Polizei ermittelt

Mann konnte aus Lußsee gerettet werden - doch er verstarb kurz später im Krankenhaus

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Die Wasserwacht beim Einsatz im Lußsee.

Ein Mann drohte in einem Münchner See zu ertrinken. Taucher fischten ihn aus dem Wasser, Rettungskräfte kämpften um sein Leben. Nun folgt die schlechte Nachricht.

Update vom 8. Juli: Eine traurige Nachricht teilte die Polizei München am Montag mit. Der 35-Jährige aus Kiel, der am vergangenen Freitag noch vor dem Ertrinken im Lußsee gerettet werden konnte, verstarb im Krankenhaus. Warum der Iraker ins tiefere Wasser geraten war, ist nach wie vor unklar. 

Wasserwacht reanimiert Ertrinkenden - Was dabei passiert, ist einfach widerlich 

Erstmeldung vom 6. Juli: München - Dramatische Situation an einem Badesee in München: Wie die Kreiswasserwacht München mitteilt, schrillte am Freitagabend vor 18 Uhr am Lußsee der Alarm. Ein Mann, Mitte 30, wurde im Wasser vermisst. Die Einsatzkräfte rückten den Angaben zufolge mit einem Boot, drei Tauchern und mehreren Fahrzeugen zum Seeufer aus. Beim Eintreffen der Wasserwacht befand sich der bewusstlose Mann bereits unter Wasser, wo er innerhalb weniger Minuten von Schnorchlern entdeckt und geborgen wurde.

Da keine Atmung feststellbar war, reanimierten die Helfer sofort bis zum Eintreffen der Rettungskräfte und des Notarztes der Feuerwehr. Die schnelle Hilfe und die Wiederbelebungsmaßnahmen führten dazu, dass beim Patienten zum Zeitpunkt des Abtransportes durch den Helikopter, selbständiger Puls und Atmung feststellbar waren. 

Badeunfall im Lußsee: Gaffer filmt Reanimierung

Glück im Unglück für den Mann. Unfassbar dabei: Die hinzugerufene Polizei musste gegen Gaffer vorgehen. Der Vorfall wurde von mehreren Personen mit dem Handy gefilmt und fotografiert.Ein besonders dreister Badegast filmte sogar vom Wasser aus die Wiederbelebungsmaßnahmen des Opfers. 

Die Polizei hat Ermittlungen zur Identifizierung der Gaffer aufgenommen. Ihnen drohen Strafen zwischen 20 Euro und 1000 Euro. Das Fotografieren und Filmen einer hilflosen Person kann eine Freiheitsstrafe nach sich ziehen.

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In Tirol verletzte sich eine deutsche 26-Jährige beim sogenannten „Blobbing“. Sie wollte eine andere in die Luft schleudern, doch die Aktion ging nach hinten los. 

Ein Badeunfall ereignete sich auch Comer See: Nationalspielerin tot geborgen 

Ein anderes Drama gab es indes bei einem tödlichen Unfall in einem Badesee in Hannover, als ein 16-jähriger Junge plötzlich im Wasser verschwand.

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