Schamlos ausgenutzt

Münchner sucht im Netz nach der großen Liebe, schon beim ersten Date folgt das böse Erwachen

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Bei einem vermeintlichen Intenetdate wurde ein Mann in München ausgeraubt (Symbolbild).

Seine Erwartungen haben sich nicht erfüllt. Bei einem Internetdate wurde ein Mann aus München ausgeraubt. Durch Zufall konnte die Polizei die Täter schnappen.

München - Am Mittwoch, 06.02.2019, wurde ein 72-jähriger Rentner in seiner Wohnung in der Nymphenburger Straße in München durch drei ihm unbekannte Männer seines Bargeldes, seiner Armbanduhr, sowie seines Mobiltelefons beraubt. Der Rentner hatte sich zunächst über ein Internet-Dating mit einem der drei Täter, „Tobi“, zu einem konspirativen Treffen in seiner Wohnung verabredet. 

Unter einem Vorwand zog „Tobi“ zu diesem Treffen jedoch zwei weitere Männer hinzu. Kurz darauf raubten sie den Rentner  aus. Das Trio war unter anderem mit einem Teppichmesser bewaffnet. Nachdem die Täter die Wohnung in unbekannte Richtung verlassen hatten, verständigte der 72-Jährige über den Notruf die Polizei. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen am Tattag erfolglos. 

München: Mann sucht nach großer Liebe  - Trio raubt ihn bei Internetdate aus 

Am Dienstag, 18.02.2019, wurden durch Beamte der Polizeiinspektion 44 (Moosach), ein 17-jähriger und ein 16-jähriger Schüler, beide wohnhaft in München, wegen eines PKW-Diebstahls festgenommen. Dabei wurde bei dem 17-jährigen das Handy des 72-jährigen Rentners aus dem Raub vom 06.02.2019 aufgefunden.

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Im Rahmen der weiteren Ermittlungsarbeit konnte der Rentner nicht nur beide Schüler als Mittäter des Wohnungsraubes wiedererkennen, sondern es wurde auch der dritte Täter, ein ebenfalls 17-jähriger Münchner, überführt. Bei ihm wurde die Armbanduhr aufgefunden. Die drei Täter wurden mit Urteil des zuständigen Ermittlungsrichters der Justizvollzugsanstalt überstellt. 

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Mann bei Internetdate in München ausgeraubt: Polizei startet Zeugenaufruf

Es wird nicht ausgeschlossen, dass die Täter noch weitere Raubhandlungen in ähnlicher Art und Weise begangen haben und eventuelle Geschädigte keine Anzeige gemacht haben. 

Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, oder wohl möglich selber Opfer einer ähnlichen Straftat sind, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 23, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Ob harmloser Spaß oder kriminelle Absichten: Fakt ist, dass es bei der bekanntesten Dating-App Tinder viele Fake-Profile gibt. Aktuelles Beispiel: Zwei Jungs aus der britischen Stadt Derby haben dank eines Snapchat-Filters die Identität eines Mädchens angenommen. Unzählige Matches ergatterten sie bei Tinder von männlichen Verehrern.

Am Wochenende hat die Polizei in München ein weiterer Einsatz in Atem gehalten. Ein rücksichtsloser Porsche-Fahrer raste über die Landshuter Allee und tischte den Beamten dann eine dreiste Geschichte auf.

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