Handarbeit trifft Technik

Wie werde ich Fahrzeuginnenausstatter/in?

Nataly Schleif hat ihr Interesse für Autos zum Beruf gemacht: Die 20-Jährige macht eine Ausbildung zur Fahrzeuginnenausstatterin bei Daimler im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen. Foto: Daniel Maurer
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Nataly Schleif hat ihr Interesse für Autos zum Beruf gemacht: Die 20-Jährige macht eine Ausbildung zur Fahrzeuginnenausstatterin bei Daimler im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen. Foto: Daniel Maurer
Sie interessiert sich für Autos, und näht gerne: In ihrer Ausbildung kann Nataly Schleif beide Hobbys verbinden. Foto: Daniel Maurer
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Sie interessiert sich für Autos, und näht gerne: In ihrer Ausbildung kann Nataly Schleif beide Hobbys verbinden. Foto: Daniel Maurer
Ob Lenkrad, Armaturenbrett oder Autositz: Oft werden Einzelteile im Fahrzeuginnenraum mit Leder bezogen. Nataly Schleif lernt in ihrer Ausbildung, wie man das Material richtig bearbeitet. Foto: Daniel Maurer
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Ob Lenkrad, Armaturenbrett oder Autositz: Oft werden Einzelteile im Fahrzeuginnenraum mit Leder bezogen. Nataly Schleif lernt in ihrer Ausbildung, wie man das Material richtig bearbeitet. Foto: Daniel Maurer
Schablonen anfertigen und Werkstoffe wie Leder für Autoteile zuschneiden: Das gehört zu den zentralen Fertigkeiten, die Fahrzeuginnenausstatter in ihrer Ausbildung erlernen. Foto: Daniel Maurer
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Schablonen anfertigen und Werkstoffe wie Leder für Autoteile zuschneiden: Das gehört zu den zentralen Fertigkeiten, die Fahrzeuginnenausstatter in ihrer Ausbildung erlernen. Foto: Daniel Maurer
Nataly Schleif montiert eine Türinnenverkleidung. Dabei muss sie auch auf die Funktion der Fensterheber und der Zentralverriegelung achten. Foto: Daniel Maurer
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Nataly Schleif montiert eine Türinnenverkleidung. Dabei muss sie auch auf die Funktion der Fensterheber und der Zentralverriegelung achten. Foto: Daniel Maurer
Der Sinn für Technik ist eine wichtige Voraussetzung in ihrem Beruf: Nataly Schleif sorgt dafür, dass Einzelteile, wie die Türinnenverkleidung, im Auto korrekt montiert werden. Foto: Daniel Maurer
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Der Sinn für Technik ist eine wichtige Voraussetzung in ihrem Beruf: Nataly Schleif sorgt dafür, dass Einzelteile, wie die Türinnenverkleidung, im Auto korrekt montiert werden. Foto: Daniel Maurer
Fahrzeuginnenausstatter übernehmen zentrale Aufgaben, damit Autofahrer später ein sicheres und komfortables Fahrerlebnis haben: Nataly Schleif checkt die Türinnenverkleidung, die sie montiert hat. Foto: Daniel Maurer
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Fahrzeuginnenausstatter übernehmen zentrale Aufgaben, damit Autofahrer später ein sicheres und komfortables Fahrerlebnis haben: Nataly Schleif checkt die Türinnenverkleidung, die sie montiert hat. Foto: Daniel Maurer
Nataly Schleif montiert in der Ausbildungswerkstatt von Mercedes-Benz in Sindelfingen eine Türinnenverkleidung. Foto: Daniel Maurer
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Nataly Schleif montiert in der Ausbildungswerkstatt von Mercedes-Benz in Sindelfingen eine Türinnenverkleidung. Foto: Daniel Maurer

Sie wissen, wie man eine Nähmaschine bedient und Kabel richtig verlegt: Fahrzeuginnenausstatter schaffen eine Wohlfühlatmosphäre - ob in Autos, Lastern, Bussen, Zügen oder Schiffen. Gearbeitet wird nach Vorgaben im Werk - und nach ganz besonderen Kundenwünschen.

