Am Bahnsteig in Wolfratshausen

Rollstuhlfahrer (20) wird trotz Blickkontakt mit Lokführer zurück gelassen

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Wolfratshausen - Chris K. ist 22 Jahre alt und wollte mit dem Zug seine Freunde in München besuchen. Was er aber am Bahnsteig in Wolfratshausen erlebt, ist mehr als dreist. Trotz Blickkontakt mit dem Schaffner schließt dieser vor seinen Augen die Türen und beginnt die Fahrt ohne ihn. 

Obwohl der Zug nach München um 19.24 Uhr abfahren wollte, stand die S7 um halb Acht noch am Gleis. Also beschließt Chris noch diese Bahn zu nehmen um zu seinen Freunden nach München zu kommen. Seine Mutter schiebt in in Richtung Wagon 1, als der Lokführer Blickkontakt zu den beiden aufnimmt, in den Zug einsteigt und die Türen sich schließen. Mutter und Sohn reagieren auf diese Aktion. "Halt, Stop! Wir wollen noch mit". Doch nur wenige Augenblicke später fährt die S-Bahn davon, berichtet unserPartnerportal tz.de.

Chris ist von dem Verhalten des Lokführers entsetzt. "Außerdem hat er uns gehört und gesehen. Kundenfreundlichkeit sieht anders aus. Sowas ist mir noch nie passiert."

Die Bahn hat eine Erklärung für dieses Verhalten

Es habe sich um ein Missverständnis gehandelt, erklärt die Bahn gegenüber unserem Partnerportal. Man würde niemals jemanden absichtlich am Bahnsteig zurücklassen. „Im Gegenteil, uns tut es immer sehr leid, wenn wir aufgrund strikter Arbeitsabläufe Menschen am Gleis nicht mehr mitnehmen können.“ 

Auslöser für diese unglückliche Situation sei die Verspätung der S7 gewesen. Deshalb hätte der Lokführer den Befehl zur Abfahrt erhalten. Ein wiederholtes Öffnen der Tür sei so nicht mehr möglich gewesen. Trotzdem möchte sich die Bahn höflichst entschuldigen und sich auch bei Chris persönlich melden. 

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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