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Neuheiten bei Apple Keynote

iPhone 13, iPad und neue Apple Watch: Preise erreichen neue Dimensionen

Apple Keynote
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Apple-Chef Tim Cook präsentiert am Dienstag, den 14. September, in einer aufgezeichneten Online-Übertragung das neue iPhone 13 Pro. Apple spendiert seinen iPhones vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft einen schnelleren Chip und bessere Kameras. Das iPhone 13 behielt äußerlich das Design der aktuellen Generation mit eckigen Kanten.

Apple geht bei seinen neuen iPhones den bewährten Weg: Die Leistung neuer Chips wird genutzt, damit Nutzer bessere Fotos und Videos machen können. Beim Design gibt es in diesem Jahr dagegen keine großen Veränderungen. Wird das den Kunden ausreichen?

Apple setzt bei seinen neuen iPhones zum wichtigen Weihnachtsgeschäft auf bessere Kameras und schnellere Chips. Das am Dienstag vorgestellte iPhone 13 behielt das Design der aktuellen Generation mit eckigen Kanten. Die auffälligste äußerliche Änderung neben neuen Farben ist, dass die Lücke am oberen Bildschirmrand für Kameras und Sensoren zur Gesichtserkennung um 20 Prozent verkleinert wurde.

Unter der Haube gibt es aber einige Neuerungen. So werden die neuen iPhones von einem neuen Chip aus eigener Entwicklung angetrieben, dem A15 Bionic. Apple selbst spricht vom leistungsstärksten Prozessor-System in einem Smartphone. Die Rechenkraft wird unter anderem eingesetzt, um die Nachtaufnahmen der aufgerüsteten Kameras zu verbessern.

Auf dem Bildschirm eines Geräts in La Habra, Kalifornien, werden neue iPhone-13-Smartphones während einer virtuellen Veranstaltung zur Ankündigung neuer Apple-Produkte vorgestellt.

Außerdem gibt es auf den neuen Geräten einen „Cinematic“-Videomodus, bei dem die Software automatisch je nach Geschehen auf verschiedene Ebenen im Bild fokussiert. Dreht sich etwa die Person im Vordergrund nach hinten um, wird das Objektiv auf den Hintergrund scharfgestellt, in dessen Richtung sie blickt. Apple zeigte sich überzeugt, mit solchen smarten Funktionen auch das Filmgeschäft verändern zu können.

Passend dazu wurden auch die Displays überholt. Unter anderem unterstützt das teure iPhone Pro nun auch - wie bereits diverse Konkurrenz-Smartphones - Bildwiederholungsraten von bis zu 120 Hertz. Erzrivale Samsung konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen und verwies in einem Tweet darauf, dass man dies schon seit einiger Zeit draufhabe. Apple will zugleich auf die stromhungrigen 120 Hz nur dann kommen, wenn sie für besonders dynamisch Szenen gebraucht werden.

Maximaler Speicher verdoppelt

Angesichts besserer Kameras und entsprechend größerer Dateien bekommen die Telefone mehr Speicher. In der Basis-Version hat das iPhone 13 nun mindestens 128 Gigabyte an Bord, das Pro-Modell bis zu 1 Terabyte.  Weil Apple größere Batterien verbauen konnte, erhöhen sich die Laufzeiten je nach Gerätegröße zwischen 1,5 und 2,5 Stunden. Je nach Ausstattung kosten die Pro-Modelle zwischen 1149 Euro und 1829 Euro.

Es gibt auch ein iPhone 13 mini - während zeitweise spekuliert wurde, Apple wolle das kleinere Modell abschaffen, da die Verkäufe unter den Erwartungen geblieben seien.

Branchenanalysten sahen keine Probleme für Apple nach der Vorstellung der neuen Modelle. „Aus unserer Sicht gab es keine revolutionären Ankündigungen“, stellte Analyst Harsh Kumar von der Investmentbank Papier Sandler zwar fest. Er rechnet aber damit, dass die Nachfrage unter anderem dank der Prämien für alte Geräte hoch bleibe.

