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Risiko fürs Baby

Schwangere sollten auf Vitamin D verzichten

Pille schlucken
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Zu viel Vitamin D in der Schwangerschaft kann Nahrungsmittelallergien auslösen.

Vitamin D stärkt die Knochen und schützt vor Infektionen. Doch ein zu viel an Vitamin D kann schädlich sein, wie Forscher jetzt herausgefunden haben. Vor allem Schwangere sollten darauf verzichten.

Ein hoher Vitamin-D-Spiegel im Blut bei werdenen Müttern erhöht das Risiko, dass die Kinder nach der Geburt eine Nahrungsallergie entwickeln. Zu dieser Erkenntnis kam eine Langzeit-Studie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Bei insgesamt 622 Mütter mit 629 geborenen Kindern wurde der Vitamin-D-Spiegel zuerst im Blut der schwangeren Mütter und dann im Nabelschnurblut der geborenen Kinder gemessen.

Danach erfassten das Team um Dr. Kristin Weiße über Fragebögen das Auftreten von Nahrungsmittelallergien bei den Kindern in den ersten beiden Lebensjahren.

Das Ergebnis: Wurde bei Schwangeren ein niedriger Vitamin-D-Spiegel im Blut nachgewiesen, dann traten bei ihren zweijährigen Kleinkindern Nahrungsmittelallergien seltener auf als bei werdenden Müttern mit einem hohen Vitamin-D-Spiegel.

Auf die Dosis kommt es an

Und nicht nur das, Kinder von Schwangeren mit einem hohen Vitamin-D-Spiegel zeigten auch einen erhöhten Wert an spezifischem Immunglobulin E gegenüber Nahrungsmittelallergenen wie Hühnereiweiß, Milcheiweiß, Weizenmehl, Erdnuss oder Sojabohne. Immunglobuline E sind Eiweiße, die körperfremde Stoffe abwehren.

Schwangeren, empfiehlt Weiße, auf die zusätzliche Einnahme von Vitamin- D- Ergänzungspräperate verzichten. Auch wenn die Entstehung von Nahrungsmittelallergien bei weitem nicht einzig und allein vom Vitamin-D-Spiegel abhängt, ist es doch wichtig, diesen Faktor zu berücksichtigen.

Der Vitamin D entsteht in der Haut, wenn sie der UV-Strahlung der Sonne ausgesetzt ist. Der Spiegel wird neben der Ernährung hauptsächlich von Bedingungen wie Jahreszeit, Sonnenexposition und Aufenthalt im Freien beeinflusst. Vitamin D stärkt die Knochen, schützt vor Infektionen und unterstützt das Nerven- und Muskelsytem.

Insbesondere in der Prävention und Therapie von Rachitis wird das Vitamin weltweit seit rund 50 Jahren bei Säuglingen und Kleinkindern eingesetzt.

ml

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