Er starb im Februar

Kommunalwahl in Bayern: Partei tritt mit totem Kandidaten auf ihrer Liste an

Eine Partei hat auf ihrem Stimmzettel einen toten aufgelistet. (Symbolbild)
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Eine Partei hat auf ihrem Stimmzettel einen toten aufgelistet. (Symbolbild)

Die Kommunalwahl in Bayern rückt näher. Im fränkischen Gemünden ist es jetzt zu einem kuriosen Fall gekommen. Ein verstorbener Mann ist auf einem Stimmzettel aufgelistet.

  • Am 15. März findet in Bayern die Kommunalwahl statt.
  • In Franken ist es jetzt zu einem kuriosen Fall gekommen.
  • Auf einem Stimmzettel ist eine Person aufgelistet, die vor Kurzem verstorben ist.

Im unterfränkischen Gemünden steht bei der Kommunalwahl am 15. März ein toter Kandidat zur Wahl. Der am 7. Februar im Alter von 61 Jahren gestorbene Stadtrat Stefan Koberstein von der Freien Wählergemeinschaft werde sowohl bei der Stadrats- als auch bei der Kreistagswahl als Kandidat auf dem Wahlzettel stehen, sagte Kreiswahlleiter Thomas Urlaub vom Landratsamt Main-Spessart am Donnerstag. Zuvor hatte die Main-Post berichtet.

Toter Kandidat auf Stimmzettel für Kommunalwahl: Gesetz Grund für Auflistung

Grund sei das Gemeinde- und Landkreiswahlgesetz. Danach bleibe ein Kandidat auf dem Stimmzettel, wenn er innerhalb von 40 Tagen vor dem Wahltag stirbt, sagte Urlaub. Das sei hier der Fall. Zwar sei der Verstorbene nicht mehr wählbar, für ihn abgegebene Stimmen würden aber für die Liste gewertet, für die er aufgestellt war. Sie kommen den anderen Kandidaten der Liste entsprechend ihrer Rangfolge zugute.


Die AfD hat im Rahmen der Kommunalwahl für einen Skandal gesorgt: Sie setzte einen Alzheimer-Patienten und eine 96-Jährige als Kandidaten auf die Wahlliste.

Kurioser Fall in Franken: Toter Kandidat auf Liste - Fall ist nicht selten

Bayerns Vize-Landeswahlleiter Karsten Köhne vom Landesamt für Statistik sagte, es gebe keine bayernweite Erfassung der Todesfälle bei Kandidaten zur Kommunalwahl. „Bei rund 2000 Gemeinden mit etwa 40 000 Kandidaten im Freistaat ist die Wahrscheinlichkeit gar nicht so gering, dass dieser Fall eintritt“, meinte er.

Toter Kandidat auf Kommunalwahl-Stimmzettel: Szenario bei Bürgermeisterwahl anders

Anders verhält es sich, wenn ein Bürgermeister- oder Landratskandidat stirbt. Dann muss entweder ein Kandidat bis 40 Tage vor dem Wahltag nachnominiert werden - oder die Wahl wird verschoben. „Die Wahl des Bürgermeisters oder des Landrats ist eine reine Persönlichkeitswahl. Hier können die Wählerstimmen bei Tod eines Kandidaten nicht für eine Liste oder Gruppierung gewertet werden. Daher muss ein neuer Wahltermin angesetzt werden“, erklärte Kreiswahlleiter Urlaub.

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Bei der Kommunalwahl 2020 in Bayern gibt es die Möglichkeit, per Brief zu wählen. Hier erfahren Sie, wie die Briefwahl beantragt wird und wie sie abläuft.

Alle Informationen rund um die Kommunalwahl 2020 in Bayern finden Sie hier*

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