Krankheitsbild

Nase von Mann auf dreifache Größe angeschwollen - das steckt dahinter

Einem pensionierten Geschäftsleiter ist seine Nase auf das Dreifache angewachsen. Erst nach längerer Zeit konnten Ärzte mit einer Operation helfen.

Geoff Turners Leidensweg war lang: Seine Nase wuchs aus zunächst unbekannten Gründen und schwoll schließlich auf das dreifache ihrer eigentlichen Größe an. Der Grund: Der Mann litt an der Krankheit Rhinophym.

Nase auf das Dreifache geschwollen: "Es war schrecklich"

Die Hautkrankheit Rhinophym begann vor rund drei Jahren und ließ Turners Nase anschwellen. Zudem bildeten sich darauf großen Knollen, die ihm Atemprobleme verursachten, sein Sichtfeld beeinträchtigen und ihn schließlich sogar in die Depression trieben. Es sei ein schleichender Prozess gewesen.

"Es war schrecklich", so Turner gegenüber dem Portal Dailymail. "Ich war sehr selbstbewusst und darüber dann ziemlich deprimiert. Jedes Mal, wenn ich essen ging, war ich von Leuten umgeben, die ganz normal aussahen, während ich eine riesige Nase hatte."

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Was ist ein Rhinophym genau?

Professor Fahmy, der die Operation von Herrn Turner am Spire Yale Hospital in Wrexham durchgeführt hat, erklärte das Phänomen so: "Diese Schwellung ist darauf zurückzuführen, dass sich narbenartiges Gewebe bildet und die Talgdrüsen größer werden." Die daraus resultierende "Knollnase" könne die Atmung beeinträchtigen, wenn sie die Nasenöffnungen blockiere.

Ein Rhinophym ist eine Hauterkrankung, die fast ausschließlich bei Männern zwischen 40 und 60 Jahren vorkommt, wie die Techniker Krankenkasse erklärt. Die Nase kann dadurch rot, geschwollen und verzerrt aussehen. Rhinophyme sind eine Unterart der Rosazea, einer entzündlichen Hauterkrankung, die Rötungen und kleine, mit Eiter gefüllte Beulen an den Wangen, am Kinn und an der Nase verursachen.

Während aber die Symptome von Rosazea meist von alleine abklingen, schwillt die Nase durch ein Rhinophym weiter an. Forscher glauben, dass Rhinophyme sich im Laufe der Zeit aufgrund von unbehandelter Rosazea entwickeln kann. Die genaue Ursache ist jedoch bisher unbekannt.

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Rhinophym: Operation vonnöten

Selbstmedikation half dem 72-Jährigen nicht weiter, da suchte er schließlich einen Arzt auf, der ihn operierte. Seitdem fühle er sich "wie ein völlig anderer Mensch". Die Operation habe zwar ein paar kleinere Narben hinterlassen, aber ansonsten wäre kaum etwas von der angeschwollenen Nase zurückgeblieben.

"Es ist erstaunlich, welchen Unterschied das macht. Ich habe wieder eine perfekte Nase", berichtete Turner nach seine Operation. Es ist ein fantastisches Gefühl und ich bin überglücklich."

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sca

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