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News-Ticker

Corona in Deutschland: RKI-Zahlen trügerisch - Abi-Absage? Lehrergewerkschaft nennt mögliche Alternative

Die Corona-Fallzahlen in Deutschland sind weiter auf hohem Niveau. Lässt sich das Infektionsgeschehen mit einem harten Lockdown bremsen? Zweifel an einem normalen Abi 2021 werden laut. Alle Infos im News-Ticker.

  • Corona in Deutschland: Die 7-Tage-Inzidenz* liegt weiter über 100. Über Ostern gehen die Infektionszahlen nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) kaum zurück.
  • Corona-Abitur 2021? Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) spricht sich für ungewöhnlichen Weg aus (Update vom 5. April, 8.43 Uhr).
  • SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert einen härteren Lockdown als vor einem Jahr (siehe Update vom 3. April, 21.50 Uhr)
  • Dieser News-Ticker zum Thema Corona in Deutschland ist beendet. Hier finden Sie die Fortsetzung ab dem 5. April.

Update vom 5. April, 10.52 Uhr: Die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen steigt. Erstmals seit zwei Monaten müssen wieder mehr als 4.000 Corona-Patienten intensivmedizinisch behandelt werden.

Wegen Corona-Pandemie Gewerkschaft bringt Verzicht von Abitur-Prüfungen ins Gespräch

Update vom 5. April, 8.43 Uhr: Abitur in Corona-Zeiten war schon vergangenes Jahr eine echte Herausforderung für Schüler:innen und Lehrer:innen. Bald steht das Corona-Abi 2021 an. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert, wegen der Corona-Pandemie die Abiturprüfungen in diesem Jahr notfalls ausfallen zu lassen. „Sollte das Infektionsgeschehen so dramatisch ansteigen, wie die dritte Welle in anderen europäischen Nachbarstaaten befürchten lässt, müssen die Länder flexibel reagieren und von Prüfungen absehen“, sagte GEW-Chefin Marlis Tepe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

„Dann könnten zum Beispiel die Leistungen aus dem Unterricht zur Grundlage der Notengebung gemacht werden“, sagte Tepe. „Die GEW hat sich sehr dafür eingesetzt, dass die Kultusministerinnen und -minister erklärt haben, die Abiture mit verschiedenen Prüfungsformaten gegenseitig anzuerkennen.“ Diese Erklärung müsse eingehalten werden, sollten Prüfungen pandemiebedingt ausfallen müssen. Das Abitur 2021 brauche die volle Anerkennung und Wertschätzung.

RKI registriert fast 8.500 Neuinfektionen in Deutschland

Update vom 5. April, 6.56 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 8497 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 50 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Montagmorgen hervor. Vor genau einer Woche wurden noch 9.872 Neuinfektionen und 43 neue Todesfälle verzeichnet. Das RKI weist darauf hin, dass rund um die Osterfeiertage vielerorts meist weniger Tests gemacht und gemeldet werden. Zudem könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln. Die berichteten Fallzahlen dürften dadurch niedriger ausfallen und nur eine eingeschränkte Aussagekraft haben.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 128,0. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 127,0 an, vor drei Wochen mit 82,9.

Seit Beginn der Pandemie zählte das RKI 2.893.883 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.581.500 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 77.013.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Sonntagnachmittag bei 0,97 (Vortag: 1,02). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 97 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Scharfe Kritik von Christian Drosten an der Corona-Politik

Update vom 4. April, 22.15 Uhr:  „Es fehlt aktuell schlicht an gezielteren Werkzeugen.“ Virologe Christian Drosten hat die Coronavirus-Politik in Deutschland erneut deutlich gerügt.

„Dabei hat es seitens der Wissenschaft viele gute Vorschläge gegeben, aus denen man diese hätte entwickeln können – für die Schulen und Arbeitsstätten, für den Nahverkehr oder für das private Umfeld“, sagte der Wissenschaftler der Berliner Charité der Bild am Sonntag.

