Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Über Kinder-Impfungen entscheidet der betreuende Elternteil

Getrennt lebende Eltern sind sich oft nicht einige: Soll das Kind geimpft werden oder nicht? Im Streitfall darf der Elternteil entscheiden, der das Kind hauptsächlich betreut. Foto: Julian Stratenschulte
+
Getrennt lebende Eltern sind sich oft nicht einige: Soll das Kind geimpft werden oder nicht? Im Streitfall darf der Elternteil entscheiden, der das Kind hauptsächlich betreut. Foto: Julian Stratenschulte

Ob man Kinder impfen sollte oder nicht - hier gehen die Meinungen unter Eltern oft weit auseinander. Sind sich getrennt lebende Eltern, die das gemeinsame Sorgerecht haben, hier nicht einig, greift die Regelung zur Alltagssorge.

Berlin (dpa/tmn) - Streiten sich getrennt lebende Eltern über Impfungen der Kinder, entscheidet der Elternteil, der den Nachwuchs hauptsächlich betreut. Auch wenn Mutter und Vater das gemeinsame Sorgerecht haben, gehörten Impfungen zur sogenannten Alltagssorge.

Unter Alltagssorge versteht man die Entscheidungen des täglichen Lebens. Das erläutert die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV).

Im verhandelten Fall vor dem Amtsgericht Darmstadt (AZ: 50 F 39/15 SO) waren sich die getrennt lebenden Eltern zunächst einig gewesen, die Kinder erst mal nicht impfen zu lassen. Die Mutter entschied sich allerdings nach Gesprächen mit der Kinderärztin doch für die Immunisierung - der Vater war dagegen.

Das Gericht erlaubte der Frau, allein darüber zu entscheiden. Bei den Impfungen handele es sich um empfohlene Schutzimpfungen und diese Frage sei Teil der Alltagssorge. Entscheiden könne daher der Elternteil, bei dem sich die Kinder hauptsächlich aufhalten.

Kommentare