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Vor dem Urlaubsstart: Impfungen auffrischen und vorbeugen

Nicht nur Kofferpacken gehörtzu den Urlaubsvorbereitungen,sondern auch dierichtige Zusammenstellungder Reiseapotheke.
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Nicht nur Kofferpacken gehörtzu den Urlaubsvorbereitungen,sondern auch dierichtige Zusammenstellungder Reiseapotheke.

Nicht nur Kofferpacken gehört zu den Urlaubsvorbereitungen, sondern auch die richtige Zusammenstellung der Reiseapotheke.

Vor dem Reiseantritt sollte abgeklärt werden, ob für das Reiseziel spezielle Impfungen nötig sind, sagt der Allgemeinmediziner Dr. Helmut Hennighausen aus Wabern. Kämen Patienten erst einige Wochen vor Reiseantritt in die Praxis, dann sei es für Impfungen zu knapp. Um vor Krankheiten zu schützen, seien je nach Urlaubsziel eine oder mehrere Impfungen nötig. Dabei komme es auch auf die Art der Reise an, ob man den Urlaub im Hotel an einem Ort verbringe oder ob man mit dem Rucksack längere Zeit ein Land erkunde möchte.

Neben den Impfungen gegen Tetanus und Diphterie, die jeder regelmäßig auffrischen lassen sollte, gebe es unterschiedliche Impfempfehlungen. Für Reisen Richtung Osten empfiehlt der Arzt die Auffrisch-Impfung gegen Kinderlähmung für Erwachsene. Polio habe es aber auch in Holland in den 1990er Jahren regional begrenzt gegeben, und die Krankheit flackere in Europa immer wieder auf.

Wer plant, mit dem Rucksack nach Süden loszuziehen oder sich längere Zeit in tropischen oder subtropischen Ländern aufzuhalten, sollte sich gegen Hepatitis A impfen lassen. Das Virus kommt weltweit vor, besonders aber dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind.

Bei einer Fernreise empfiehlt Hennighausen, ein halbes Jahr vor Abreise einen Impfplan aufzustellen. Dann könne ausreichender Impfschutz aufgebaut werden. Wichtig sei, sich rechtzeitig über die Impfempfehlungen für das Urlaubsziel zu informieren. In Deutschland aktuell: Impfungen gegen das FSMEVirus (Frühsommer-Meningo- Enzephalitis-Virus), das von Zecken übertragen wird und  Hirnhautentzündung verursachen kann. Die Impfung wird bei Reisen in FSME-Risikogebiete von der Krankenkasse übernommen. Dazu zählen Gebiete südlich des Mains, Teile Thüringens, Küstenregionen in Schweden sowie die Balkanstaaten. Die Malariaprophylaxe sei besonders wichtig bei Afrikareisen. Denn die Gefahren werden häufig unterschätzt. Gerade Kenia sei ein Problemland. Vor der Reise solle man sich erkundigen, welche Empfehlungen hinsichtlich der Malariaprophylaxe bestehen und sich unbedingt danach richten. (yma)

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