Täter soll Opfer in Dortmund schon öfter schikaniert haben

Mann tritt kleinwüchsigen Ibrahim D. tot: „Ich sah, wie der Täter mehrmals zutrat"

Dortmund - In der Nacht von Freitag auf Samstag, 16. Mai, kam es in Nordrhein-Westfalen zu einer brutalen Gewalttat. Ein Kleinwüchsiger wurde auf offener Straße zu Tode getreten. 

Ibrahim D. (41) war auf dem Heimweg von seiner Mutter, als er auf einer Straße in Dortmund getötet wurde. 


Der kleinwüchsige Kurde machte noch Halt bei seinem Stammkiosk, bevor er wenig später von einem Mann brutal zu Tode getreten wurde.

Dortmund: Kleinwüchsiger liegt leblos am Boden 

Gegen 1 Uhr wurde der 1,42 Meter große Mann leblos auf der Straße liegend von Zeugen aufgefunden. Er starb trotz zeitnaher Alarmierung des Rettungsdienstes vor Ort.


„Ich sah von weitem, wie der Täter mehrmals zutrat, als der kleine Mann schon auf dem Boden lag“, schilderte ein Anwohner, der auch den Notruf wählte, gegenüber bild.deEine Obduktion hatte die Hinweise auf eine Gewalttat bestätigt

Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Mittlerweile konnte ein 39-jähriger dringend Tatverdächtiger festgenommen werden, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Montagmorgen mitteilte. Durch Zeugenhinweise konnte der Tatverdächtige ermittelt werden. Geholfen hat offenbar ein Zeugenaufruf in den sozialen Medien. Ibrahims Bruder Serhat (32) hatte bei Facebook und Instagram um Hilfe gebeten.

Der mutmaßliche Täter habe sich im Laufe der Ermittlungen gestellt, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Am Montag werde über einen Antrag auf Erlass eines Haftbefehls entschieden.  

Es gebe Anzeichen auf einen Streit im Vorfeld, heißt es weiter. Offenbar hätten sich der 39-Jährige und der Tote gekannt. 

"Täter hatte mit der ganzen Straße Probleme"

Der Täter hatte wohl mit der ganzen Straße ein Problem", erklärte Bruder Serhat. Der 39-Jährige habe seinen Bruder wegen dessen Kleinwüchsigkeit des Öfteren schon schikaniert. 

Es gebe aber bisher keine Anhaltspunkte, ob das eine Rolle bei der Tat gespielt habe, führte die Staatsanwaltschaft weiter aus. Der Tathergang sei bislang unklar.

Zuvor wurde bereits ein 32-Jähriger zwischenzeitlich festgenommen. Der Verdacht gegen den Mann erhärtete sich aber nicht. 

Bruder des Opfers bedankt sich für Mithilfe

In einem neuen Facebook-Beitrag schreibt Serhat: „Auf diesem Wege möchte ich mich im Namen meiner Familie sehr bei euch bedanken. Bei jedem meiner Mitmenschen, dank der Hilfe jedes einzelnen von euch, konnten wir den Mörder meines Bruders mit hundertprozentiger Sicherheit ermitteln und an die Polizei übergeben.“

mz/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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