Kellogg‘s, Nestlé & Co.

Cornflakes im Öko-Test: Viele gesundheitsgefährdend – Markenprodukte fallen durch

Eine Schüssel mit Cornflakes.
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Bei vielen Kindern wie Erwachsenen kommen Cornflakes häufig auf den Frühstückstisch.

Öko-Test hat verschiedene Cornflakes-Sorten überprüft und Bedenkliches herausgefunden: Bei vielen gibt es Probleme mit Acrylamid. Sind Ihre Lieblings-Cornflakes dabei?

Sind Sie ein Cornflakes-Fan? Bei vielen Menschen sind sie regelmäßig das Frühstück der Wahl oder auch ein Snack für den kleinen Hunger zwischendurch*. Dabei gibt es in Super- und Biomärkten, Discountern und Drogerien inzwischen eine große Auswahl an verschiedenen Marken und Produkten.

Öko-Test hat in der aktuellen Ausgabe seines Magazins 50 Frühstücksflocken unter die Lupe genommen. Leider sind laut diesem Test nicht alle Produkte gleichermaßen zu empfehlen. Nur 15 der 50 untersuchten Cornflakes haben im Test mit der Bestnote „sehr gut“ abgeschnitten. Von 14 überprüften Sorten rät Öko-Test sogar ab, da sie mit den Noten „mangelhaft“ oder „ungenügend“ durchgefallen sind. Auch preislich kann man große Unterschiede zwischen den getesteten Cornflakes entdecken: Die Preise reichen von 0,58 Euro bis 5,36 Euro pro 300 Gramm. Aber heißt teuer auch gleichzeitig gute Qualität?

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Cornflakes im Test: Belastungen mit Acrylamid, Pestiziden und Schimmelpilzgiften

Acrylamid zum Frühstück muss nicht sein. Der Stoff steht laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa)  im Verdacht, das Krebsrisiko zu erhöhen. Er findet sich nicht nur in einigen günstigen Produkten, sondern auch in Cornflakes namhafter Hersteller, wie Öko-Test berichtet. Wie der Schadstoff in Cornflakes gelangen kann, erklären die Tester ebenfalls: „In Getreideflocken kann sich der Schadstoff beim heißen Rösten aus Zuckern und der natürlicherweise in Getreide enthaltenen Aminosäure Asparagin bilden.“ Dennoch hat der Gesetzgeber trotz jahrelanger Diskussion um das Krebsgift immer noch keine verbindliche Höchstmenge für Acrylamidgehalte festgelegt. Trotzdem ist klar: Je weniger Acrylamid ein Mensch aufnimmt, desto besser. Die Hersteller hätten es zum Teil selbst in der Hand, wie viel Acrylamid sich in den Frühstücksflakes bilde.

Weitere problematische Stoffe, die in manchen der untersuchten Cornflakes gefunden wurden, sind Schimmelpilzgifte, hohe Salzgehalte und bedenkliche Pestizide. All das klingt nicht besonders verlockend zum Essen, oder? Im Öko-Test erhielten die entsprechenden Produkte Minuspunkte in der Bewertung.

Im Test konnten diese Cornflakes u. a. nicht überzeugen:

Cornflakes-ProduktÖko-Test-Note
Kellogg's Special K Classicungenügend
Nestlé Fitness 58 % Vollkornungenügend
Vitabella Mehrkorn Flakes, glutenfreiungenügend

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Cornflakes im Test: Diese Marken sind laut Öko-Test empfehlenswert

Vorteilhafter bewertet Öko-Test Cornflakes, „die wenig Salz und wenig Zucker, aber viele Ballaststoffe aus Vollkornzutaten enthalten.“ Zu den Testsiegern mit Bestnote gehören unter anderem Produkte mit den günstigsten Preisen:

  • „Crownfield Cornflakes“ von Lidl
  • „Kornmühle Cornflakes“ von Netto Marken-Discount
  • „Golden Breakfast Cornflakes“ von Norma
  • „Gut und Günstig Cornflakes“ von Edeka
  • „Knusperone Cornflakes“ von Aldi

Wie man sieht: Gute Qualität muss nicht teuer sein. Zu den Testsiegern gehören viele Produkte aus Supermärkten und Discountern, deren Preise sich um die 0,58 Euro bewegen. Währenddessen sind Markenprodukte von Nestlé und Kellogg‘s im Öko-Test durchgefallen.

Im Video: Küchentrick vom Profi – Spezial-Panade mit Cornflakes

Öko-Test weist außerdem darauf hin: Selbst Cornflakes-Sorten, die mit Bestnote im Test abgeschnitten haben und beim Nutri-Score die Wertung A erhielten, seien kein ausgewogenes Frühstück für jeden Tag. Gesünder wird Ihre Mahlzeit zum Beispiel, indem Sie zu den Cornflakes noch Haferflocken, Obst, Nüsse und/oder Joghurt hinzugeben. (mad) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes. 

Quelle: Öko-Test (gesamter Test gegen Gebühr)

Weiterlesen: Starten Sie besser in den Tag – 5 Tipps für ein gesundes Frühstück.

Was ein gesundes Frühstück ausmacht

Beeren und Müsli sind eine gute Idee zum Frühstück, allerdings keine Fertig-Cerealien. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Beeren und Müsli sind eine gute Idee zum Frühstück, allerdings keine Fertig-Cerealien. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Milch- und Joghurtprodukte zählen zwar zu einem gesunden Frühstück, aber Fertig-Fruchtjoghurts sind ein No-Go. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Milch- und Joghurtprodukte zählen zwar zu einem gesunden Frühstück, aber Fertig-Fruchtjoghurts sind ein No-Go. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Mit dem Trinken sollte man rechtzeitig am Tag beginnen, um auf die empfohlene Menge von 1,5 Litern am Tag zu kommen. Dazu zählt auch Kaffee. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Mit dem Trinken sollte man rechtzeitig am Tag beginnen, um auf die empfohlene Menge von 1,5 Litern am Tag zu kommen. Dazu zählt auch Kaffee. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Ernährungsmediziner empfehlen 500 Gramm Obst und Gemüse am Tag. Damit könne man gleich zum Frühstück anfangen - am besten mit Äpfeln und Beeren. Foto: Robert Günther/dpa-tmn
Ernährungsmediziner empfehlen 500 Gramm Obst und Gemüse am Tag. Damit könne man gleich zum Frühstück anfangen - am besten mit Äpfeln und Beeren. Foto: Robert Günther/dpa-tmn © Robert Günther
Astrid Donalies arbeitet bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Foto: Fotostudio Lichtblick/dpa-tmn
Astrid Donalies arbeitet bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Foto: Fotostudio Lichtblick/dpa-tmn © Fotostudio Lichtblick
Dr. Matthias Riedl ist Diabetologe, Ernährungsmediziner und Internist sowie Geschäftsführer des Zentrums medicum Hamburg MVZ. Foto: Andreas Sibler/dpa-tmn
Dr. Matthias Riedl ist Diabetologe, Ernährungsmediziner und Internist sowie Geschäftsführer des Zentrums medicum Hamburg MVZ. Foto: Andreas Sibler/dpa-tmn © Andreas Sibler
Wer Brot zum Frühstück essen will, sollte ein Vollkornprodukt wählen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Wer Brot zum Frühstück essen will, sollte ein Vollkornprodukt wählen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose

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