Altersvorsorge

Finanzexperte warnt: Grundrente völlig falsch berechnet - Kostenexplosion droht

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Durch die Grundrente sollen Geringverdiener auch im Rentenalter noch genug Geld bekommen.

Keine guten Aussichten für die Zukunft. Ein Experte widerspricht dem Arbeitsministerium in Sachen Grundrente und ermittelt die wahren Kosten.

Bis zum Jahr 2021 will der Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) die Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung. Diese sieht vor, dass Geringverdiener mehr Rente bekommen sollen – bis zu 448 Euro mehr. Damit stößt Heil aber auf großen Widerstand.

Grundrente: Experte rechnet mit Kostenexplosion

Nicht nur der CDU/CSU stößt die Grundrente in ihrer geplanten Form sauer auf. Auch Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen von der Uni Freiburg sieht die Planungen des Arbeitsministers kritisch.

Wie das Nachrichtenportal Welt berichtet, ist Raffelhüschen der Ansicht, dass die Kosten für die Grundrente explodieren werden. Das gehe aus Berechnungen des Experten hervor, die der Welt vorliegen. Demnach werde die Grundrente fast doppelt so teuer, wie bislang geplant.

Statt kalkulierten 3,8 Milliarden Euro koste die Grundrente bereits 2021 etwa sieben Milliarden Euro. Auch die Anhebung auf 4,5 Milliarden Euro sehe Raffelhüschen kritisch. Bis 2025 steige die Grundrente tatsächlich auf 8,3 Milliarden Euro pro Jahr. Dies sei eine "unverantwortliche Irreführung der Steuer- und Beitragszahler", zitiert die Welt den Ökonom.

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So soll die Grundrente funktionieren

Arbeitnehmer die mindestens 35 Jahre in die staatliche Rentenversicherung eingezahlt haben und als Geringverdiener gelten, sollen nach Plänen von Arbeitsminister Heil bis zu 448 Euro mehr Rente bekommen. Laut Arbeitsministerium werden davon rund drei Millionen Rentner profitieren.

Die Grundrente werde sich spürbar für Rentner auswirken, heiß es von Heil. Dazu hat der Minister auch eine Musterrechnung vorgelegt. Eine Friseurin, die beispielsweise 40 Jahre für den Mindestlohn gearbeitet habe, bekomme momentan etwa 513 Euro Rente im Monat. Mit Grundrente würde der Betrag auf immerhin 961 Euro steigen.

In einem anderen Beispiel wird eine Krankenschwester herangezogen, die zwei Kinder allein erzogen und in Teilzeit gearbeitet habe. Ihr Rentenanspruch betrage aktuell 860 Euro. Aufgrund der Grundrente würde sie künftig 1.000 Euro monatlich bekommen.

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Video: Gegenwind für Heil - es hagelt Kritik für den SPD-Grundrenten-Plan

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