Seiner Meinung nach könne die dritte Corona-Welle in Deutschland noch gebrochen werden. „Dazu werden wir aber leider um einen ernsthaften Lockdown nicht herumkommen. Wir müssen die Kontakte deutlich reduzieren und Infektionsketten dadurch unterbrechen“, erklärte Drosten. Er fordert einen weiteren harten Lockdown in der Bundesrepublik.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Ordnungsamt räumt 60. Geburtstag in Köln

Update vom 4. April, 19.15 Uhr: Zu heftig gefeiert - und dabei gegen die Corona-Regeln verstoßen - wurde am Abend des Karfreitag (2. April) in Köln-Ehrenfeld.

So rückte das Ordnungsamt der Rheinmetropole wegen einer Geburtstagsfeier an, bei der 40 Personen vorgefunden wurden. Davon berichtet der Kölner Express. Demnach soll es sich um einen 60. Geburtstag gehandelt haben.

Markant: Als das Ordnungsamt kam, weigerten sich die Feiernden zunächst offenbar, die Tür zu öffnen. Deswegen mussten die Ordnungshüter einen Schlüsseldienst rufen, woraufhin die große Feiergruppe entdeckt wurde. Keine „stille Ostern“ in Köln-Ehrenfeld, und das mitten in der Coronavirus-Pandemie.

Update vom 4. April, 18.50 Uhr: Deutschland stuft nach Frankreich, Tschechien und Polen auch Nachbar Niederlande in der Coronavirus-Pandemie als Hochinzidenzgebiet ein. Das hat erhebliche Auswirkungen auf den Grenzverkehr aus NRW.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: 12 Prozent haben eine Corona-Erstimpfung erhalten

Update vom 4. April, 18.25 Uhr: Obwohl etliche Impfzentren zumindest teilweise über Ostern zumachen, wird mancherorts auch über die Feiertage gegen das Coronavirus verimpft. Schließlich gibt es keine Zeit zu verlieren - eigentlich nicht.

Denn noch immer ist das Tempo in der Impfkampagne zäh. Laut Impfdashboard des Bundesgesundheitsministeriums, Stand 4. April, wurden am Karfreitag (2. April) bundesweit 216.951 Impfdosen verabreicht.

Corona-Impfungen in DeutschlandStand 2. April 2021 (letzte Aktualisierung)
mindestens Erstgeimpfte: 12,1 % der Bevölkerung
verabreichte Corona-Impfdosen:14.374.088
verabreichte Impfdosen an Karfreitag (2. April):216.951
Bundesland mit höchster Impfquote (Erst- und Zweiimpfung):Sachsen (6,4 %)

Update vom 4. April, 17.40 Uhr: Wenige Corona-Infizierte stecken viele Menschen mit dem Coronavirus an. Diese These vertritt in der Covid-19-Pandemie in Deutschland* ein Wissenschaftler aus Stuttgart.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Längst nicht alle Corona-Impfzentren haben auf

Update vom 4. April, 17 Uhr: Vielerorts sind in der Coronavirus-Pandemie zu Ostern die Impfzentren* dicht. Dabei stünden in Deutschland Millionen Astrazeneca-Impfdosen bereit.

Update vom 4. April, 14.10 Uhr: Die wichtigsten Corona-Regeln wie Abstand, Hygiene und Schutzmasken gelten auch für vollständig Geimpfte weiterhin. Darauf weist Jens Spahn hin. „Denn sowohl der tagesaktuelle Test als auch die vollständige Impfung reduzieren das Infektionsrisiko zwar deutlich, aber sie geben keine hundertprozentige Sicherheit davor, andere zu infizieren“, sagte der Gesundheitsminister der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Corona: Spahn kündigt mehr Freiheiten für Geimpfte an - RKI relativiert sinkende Zahlen

Update vom 4. April, 7.29 Uhr: Wer gegen das Coronavirus geimpft ist, soll nach Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bald Freiheiten zurückbekommen. „Wer vollständig geimpft wurde, kann in Zukunft wie jemand behandelt werden, der negativ getestet wurde“, sagte Spahn der Bild am Sonntag (BamS).

Hintergrund sei eine Analyse des Robert-Koch-Instituts (RKI), wonach die Test- und Quarantänepflicht für vollständig Geimpfte zügig aufgehoben werden könne, berichtet das Blatt.