Sindelfingen (dpa/tmn) - Sitzpolster, Cockpit-Armaturen und optional ein Getränkehalter - wer sich durch einen Fahrzeugkonfigurator klickt, bekommt einen Eindruck davon, wie viele Einzelteile und Details im Innenraum eines Pkw eine Rolle spielen.

Sicher, komfortabel und stilvoll soll die Fahrt im Auto sein. Dafür sorgt Nataly Schleif. Die 20-Jährige absolviert eine Ausbildung zur Fahrzeuginnenausstatterin bei Daimler im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen.

Spannende und abwechslungsreiche Tätigkeiten

Sie formt und polstert Sitze, verlegt Teppichböden und dichtet Türen wie Fenster ab. Lenkräder und Armaturbretter werden mit Leder überzogen, Fahrzeughimmel verkleidet, Verdecke für Cabrios gefertigt. Daneben verlegt Schleif Kabel etwa für Zentralverriegelung und Fensterheber und montiert die entsprechenden Schalter. "Der Job ist wirklich sehr spannend und abwechslungsreich", erklärt Schleif.

Der Beruf des Fahrzeuginnenausstatters ist nicht auf Pkw beschränkt - Lkw, Busse, Züge, Schiffe und Flugzeuge fallen ebenfalls ins Aufgabengebiet. "Bewerber müssen einen Sinn für Form und Farben haben", sagt Michael Assenmacher vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin. Neben handwerklichem Geschick brauchen die Fachkräfte einen Sinn für Technik. Zunehmend montieren sie auch Sonderausstattungen. "Das können etwa spezielle Massagesitze, Kühlschränke, Spiegel fürs Schminken oder Halter für die Wasserflasche sein", erzählt Schleif.

Schulische und fachliche Voraussetzungen

Nicht alle Auszubildenden in ihrem Beruf haben wie Schleif das Abitur. Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben, die meisten Betriebe stellen laut Bundesagentur für Arbeit Bewerber mit Mittlerer Reife ein. Gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz hat, wer fit in Mathematik ist. Denn die Menge an Stoff oder Leder, die etwa für Sitze benötigt werden, muss auf den Millimeter genau berechnet werden. "Mich hat es gereizt, mein Interesse für Autos mit meinem Hobby Nähen zu verbinden", begründet Schleif ihre Berufswahl.

Ausbildungsplan

Die Grundlagen der Berufsausbildung sind vielfältig: Dazu gehört, Schablonen anzufertigen und anschließend Werkstoffe zuzuschneiden. Zum Beispiel für eine Sonnenschutzblende aus Leder. Längst nicht alle Arbeiten erledigen Maschinen. Ziernähte für ein lederbezogenes Lenkrad entstehen etwa oft in Handarbeit.

Beim Polstern von Sitzen geht es darum, Schaumstoffwürfel in die gewünschte Form zu pressen und mit Stoff zu überziehen. Die Auszubildenden lernen, Materialien wie Holzwerkstoffe, Metalle oder Kunststoffe zu be- und verarbeiten. Ebenfalls auf dem Ausbildungsplan steht, wie etwa ein Navigationsgerät oder Motoren für die elektrische Sitzverstellung ein- und ausgebaut werden. Die angehenden Fachleute lernen daher, wie man technische Zeichnungen erstellt und liest.

Vergütung und Weiterbildungsmöglichkeiten

Die Ausbildungsvergütung ist unterschiedlich und hängt von Bundesland und Betrieb ab. Tarifgebundene Unternehmen zahlen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 976 bis 1047 Euro im ersten, 1029 bis 1102 Euro im zweiten und zwischen 1192 und 1199 Euro im dritten Jahr der Ausbildung.

Wer beruflich weiterkommen möchte, kann Textil- und Bekleidungstechnik studieren - oder aber eine Prüfung als Industriemeister in der Fachrichtung Fahrzeuginnenausstattung ablegen. Letzteres hat Schleif vor. "Aber erstmal möchte ich nach dem erfolgreichen Abschluss meiner Ausbildung zwei Jahre lang Berufserfahrungen sammeln", sagt sie.

Berufsbild bei der Bundesagentur für Arbeit

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