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Wenn das Parlament wächst und wächst

Bundestagswahl 2021: So funktionieren Überhangmandate

Wie viele Sitze es in den kommenden vier Jahren im Deutschen Bundestag geben wird, entscheiden die Wähler bei der Bundestagswahl im September.
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Wie viele Sitze es in den kommenden vier Jahren im Deutschen Bundestag geben wird, entscheiden die Wähler bei der Bundestagswahl im September.

Überhangmandate gibt es bei Bundestagswahlen schon seit vielen Jahren. Hier lesen Sie, was sich hinter dem Begriff verbirgt und welche Auswirkungen die Mandate auf die Größe des Bundestags haben.

Jeder Bürger hat bei der Bundestagswahl zwei Stimmen. Mit der ersten entscheiden sie sich für einen Direktkandidaten in ihren Wahlkreisen.

Die zweite Stimme bestimmt, wie viele Sitze der jeweiligen Partei im Bundestag zustehen. Bei der Zweitstimme wählen die Menschen die Kandidaten auf der Landesliste, die eine Partei für das Bundesland in den Bundestag schicken will.

Mehr News und Infos zur Bundestagswahl finden Sie hier

Laut der Internetseite des Deutschen Bundestages entstehen Überhangmandate, wenn eine Partei bei der Wahl mehr Direktmandate über die Erststimmen erhält, als ihr Sitze im Parlament zustehen – gemessen an der Anzahl der Zweitstimmen, die darüber entscheiden.

Unterschied zwischen Überhangmandat und Ausgleichsmandat

Wer über Überhangmandate spricht, muss auch an Ausgleichmandate denken. Diese sollen die anfallenden Überhangmandate einer Partei für die anderen Parteien kompensieren. Das bedeutet konkret: Erhält eine Partei ein oder mehrere Überhangmandate, dann wird die Zahl der Sitze im Bundestag so lange erhöht, bis die einzelnen Fraktionen so groß sind, wie es dem Anteil der gewonnenen Zweitstimmen der Partei bei der Wahl entspricht. Seit der Wahlrechtsreform von 2020 beginnt der Ausgleichsmechanismus aber erst nach dem dritten Überhangmandat, nicht wie vorher nach jedem einzelnen.

Der Deutsche Bundestag hat eine reguläre Mindestgröße von 598 Sitzen. 299 Politiker erhalten Direktmandate, weitere 299 ziehen über die Landeslisten der Parteien ein. Seit vielen Jahren gibt es aber weitaus mehr Parlamentarier. Aktuell hat der Bundestag 709 Mitglieder. Die Überhang- und Ausgleichmandate sind Gründe dafür.

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