Wenn die dritte Welle der Corona-Pandemie gebrochen sei und weitere auf Schnelltests beruhende Öffnungsschritte wie beim Einzelhandel gegangen würden, käme diese Grundsatzentscheidung zum Tragen. „Wer geimpft ist, kann ohne weiteren Test ins Geschäft oder zum Friseur“, sagte Spahn. Zudem müssten nach Einschätzung des RKI vollständig Geimpfte auch nicht mehr in Quarantäne.

Spahn will mehr Freiheiten für Corona-Geimpfte: „Werden Erkenntnisse zeitnah in die Praxis bringen“

Grundlage für die Pläne sei eine Auswertung jüngster wissenschaftlicher Erkenntnisse durch das RKI, schreibt das Blatt. In einem ihm vorliegenden Bericht an das Bundesgesundheitsministerium heiße es: „Nach gegenwärtigem Kenntnisstand ist das Risiko einer Virusübertragung durch Personen, die vollständig geimpft wurden, spätestens zum Zeitpunkt ab dem 15. Tag nach Gabe der zweiten Impfdosis geringer als bei Vorliegen eines negativen Antigen-Schnelltests bei symptomlosen infizierten Personen.“

Der Bericht wurde laut BamS am Samstag an die Bundesländer verschickt. Die Ministerpräsidentenkonferenz hatte das RKI um eine Analyse gebeten, ob und wann die Einbeziehung Geimpfter in Testkonzepte "möglicherweise obsolet" wird.

Spahn will die Test- und Quarantänebefreiung für Geimpfte zügig in den nächsten Wochen umsetzen. „Wir werden diese Erkenntnisse nun zeitnah in Gesprächen mit den Ländern in die Praxis bringen“, sagte der Minister dem Blatt.

Corona-Zahlen sinken über Ostern - RKI weist auf weniger Tests wegen Feiertagen hin

Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) sind für gestern 12.196 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 68 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 17.176 Neuinfektionen und 90 neue Todesfälle verzeichnet. Das RKI weist darauf hin, dass rund um die Osterfeiertage meist weniger Tests gemacht und gemeldet werden. Zudem könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln. Das kann zur Folge haben, dass die vom RKI berichteten Fallzahlen eine eingeschränkte Aussagekraft haben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Sonntagmorgen bundesweit bei 127,0. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 131,4 angegeben, vor drei Wochen mit 79,1.

Corona: Lauterbach fordert „härteren Lockdown als vor einem Jahr“ - Hunderte Touristen aus Bundesland verwiesen

Update vom 3. April, 21.50 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich auf seinem Twitter-Account erneut für einen härteren Lockdown in Deutschland ausgesprochen. Als Grund nannte er die Ausbreitung der britischen Virus-Variante B.1.1.7. Die Quelle der Infektion könne bei der Virus-Variante meist nicht ausgemacht werden.

Zudem genügen wohl auch bereits flüchtige Begegnungen für eine Ansteckung. „Daher hilft wahrscheinlich nur ein härterer Lockdown als vor einem Jahr“, erklärt Lauterbach auf Twitter.

Corona in Deutschland: Hunderte Touristen aus Mecklenburg-Vorpommern verwiesen

Update vom 3. April, 18.15 Uhr: Im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern hat die Polizei fast 350 Personen wegen verbotener touristischer Einreisen des Landes verwiesen. Am Karfreitag seien demnach 343 Menschen in 189 Fahrzeugen von der Polizei dazu aufgefordert worden, das Bundesland wieder zu verlassen.

Sie konnten laut dpa keinen triftigen Grund für ihren Aufenthalt nennen. Das teilten die Polizeipräsidien Rostock und Neubrandenburg mit. Aufgrund der Corona-Pandemie sind touristische Aufenthalte - und damit auch Tagesausflüge - im Nordosten nicht gestattet. Der Besuch der Kernfamilie, also etwa Eltern und Kinder, ist hingegen weiterhin erlaubt.

Corona in Deutschland: Hausärztechef für langsame Abkehr von Impf-Priorisierungsliste

Update vom 3. April, 8.24 Uhr: „Wir werden bald nicht mehr so sehr auf Zahlen, sondern zunehmend auf die Gesundheit der Menschen schauen müssen“: Hausärztechef Ulrich Weigeldt hält bei steigenden Impfstofflieferungen eine langsame Abkehr von der bisherigen Priorisierungsliste für sinnvoll. „Die Priorisierung war und ist eine gute Leitlinie für die Ärztinnen und Ärzte, solange der Impfstoff noch in geringen Mengen verfügbar ist“, sagte er der Rheinischen Post vom Samstag.

