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Expertin: So viel Geld sollten Sie maximal für ein Haus ausgeben, um richtig reich zu werden

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Wer in einem Reichenviertel lebt, verspürt den Druck, auch dementsprechend Geld auszugeben, so US-Autorin Sarah Stanley Fallaw.

Für viele Deutsche ist das Eigenheim ein großer Lebenstraum - und auch ein Statussymbol. Warum es so wichtig ist, wo es steht, enthüllt jetzt eine US-Autorin.

Geldanlage, Zuhause für die Familie und Rückzugsort: Die eigenen vier Wände sind für viele Deutsche sehr viel mehr als nur ein Gerüst aus Stein und Beton. Je nach Größe und Preis zeigt es allerdings auch den Wohlstand der darin lebenden Bewohner an. Auch die umliegende Nachbarschaft oder ob das Eigenheim im Szeneviertel steht, sind oftmals Indizien dafür, wie reich man ist. 

Autorin interviewt 600 Millionäre - und erklärt, warum der Wohnort ausschlaggebend für Reichtum ist

Davon ist Sarah Stanley Fallaw, die Forschungsleiterin des Affluent Market Institute und Koautorin des US-Bestsellers "The Next Millionaire Next Door: Enduring Strategies for Building Wealth" (auf Deutsch so viel wie: "Der nächste Millionär von nebenan: Wie Sie mit langfristigen Strategien Wohlstand aufbauen") überzeugt. Sie ist sich sicher: Der Wohnort ist entscheidend, wenn es darum geht, die Million zu knacken. "Der Schlüssel zum Aufbau von Wohlstand ist, den finanziellen Verhältnissen entsprechend zu wohnen", schreibt sie, wie der BusinessInsider berichtet.  

Ihre These stützt sie auf frühere Untersuchungen ihres Vaters Thomas J. Stanley sowie auf unzählige Interviews, die Fallaw mit 600 US-amerikanischen Millionären im Vorfeld ihrer Recherche führte. "Wenn ihr in einem teuren Haus und in einer teuren Nachbarschaft wohnt, werdet ihr euch wie eure Nachbarn verhalten und auch so konsumieren ... Je wohlhabender die Umgebung, desto mehr geben seine Bewohner für fast alle denkbaren Produkte und Dienstleistungen aus", führt sie fort. "Wir übernehmen das Konsumverhalten unserer Nachbarn."

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Wer die Wohnungskosten niedrig halte, hat am Ende auch mehr Geld übrig

Dieser Gruppenzwang verstärke sich, je mehr Geld man verdiene - um es dann wieder überproportional auszugeben. Um dem entgegenzuwirken, rät die Autorin, die Wohnkosten im Verhältnis zum eigenen Einkommen zu setzen und sich finanziell nicht zu übernehmen. So sollen die meisten Millionäre, die sie interviewt hatte, angegeben, dass sie für ein Haus "nur" etwa das Dreifache ihres jährlichen Einkommens ausgegeben hatten.

Daher lautet auch Fallaws Tipp: Wenn Sie sich ein Eigenheim zulegen wollen, dann sollten Sie es von drei Faktoren abhängig machen: Ihrem Gehalt, Ihr Alter und Ihre Lebensumstände bzw. -haltungskosten. Vor allem letzteres, also das richtige Timing des Hauskaufs (zum Beispiel vor einer Hochzeit oder der Familiengründung), kann viel Geld sparen.

Generell gelte allerdings die Faustformel, dass eine erschwingliche Wohnung etwa bei 30 Prozent des eigenen Einkommens (vor Steuern) liegen sollte. Der Wohlfühlfaktor am Wohnort sei dagegen immer noch unbezahlbar, schließt Fallaw.

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jp

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