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Extrem hohes Allergierisiko

Bundesinstitut warnt vor Nickel in Spielzeug

Metallbausätze zum Spielen für Kinder
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Beim Bauen haben die Kinder lange und intensiv Kontakt mit dem Metall. Etwickeln Kinder eine Allergie gegen Nickel, kann das lebenslange Folgen haben, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Das Schwermetall Nickel löst am häufigsten Allergien aus. Jetzt warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) besonders vor Metallbausätzen für Kinder. Das meiste Spielzeug ist zu gefährlich.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat vor einer Gefährdung von Kindern durch Nickel in Metallbausätzen gewarnt. Im schlimmsten Fall drohten den Kindern durch das allergieauslösende Schwermetall in dem Spielzeug lebenslange Einschränkungen, teilte das BfR am Mittwoch in Berlin mit. Fast alle geprüften Bausätze verstießen demnach gegen gesetzliche Grenzwerte.

Die Haut reagiert mit Rötung und Bläschen

Bei 29 von 32 untersuchten Metallbaukästen waren die Grenzwerte für die Nickelfreisetzung aus Spielzeug überschritten, teilte das BfR mit. Das Institut wies darauf hin, dass die Kinder beim Bauen lange und intensiv Kontakt mit dem Metall haben. Gefährlich werde dies, falls sie eine Allergie entwickeln: Bei Allergikern löse der Kontakt mit nickelhaltigen Materialien sofort schwere, krankhafte Hautveränderungen aus.

Beim Spielen kommt es zum Hautkontakt

Nickel ist das Metall, das am häufigsten Allergien auslöst. Etwa zehn Prozent der Kinder sind laut dem Institut gegenüber Nickel sensibilisiert und können die krankhaften Hautveränderungen bekommen.

Das BfR untersuchte im Rahmen des Bundesweiten Überwachungsplan (BÜP) 2012 insgesamt 168 Spielzeuge auf die Nickelfreisetzung. Dabei seien auch beschichtete und lackierte Metallspielzeuge berücksichtigt worden. Während bei den übrigen Spielzeugen nur in neun von 136 untersuchten Proben eine Verletzung des Grenzwerts von 0,5 Mikrogramm je Quadratzentimeter (cm2) Spielzeug und Woche festgestellt wurde, war dies in 87 Prozent der getesteten Modellbausätze der Fall.

Die Verstöße fielen dem BfR zufolge zum Teil erheblich aus. So sei eine Freisetzung von bis zu 400 Mikrogramm pro cm2 festgestellt worden, also dem 800-fachen des Grenzwerts. Den spielenden Kindern drohe eine Kontaktallergie. Das BfR forderte die Bundesländer auf, künftig Metallspielzeuge bei der amtlichen Kontrolle stärker zu berücksichtigen.

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