Bisher ist vor allem das Alter ein zentrales Kriterium bei der Impfreihenfolge. Nur besonders schwerwiegende Vorerkrankungen werden berücksichtigt. Zudem werden bestimmte Berufsgruppen wie Rettungssanitäter oder Erzieherinnen früher geimpft.

„Ein Mann von 69 Jahren mit Hypertonus und Diabetes sollte vielleicht eher die Impfung erhalten als eine 72-jährige Triathletin“, führte Weigeldt im Gespräch mit der Zeitung aus. Sobald die vorhandene Impfstoffmenge ein bestimmtes Maß überschritten habe, müsse es zudem darum gehen, schnellstmöglich alle Impfwilligen zu immunisieren.

RKI meldet aktuelle Corona-Zahlen für Deutschland: Mehr als 18.000 Neuinfektionen

Update vom 3. April, 8.12 Uhr: 18.129 neue Corona-Ansteckungsfälle sowie 120 weitere Todesfälle an oder mit Covid-19 hat das Robert-Koch-Institut (RKI) an diesem Samstagmorgen gemeldet. Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 20.472 Neuinfektionen und 157 neue Todesfälle verzeichnet.

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz verringerte sich den Angaben zufolge im Vergleich zum Vortag leicht von 134,0 auf 131,4. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie erhöhte sich nach Angaben des RKI auf 2.873.190. Insgesamt 76.895 Infizierte starben.

Corona in Deutschland: Verwaltungsgericht Hannover gibt Eilanträgen statt

Update vom 2. April, 22.40 Uhr: Nachdem das Verwaltungsgericht Hannover mehreren Eilanträgen gegen die Corona-Ausgangsbeschränkungen stattgegeben hat, reagierte die Region Hannover noch am Freitagabend. Sie kündigte an, gegen die Entscheidung beim Oberverwaltungsgericht in Lüneburg Beschwerde einzulegen.

Update vom 2. April, 20.50 Uhr: Das Verwaltungsgericht Hannover hat mehreren Eilanträgen gegen Corona-Ausgangsbeschränkungen in der Region der niedersächsischen Landeshauptstadt stattgegeben. Damit sei die Pflicht der Antragsteller ausgesetzt, die Beschränkungen zu beachten, teilte das Gericht am Freitagabend mit. Alle anderen müssen sich weiterhin daran halten. In der Region Hannover ist das Verlassen der eigenen Wohnung derzeit zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens nur mit triftigem Grund gestattet.

Nach Auffassung des Gerichts ist dieser Eingriff in die Grundrechte nicht vom Infektionsschutzgesetz gedeckt, das sehr hohe Anforderungen an die Rechtfertigung solcher Maßnahmen stelle. Die Region habe „insbesondere nicht hinreichend dargelegt, dass der Verzicht auf Ausgangsbeschränkungen zu einer wesentlichen, im Umfang der Gefahrenrealisierung gewichtigen Verschlechterung des Infektionsgeschehens führen würde“, so das Gericht.

Corona in Deutschland: Drosten fordert „ernsthaften Lockdown“

Update vom 2. April, 17.40 Uhr: „Wir werden um einen ernsthaften Lockdown nicht herumkommen“, sagte Christian Drosten gegenüber dem Spiegel. Der Virologe der Berliner Charité hält einen erneuten Lockdown für unausweichlich, das machte er bereits in der neuesten Folge seines Podcasts* deutlich.

Man habe in Paris und London gesehen, dass ein Teil-Lockdown gegen die aggressivere Virus-Variante nicht greife. „Die Inzidenz ist dort immer weiter gestiegen wie auch die Zahl der schweren und oft auch tödlichen Krankheitsverläufe“, erklärte Drosten. In deutschen Großstädten bestehe noch die Chance, das zu verhindern. „Dazu ist jetzt aber politisches Handeln und auch die Unterstützung möglichst vieler Menschen notwendig“, so der eindringliche Appell des Virologen.

