impfstoff unter dem Namen Covishield her und war Anfang des Jahres als einer der Hauptlieferanten für Covax vorgesehen. Die Firma lieferte dann auch Millionen Dosen an das Programm und an weitere vorwiegend ärmere Länder. Angesichts einer heftigen zweiten Welle in Indien im Zusammenhang mit der Delta-Variante im April und Mai hatte die indische Regierung aber einen Exportstopp für Corona-Impfstoffe verhängt. Inzwischen sind die Corona-Zahlen in Indien jedoch seit Juni auf relativ tiefem Niveau stabil. Derzeit hat etwas weniger als die Hälfte der Bevölkerung mindestens eine Impfdose erhalten.

Bald dürften die Produktionskapazitäten des Serum Institutes noch zusätzlich steigen - mit dem Bau einer neuer Produktionsstätte, um den in Russland entwickelten Impfstoff Sputnik V herzustellen. Diesen will Poonawalla nach eigenen Angaben ab Dezember produzieren. Die Firma habe sich auch für eine Lizenz beworben, um den Impfstoff Novavax an Covax zu exportieren. dpa