Im vergangenen Jahr machte Apple mit dem iPhone 12 einen großen Schritt mit neuem Design und der Unterstützung des superschnellen 5G-Datenfunks. Die neue Generation sei kein erhebliches Update im Vergleich zum Vorjahres-iPhone, schrieb Analyst Amit Daryanani von der Finanzfirma Evercore. Aber die verbesserten Funktionen „werden es zu einem attraktiven Produkt für die mehr als 900 Millionen iPhone-Nutzer machen, die sich nicht das iPhone 12 gekauft haben“.

Apple drängt Samsung vom ersten Platz

Während mehr als 80 Prozent der weltweit verkauften Smartphones mit dem Google-System Android laufen, hat sich Apple einen lukrativen Platz im Rest des Marktes erkämpft. Francisco Jeronimo von der Analysefirma IDC verwies darauf, das Apple mit dem iPhone einen Marktanteil von gut 70 Prozent bei Premium-Smartphones zum Preis über 800 Dollar halte - und die Zahl verkaufter Geräte im ersten Halbjahr um gut ein Drittel gestiegen sei.

Im Weihnachtsquartal werden traditionell die meisten iPhones verkauft - und Apple verdrängte zuletzt immer wieder Marktführer Samsung vom ersten Platz. Das iPhone brachte früher bis zu zwei Drittel des Geschäfts des Konzerns ein. Zuletzt sank sein Umsatzanteil aber unter 50 Prozent, unter anderem da in der Corona-Pandemie auch Mac-Computer und iPad-Tablets deutlich populärer wurden. 

Zwei neue iPads

Apple nutzte seine Präsentation am Dienstag auch, um die Nachfolger des iPads und iPad mini vorzustellen. So bekommt das günstigste iPad ein Nachfolgemodell mit dem A13-Bonic-Chip, der vor zwei Jahren zusammen mit dem iPhone 11 vorgestellt wurde. Dafür gibt es das Gerät auch ab 379 Euro. Apple bezeichnet es als das „beliebteste iPad“. 

Das neue iPad mini von Apple hat nur noch einen schmalen Displayrand.

Nach wie vor hat es aber an der Ober- und Unterseite des Displays einen breiteren Rand. Dort befindet sich auch der Fingerabdrucksensor im Home-Button. Neu ist der USB-C-Anschluss und die Zwölf-Megapixel-Frontkamera, die den Nutzer in einigen Anwendungen automatisch verfolgt, wenn er sich bewegt. Das funktioniert beispielsweise bei Facetime oder Zoom. Apple hatte diesen Folgemodus als Center Stage in diesem Jahr mit dem jüngsten iPad Pro eingeführt. 

Beim neuen iPad mini hingegen ist der Rand deutlich schmaler geworden, wie man es von den Pro-Modellen und dem iPad Air kennt. Dadurch hat das Display nun eine Diagonale von 8,3 Zoll (21 Zentimeter). Der Fingerabdruckscanner ist an die Oberseite in den Standby-Knopf gewandert. Im Unterschied zum iPad hat das kleine Gerät aber den aktuellen A15-Chip und ist damit deutlich leistungsfähiger. Das Modell gibt es auch mit der schnellen 5G-Mobilfunktechnik. Wie auch das günstige iPad beherrscht das kleine Modell den Folgemodus Center Stage. Die günstigste Variante kostet 549 Euro. Verfügbar sind die neuen iPad-Modelle ebenso wie die neuen iPhones ab nächste Woche Freitag. 

Kein Design-Umbruch bei Watch

Die Computer-Uhr Apple Watch bekommt in der am Dienstag vorgestellten neuen Generation Series 7 ein etwas größeres Display. Da der Rahmen um den Bildschirm dünner gemacht wurde, ist das Gehäuse nur ein wenig größer als beim Vorgänger-Modell. Mit mehr Platz lässt Apple nun zum Beispiel erstmals auf einer kleinen Tastatur auf dem Display tippen.

Die Apple Watch Series 7 bekommt ein größeres Display

Vor dem Online-Event war spekuliert worden, dass Apple das Design der Computer-Uhr radikal ändern wolle. Es hieß, sie solle statt der bisher abgerundeten Ränder kantiger daherkommen. Doch während das Display tatsächlich wie zuvor berichtet größer wurde, behielt die Uhr ihre charakteristische Form.

Zum Ausbau des Dienste-Geschäfts führt Apple sein Trainings-Abo Fitness+ in weiteren Ländern ein - darunter demnächst auch in Deutschland.

mh/dpa

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