US-Präsident in der Kritik 

Exklusiver Besuch: Michelle Obama kommt mit ihrer Biographie nach Berlin

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Michelle Obama veröffentlichte nun ihre eigene Biographie. 

In Michelle Obamas Biographie kommt US-Präsident Donald Trump gar nicht gut weg. Jetzt kommt sie mit ihrem Buch nach Berlin.

Update vom 22. November 2018:

Die frühere amerikanische First Lady Michelle Obama stellt ihre Memoiren auch in Berlin vor. Die 54-Jährige komme im Rahmen ihrer Europa-Tour am 6. Dezember zu einem kurzen, exklusiven Besuch in die Hauptstadt, teilte die Verlagsgruppe Random House mit. Obama werde vor geladenen Gästen und Pressevertretern über ihr Buch sprechen, hieß es.

Die Autobiografie „Becoming. Meine Geschichte“ war am 13. November weltweit zeitgleich erschienen. Die deutsche Ausgabe (Goldmann Verlag) war den Angaben zufolge bereits wenige Stunden nach dem Verkaufsstart Nummer 1 der Bestsellerliste. Schon in der ersten Woche seien fast 200 000 Exemplare verkauft worden, so Random House.

Unter dem US-Titel „Becoming“ („Werden“) beschreibt die Ehefrau von Ex-Präsident Barack Obama ihren Werdegang - von der Kindheit im rauen Süden Chicagos bis ins Weiße Haus. Das 542 Seiten umfassende Buch ist mit zahlreichen Bildern aus ihrem Privatleben illustriert.

Ursprüngliche Meldung: Michelle Obama überrascht in Biographie mit intimen Details - schwere Vorwürfe gegen Trump

New York - Acht Jahre lang glänzte Michelle Obama an der Seite ihres Mannes, dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama. Doch auch nach den beiden Amtszeiten des ersten schwarzen Präsidenten verliert die ehemalige First Lady nicht an Strahlkraft. Während sich die 54-Jährige während ihrer Zeit im Weißen Haus vor allem um repräsentative Aufgaben kümmerte, sich für Kinder und Themen wie Gesundheit stark machte, setzt Michelle Obama noch immer nachhaltig ein Zeichen. Aktuell mit der Veröffentlichung ihrer eigenen Biographie. 

In dem Buch „Becoming - Meine Geschichte“ plaudert Michelle Obama so offen wie nie, natürlich auch über die Zeit im Weißen Haus. Doch auch privat macht die 54-Jährige einige Geständnisse.

Michelle Obama gesteht Eheprobleme mit Barack

Im Interview mit dem Stern ist sich die ehemalige First Lady sicher, man könne nicht nur mit politischen Ämtern die Welt verändern. Demnach bräuchte man nicht nur gute Leute in der Politik, sondern „auch gute Leute in unseren Schulen, in Hilfsorganisationen, in der Wirtschaft und Unterhaltung und in jedem Teil der Gesellschaft“.

Scheinbar perfekt schien ihr Leben innerhalb der acht Regierungsjahre ihres Mannes. Doch in dem knapp 500 Seiten dicken Buch offenbart Obama ebenfalls, die Hilfe von künstlicher Befruchtung in Anspruch genommen zu haben, eine Fehlgeburt erlitten zu haben und generell auch unter Problemen in der Ehe mit ihrem Mann Barack gelitten zu haben. Als Grund für ihre Offenheit gibt die 54-Jährige an: „Wenn mich Leute als Ikone sehen, dann sollen sie alles von mir sehen. Wir Frauen müssen all unsere Geschichten mit der nächsten Generation teilen, die guten und die schlechten“.

Michelle Obama veröffentlicht Biographie: Donald Trump wird heftig kritisiert 

Genauso offen ist die ehemalige First Lady dann auch, wenn es um den aktuellen Präsidenten Donald Trump geht. Melania Trump dürfte als Nachfolgerin von Michelle Obama jedoch keinen großen Eindruck hinterlassen haben: der Name der aktuellen First Lady wird in der Biographie genau ein einziges Mal genannt. Lediglich im Zusammenhang mit der Amtseinführung des neuen Präsidenten erwähnt Michelle Obama ihre Nachfolgerin, eine Anekdote oder gar ein ganzes Kapitel wird Melania jedoch nicht gewidmet. Stattdessen beschreibt Obama lieber das Verhältnis zu ihrer Vorgängerin Laura Bush. 

Lesen Sie auch: Michelle Obama ganz privat - so feierte die ehemalige First Lady ihren 50. Geburtstag. 

Auch Melania Trumps Mann Donald wird nicht durch allzu positive Attribute beschrieben. Vielmehr drückt Michelle Obama aus, wie sehr sie den Nachfolger ihres Mannes verabscheue. Vor allem eine Sache könne sie dem neuen Präsidenten der USA niemals verzeihen. Durch das 2011 von Donald Trump gestreute Gerücht, die Geburtsurkunde von Barack Obama sei gefälscht, er sei vielmehr überhaupt nicht in den Vereinigten Staaten geboren und habe damit kein Recht auf die Präsidentschaft, sei ihre Familie in große Gefahr gebracht worden. „Das war gefährlich, weil er absichtlich Extremisten und Verrückte angestachelt hat“, erklärt Obama in ihrer Biographie. 

Ehemalige First Lady plaudert privat wie nie: Michelle Obama will keine Präsidentin werden

„Was wäre gewesen, wenn jemand mit einem instabilen Gemüt mit einer geladenen Waffe nach Washington gefahren wäre? Was, wenn diese Person unsere Mädchen gesucht hätte? Donald Trump hat mit seinen lauten und rücksichtslosen Sticheleien die Sicherheit meiner Familie gefährdet. Und das werde ich ihm niemals verzeihen“, macht die ehemalige First Lady der USA klar.

Vermutlich ist es genau diese Offenheit und Bodenständigkeit, die Michelle Obama auch nach ihrem Auszug aus dem Weißen Haus noch immer hoch im Kurs stehen lässt. Viele Amerikaner hoffen, dass die 54-Jährige eine Kandidatur um den Posten der Präsidentin in Erwägung zieht. Doch auch diese Frage beantwortet die Autorin in ihrem Buch: „Ich interessiere mich nicht für Politik und würde niemals selber antreten“. 

Lesen Sie alle politischen Entwicklungen innerhalb der USA in unserem News-Ticker zum Präsidenten Donald Trump.

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