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Hitze führt zu Raupen-Invasion: Das können Sie dagegen in Ihrem Garten tun

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Raupen sind an sich nichts schlimmes. Wenn sie allerdings in Scharen auftreten, kann es für die heimischen Gewächs schnell schwierig werden. (Symbolbild)

In Ihrem Garten haben sich Raupen so stark ausgebreitet, dass sie Ihnen alle Bäume und Sträucher zerfressen? Das hat einen Grund - und so können Sie dagegen vorgehen.

Zwei Raupenarten plagen derzeit Deutschlands Gartenbesitzer: Raupen der Schwammspinner und der Eichenprozessionsspinner. Sie sind nur sehr klein - doch sie treten in Scharen auf und fressen sich durch Wälder und Gärten. Daran ist auch die steigende Hitze schuld.

Raupen breiten sich massiv durch steigende Hitze aus

Der Nachtfalter Schwammspinner erobert immer mehr Gärten. Er frisst als Raupe bevorzugt Eichenblätter. Seit dem heißen und trockenen Jahr 2015 steige seine Populationsdichte, schreibt die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF).

"Da es durch den Klimawandel zukünftig verstärkt sommerwarme, sommertrockene Perioden geben wird, wird der Schwammspinner-Befall zunehmen", erklärte eine Sprecherin des Thüringer Landwirtschaftsministeriums gegenüber dem Portal Focus.de.

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Vorsicht vor direktem Kontakt: So werden Sie der Raupenplage Herr

Um Fraßschäden einzudämmen, sollten betroffene Hobbygärtner die Raupen und später deren Puppen gründlich ab- und aufsammeln, rät das Thüringische Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum. Dann gilt es, die Tiere schnell durch ein Bad in Spülwasser zu töten und im Hausmüll zu entsorgen, damit sie sich nicht erneut ausbreiten. Alternativ können Schädlingsgeplagte die Schwammspinner in einem schwarzen Sack luftdicht verpacken und sofort in der Mülltonne entsorgen.

Um eine Hautreizung zu verhindern, sind im Umgang mit den Schädlingen Handschuhe und langärmlige Kleidung ratsam. Außerdem sollte der Kontakt mit den Schleimhäuten verhindert werden.

In Teilen Thüringens, in Franken und um Leipzig fressen sich derzeit Millionen der schwarzbraunen Raupen des wärmeliebenden Falters vorwiegend durch Laubbäume. Daneben befällt der Schädling auch Strauchpflanzen wie Rosen oder Lorbeer.

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Zum Schutz einzelner Pflanzen ist laut dem Institut zur Zeit auch der Einsatz eines Insektizids erlaubt. Hierfür bieten sich Mittel mit dem Wirkstoff Deltamethrin an. Das Pestizid ist als bienengefährlich eingestuft, daher darf es nicht an blühenden oder von Bienen beflogenen Pflanzen eingesetzt werden. Von der Behandlung großer Bäume wird abgeraten - das Mittel kann mit haushaltsüblichen Geräten nicht zielsicher genug ausgebracht werden.

Ab August ist mit der Eiablage der im Juli geschlüpften Falter zu Rechnen. Gartenbesitzer sollten dann nach den Eigelegen im unteren Stammbereich von Bäumen, aber auch an geschützten Stellen an der Hauswand, hinter Nistkästen und Fensterläden Ausschau halten. Diese sollten sie entweder entfernen oder zerdrücken.

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sca / dpa

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