Grauenhafter Fund

Rätsel um drei erschossene Männer: Polizei veröffentlicht brutale Details

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Nachdem in Hattersheim die Leichen von drei Männern gefunden worden waren, liegt nun das Obduktionsergebnis vor. 

Nachdem in Hattersheim die Leichen von drei Männern gefunden worden waren, liegt nun das Obduktionsergebnis vor. Die Polizei veröffentlicht Details.

  • In Hattersheim wurden drei tote Männer gefunden
  • Die Polizei geht von Mord und Selbstmord aus
  • Die Männer sollen sich beruflich gekannt haben

Update vom Mittwoch, 08.04.2020, 11.42 Uhr: Nachdem am Freitag (03.04.2020) drei Männer in Hattersheim (Main-Taunus-Kreis) tot aufgefunden wurden, liegt nun der Obduktionsbericht vor. Die Details zur Bluttat zeichnen ein Bild äußerster Brutalität. 

Alle drei Männer sind erschossen worden. Der 44-Jährige wurde mit fünf Durchschüssen, der 51-Jährige wurde mit zwei Schüssen getötet. Der mutmaßliche Täter hat sich laut Polizei mit einem gezielten Kopfschuss selbst getötet. 


Auch zu den Hintergründen der Tat veröffentlichen die Ermittler nun erste Details. Der 51-Jährige war Geschäftsführer eines Unternehmens, der 44-Jährige einer seiner Subunternehmer. Der Subunternehmer soll die rumänische Staatsangehörigkeit besitzen, über die der anderen Toten wurde zunächst nichts bekannt. Der Schütze hatte den Angaben zufolge eine Metallwerkstatt und kannte seine beiden Opfer aus dem beruflichen Umfeld.

Rätsel um drei tote Männer in Hattersheim

Update vom Montag, 06.04.2020, 15.06 Uhr: Laut einem Bericht der "Bild" handelte es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen 57-jährigen Mann aus Kelsterbach. Er soll zunächst einen 51-Jährigen vor dem Büro eines Autohauses mit einem Kopfschuss getötet haben. Daraufhin habe er im Büro noch einem 44-Jährigen ebenfalls tödlich in den Kopf geschossen. Der mutmaßliche Täter soll die Tatwaffe dort liegen gelassen haben, bevor er sich auf der gegenüberliegenden Mainuferseite mit einer anderen Schusswaffe das Leben nahm. Die „Bild“ berichtet zudem, dass sich die Männer um die Nutzung des gemeinsamen Geländes gestritten haben sollen. 

Update vom Montag, 06.04.2020, 14.19 Uhr: Die genauen Gründe für die Bluttat in Hattersheim sind weiterhin nicht geklärt. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt sagte, sollten die drei Toten noch am Montag obduziert werden. Zudem wollen die Ermittler herausfinden, ob der mutmaßliche Schütze die Tatwaffe legal besaß. 

Am Freitag (03.04.2020) waren am Main drei männliche Leichen gefunden worden, die Polizei geht von einem Tötungsdelikt unter Bekannten aus. Die Männer sollen sich laut Staatsanwaltschaft aus dem beruflichen Umfeld gekannt haben. 

Drei tote Männer in Hattersheim: Durfte Schütze die Waffe besitzen?

Nach Informationen unserer Redaktion soll es sich bei einem der drei Toten um den Geschäftsführer des Betoninstandhaltungsunternehmens aus Hattersheim handeln, auf dessen Gelände zwei der Leichen gefunden wurden. Ein weiterer der drei Toten soll ein Angestellter der Firma gewesen sein. 

Als gesichert gilt, dass der Mann aus Bischofsheim, der an der Eddersheimer Schleuse gefunden wurde, erst die beiden Männer auf dem Firmenareal und dann sich selbst getötet hat.

Nachdem in Hattersheim die Leichen von drei Männern gefunden worden waren, liegt nun das Obduktionsergebnis vor. 

Ob es sich um Geldforderungen, um die Rache eines Mitarbeiters oder ehemaligen Mitarbeiters oder aber um eine Tat im Affekt handelt, ist noch nicht klar. Eventuell kann die Auswertung von Unterlagen oder Gesprächsaufzeichnungen in der Firma neue Informationen zutage bringen.

