Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Plastik-Problem

Immer mehr Mikroplastik im Trinkwasser

Plastik am Strand von Niendorf (Schleswig-Holstein).
+
Plastik am Strand von Niendorf (Schleswig-Holstein).

Plastik ist überall, auch in vielen Kosmetikartikeln. Der Verbraucher Service Bayern (VSB) macht mobil gegen umweltschädliches Mikroplastik in Alltagsprodukten.

Der Verbraucher Service Bayern (VSB) macht mobil gegen umweltschädliches Mikroplastik in Alltagsprodukten.

Zum Weltverbrauchertag am 13. März startet der VSB dazu eine Unterschriftenaktion mit dem Ziel, die Verwendung dieses Materials in Produkten wie Kosmetika, Körperpflege- und Reinigungsmitteln sowie Kleidungsstücken zu verbieten. An der Aufaktveranstaltung in der Beratungsstelle Augsburg, wo zugleich eine Ausstellung zur Vermeidung von Plastikmüll eröffnet wird, nimmt auch Umweltminister Marcel Huber (CSU) teil.

Bis zum Tag der Umwelt am 5. Juni will der VSB Unterschriften sammeln und sie dann der Staatsregierung übergeben. „Der Einsatz von Mikroplastik in Alltagsprodukten stellt eine unnötige Umweltbelastung dar“, erklärt die VSB-Landesvorsitzende Juliana Daum. Die zum Katholischen Deutschen Frauenbund gehörende Einrichtung tritt dafür ein, dass Mikroplastik nicht mehr in die Natur gelangen darf. Bei Gewässer- und Trinkwasseranalysen sollte künftig die Belastung durch Mikroplastik untersucht werden. Zudem seien weitere Forschungen notwendig.

Laut Umweltbundesamt können die weniger als fünf Millimeter kleinen Mikroplastik-Teile von Kläranlagen nicht zurückgehalten werden. Daher geraten sie, etwa beim Waschen von Funktionstextilien, in großen Mengen in die Meeresumwelt. Bei der Zersetzung könnten sie giftige und hormonell wirksame Zusatzstoffe wie Weichmacher, Flammschutzmittel und UV-Filter abgeben.

Zusätzlich verbinden sich die Mikroplastik-Teile im Wasser mit weiteren Schadstoffen wie Pestiziden. Da sie von Meerestieren aufgenommen werden, erreichen potenziell krebserregende und erbgutverändernde Stoffe über den Verzehr von Fischen und Meeresfrüchten schließlich wieder den Menschen.

Immer mehr Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP)

Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) setzt sich für ein Verbot von Mikroplastik und anderen Kunststoffformen in Reinigungs- und Kosmetikartikeln ein.  Verbraucher sollten auf Produkte mit Mikroplastik verzichten.

Kunststoffe und ihre Abkürzungen

  • PE Polyethylen
  • PP Polypropylen
  • PET Polyethylenterephthalat
  • PES Polyester (Polyester-1; Polyester-11)
  • PA Polyamid (Nylon-12; Nylon-6; Nylon-66)
  • PUR Polyurethan (Polyurethan-2; Polyurethan-14; Polyurethan-35)
  • EVA Ethylen-Vinylacetat-Copolymere
  • PI Polyimid (Polyimid-1)
  • ANM Copolymere von Acrylnitril mit Ethylacrylat/Copolymere von anderen Acryla ten

KNA/ml

Kommentare