Corona in Deutschland: Virologin Brinkmann mit heftigem Vorwurf an die Politik

Die Braunschweiger Virologin Melanie Brinkmann warnte, wenn alles so weiterlaufe wie bisher, „wird jeder in seinem ganz direkten Umfeld Menschen kennen, die im Krankenhaus waren, gestorben sind, unter Langzeitschäden leiden“. Auf die Warnungen der Wissenschaft sei vonseiten der Politik nicht früh genug reagiert worden.

„Wir könnten jetzt schon bei Zehner-Inzidenzen sein, wenn die Politiker bei der Bund-Länder-Konferenz im Januar ernst genommen hätten, was wir ihnen gesagt haben“, so der Vorwurf von Brinkmann. Innerhalb von vier Wochen bekomme man die Zahlen massiv runter, wenn die Menschen kaum Kontakte hätten. „Je stärker alle auf die Bremse treten, desto kürzer währt der Lockdown“, erklärte Brinkmann dem Spiegel.

Corona in Deutschland: Umfrage mit deutlichem Ergebnis - 48 Prozent wollen schärferen Lockdown

Erstmeldung vom 2. April: Berlin - Das zweite Osterfest, an dem in Deutschland Corona-Regeln gelten, ist da. Auch in diesem Jahr werden große Familientreffen oder auch Restaurantbesuche nicht möglich sein - aufgrund der Sorge vor Ansteckungen, auch bedingt durch die Corona-Mutationen*, gelten weiterhin Maßnahmen zur Eindämmung des Virus*.

Wie das in der Bevölkerung ankommt? Aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungs-Instituts Infratest Dimap für den ARD-Deutschlandtrend geht hervor, dass wieder deutlich mehr Menschen in Deutschland sogar eine Verschärfung der Corona*-Maßnahmen befürworten würden. 48 Prozent der Befragten stimmten für härtere Maßnahmen*. Im Vergleich zu Mitte März sind das 16 Prozent mehr und im Vergleich zu Anfang März sogar 28 Prozent mehr.

Corona in Deutschland: Mehrheit der Menschen plant an Ostern nicht einmal Tagesausflüge

24 Prozent der Deutschen halten die Regelung dagegen für zu streng. Als angemessen erachten ebenso viele Menschen die geltenden Maßnahmen. Mit dem Krisen-Management in der Bundesrepublik ist allerdings nur noch jeder Fünfte in Deutschland zufrieden.

Dass auch die Reise- und Ausflugslust der Deutschen durch die aktuelle Situation deutlich gedämpft und durch die Maßnahmen natürlich auch erschwert ist, zeigt eine weitere Erhebung. Eine deutliche Mehrheit will an Ostern nicht wegfahren - das geht aus einer Umfrage der Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. 60 Prozent gaben dabei an, dass sie an dem langen Wochenende noch nicht einmal einen Tagesausflug planen. 10 Prozent wollen im Inland verreisen, etwa um Verwandte oder Freunde zu besuchen, weitere 2 Prozent wollen ins Ausland.

Ein beliebtes Urlaubs-Ziel für deutsche Reisende gilt im Übrigen ab diesem Samstag (3. April) als Corona-Risikogebiet. Die Risikoliste für Urlauber wurde erneuert.

Aktuelle Corona-Zahlen für Deutschland: Inzidenz konstant - Wert bleibt weiter über 100

Unterdessen sind in der Bundesrepublik innerhalb eines Tages fast 22.000 Corona*-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Robert Koch-Institut* (RKI) am Freitagmorgen (2. April) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 21.888 neue Ansteckungsfälle registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz blieb nahezu konstant. Sie verringerte sich im Vergleich zum Vortag minimal von 134,2 auf 134,0, heißt es weiter. Zum Vergleich: vor einer Woche wurden am Freitag (26. März) vom RKI 21.573 Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zu diesem Zeitpunkt bei 119.1.

An diesem Freitag (2. April) meldete das RKI außerdem 232 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie erhöhte sich den Angaben zufolge auf 2.855.061. Insgesamt 76.775 Infizierte starben. (nema mit dpa)*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Felix Kästle/dpa

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