Bluttat in Hattersheim: Einer der Toten war Geschäftsführer

Update vom Samstag, 04.04.2020, 10.33 Uhr: In Hattersheim wurden am Freitag (03.04.2020) drei Tote entdeckt. Die Polizei ging davon aus, dass einer der Männer erst die anderen und dann sich selbst erschossen hatte. 

Auf Anfrage teilte die Polizei Wiesbaden mit, dass am Freitag in Hattersheim viele Ermittlungsansätze verfolgt wurden. In Kombination mit einer Zeugenbefragung konnte der bereits geschilderte Tathergang weitestgehend verifiziert werden, sagte ein Sprecher der Polizei. Das Verfahren sei jetzt von der Staatsanwaltschaft übernommen worden, daher mache die Polizei keine weiteren Angaben zur Tat. Gegenüber der dpa gab ein Sprecher der Polizei zu, es habe „Unstimmigkeiten“ zwischen den drei Männern gegeben.

Update vom Freitag, 03.04.2020, 19.35 Uhr: Die Polizei hat inzwischen neue Details zu den Ereignissen um die drei Toten bekannt gegeben, die am Freitag in Hattersheim gefunden wurden.

Demnach haben Zeugen gegen 14.15 Uhr in der Ankerstraße in Hattersheim „schussähnliche Geräusche“ gehört. Die Zeugen fanden kurz darauf im Eingang eines Firmengebäudes einen 51-Jährigen aus Frankfurt. Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Drei Tote: Hintergründe der Tat in Hattersheim werden ermittelt

Als Einsatzkräfte der Polizei das Gebäude absuchten, fanden sie dann den leblosen Körper eines 44-Jährigen aus Eddersheim. Auch er war erschossen worden.

Kurz darauf fand ein weiterer Zeuge einen toten 57-Jährigen an der Eddersheimer Schleuse. Derzeit geht die Polizei davon aus, dass dieser Mann erst die beiden anderen und dann sich selbst getötet hat.

Zu den Hintergründen der Tat wird noch ermittelt. Die Polizei bittet alle, die Angaben zu dem Vorfall machen können, sich unter der Nummer 06192 / 20790 an die Kriminalpolizei zu wenden.

Tote in Hattersheim gefunden: SEK im Einsatz - Polizei ermittelt

Erstmeldung vom Freitag, 03.04.2020, 17.41 Uhr: Hattersheim - In Hattersheim wurden am Freitagnachmittag drei tote Männer gefunden. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. 

Der Täter soll sich nach aktuellem Kenntnisstand der Polizei unter den Toten befinden. Zwei Männer wurden im Hattersheimer Stadtteil Eddersheim gefunden. Ein weiterer Toter wurde auf dem Gebiet der Stadt Kelsterbach bei der Eddersheimer Schleuse aufgefunden. Auch ein Sondereinsatzkommando (SEK) war im Einsatz.

Polizei: Tote in Hattersheim standen in Bezug zueinander

Nach aktuellem Ermittlungsstand sei klar, dass eine Vorbeziehung zwischen den drei Toten bestanden habe, erklärte ein Polizeisprecher. In welcher Art von Beziehung die drei Personen zueinander gestanden haben, sei aber noch nicht klar und Gegenstand laufender Ermittlungen.

Am Freitagabend dauerten die kriminaltechnischen Untersuchungen des Tatorts noch an. Es wurde eine Spurensicherung durchgeführt und der weitere Tathergang ermittelt. Die Polizei kündigte an, noch am Abend eine Mitteilung zu den Geschehnissen zu veröffentlichen.

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. 

Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bei Depressionen und anderen psychischen Notfall-Situationen gibt es außerdem unterwww.deutsche-depressionshilfe.de. Hilfe bietet auch der Krisendienst Frankfurt unter 069-611375. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.bsf-frankfurt.de.

Ende Februar brannte es in einem Hochhaus in Hattersheim. Vier Menschen wurden verletzt. Laut Feuerwehr kommt es in dem Gebäude öfters zu Bränden.

Auf dem Friedhof in Hattersheim machten Naturschützer einen überraschenden Fund: sechs Gartenschläfer in einem Nistkasten. Europaweit geht der Bestand der Tiere zurück - in der Rhein-Main-Region kommen sie jedoch noch zahlreich vor.

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