Jugendlicher ruft selbst die Polizei

17-Jähriger gesteht Doppelmord: Neue Details zu Familiendrama in Böblingen

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Ein Fahrzeug eines Bestattungsunternehmens steht vor einem Haus mit verschiedenen Wohnungen. Nach Polizeiangaben soll ein Jugendlicher in der Nacht zum Dienstag seine Mutter und Großmutter dort umgebracht haben.

Grausamer Verdacht in Böblingen: Ein 17 Jahre alter Jugendlicher soll seine Mutter und seine Oma getötet haben. Nun kommen weitere erschreckende Details ans Licht. 

Update 12. Dezember, 18.32 Uhr: Der mutmaßliche Doppelmörder von Böblingen sitzt in Untersuchungshaft: Gegen den 17-Jährigen, der seine 38 Jahre alte Mutter und seine 61-jährige Großmutter mit einem Küchenmesser erstochen haben soll, erließ ein Richter am Mittwoch nach Ermittlerangaben Haftbefehl wegen zweifachen Mordes. Der Jugendliche wurde in eine Justizvollzugsanstalt überstellt.

Update 12. Dezember, 13.45 Uhr: Ein 17 Jahre alter Jugendlicher soll in der Nacht von Montag auf Dienstag seine eigene Mutter und seine Oma mit einem Küchenmesser getötet haben. Wie die Bild nun erfahren haben will, sei der Notruf, den der Jugendliche selbst tätigte, gegen 2.40 Uhr in der Nacht in der Notrufzentrale eingegangen. Auch am Tag nach der Tat ist die Frage nach dem Motiv noch nicht zweifelsfrei geklärt. Wie Bild jedoch erfahren haben will, sei dem Angriff auf die beiden Frauen ein Streit vorangegangen. Demnach hätte der 17-Jährige seine Mutter zuerst beleidigt und danach geschlagen.

Wie die Bild ebenfalls berichtet, hätten sich die beiden Opfer mit dem potentiellen Täter über dessen Drogensucht gestritten, eine Tatwaffe sei auf dem Balkon der Wohnung gefunden worden. Die Drogensucht des Jungen sei in den letzten Jahren immer intensiver geworden, der Realschüler soll sogar Geld aus der Klassenkasse gestohlen haben, um seinen Drogenkonsum finanzieren zu können. Die beiden Geschwister (drei und 14 Jahre alt) des vermeintlichen Täters kamen in die Obhut des Jugendamts. 

17-jähriger Tatverdächtige tötet Mutter und Oma mit Küchenmesser

Update 11. Dezember, 16.37 Uhr: Warum ein 17-Jähriger seine Mutter (38) und Großmutter (61) mit einem Küchenmesser getötet hat, ist noch unklar. Die Kriminalpolizei geht derzeit nach eigenen Angaben von einem „familiären Hintergrund aus“, doch die Ermittlungen dauerten noch an, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Der Jugendliche soll demnach am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden. Auch die Obduktion der Opfer sei für Mittwoch anberaumt.  

Update 11. Dezember, 14.59 Uhr: Die beiden in einem Mehrfamilienhaus in Böblingen getöteten Frauen sind nach ersten Erkenntnissen erstochen worden. Dringend tatverdächtig ist der 17 Jahre alte Sohn beziehungsweise Enkel der beiden 38 und 61 Jahre alten Opfer. Er habe den Ermittlungen zufolge in der Nacht zum Dienstag mit einem Küchenmesser mehrfach auf die Frauen eingestochen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Der Jugendliche - ein Deutscher mit russischen Wurzeln - rief demnach selbst die Polizei. Diese entdeckte die Opfer in der Wohnung. Der Teenager habe sich widerstandslos festnehmen lassen.

Die Ursprungsmeldung von Dienstagmorgen

Böblingen - Erst 17 Jahre alt ist der Verdächtige, der in Böblingen nahe Stuttgart seine Mutter und seine Großmutter getötet haben soll. Der Jugendliche selbst habe in der Nacht zum Dienstag die Polizei gerufen und angegeben, er habe die Frauen umgebracht, wie die Polizei mitteilte.

Böblingen: Tote Frauen in Wohnung gefunden

In der Wohnung der Familie seien die leblosen Frauen gefunden worden. Dabei handelt es sich nach Angaben des Polizeipräsidiums Ludwigsburg „mit hoher Wahrscheinlichkeit um die Mutter und Großmutter des Jugendlichen“.

Böblingen: Polizei nimmt 17-Jährigen fest

Der junge Mann ließ sich demnach widerstandslos festnehmen. Weder der Grund für die Tat, noch wie die beiden Frauen zu Tode kamen, seien bisher geklärt.

Sowohl bei dem Täter als auch bei den beiden Frauen handelt es sich laut Polizei um Deutsche.

Video: Immer wieder kommt es zu Mord in Familien 

Ein anderes grausames Verbrechen hat sich in Köln-Weiden ereignet. Rettungskräfte haben dort am Montagmorgen ein zweijähriges Mädchen tot in einer städtischen Unterkunft gefunden.

va

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