Exklusiver Wetterbericht für die Region

Kälterekorde im April: Jetzt folgt Regen - wann kommt endlich der Frühling?

Wetter (Symbolbild)
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Wetter (Symbolbild)

Die letzten Apriltage sind angebrochen und am Wochenende geht es schon wieder auf in den Mai. Obwohl es in den vergangenen Tagen häufiger sonnig war, reicht der April 2021 aber nicht an die fast 300 Sonnenstunden vom letzen Jahr ran. Ganz im Gegenteil: Der April war außergewöhnlich kalt. Deutschland erlebt in diesem Monat eine historische Anzahl an Frosttagen. In den letzten Tagen des Monats macht der April seinen Namen nochmals alle Ehre.

Allmählich beginnt die Phase, in der die Natur so richtig los legt. Es beginnt die Zeit der langen Tage und der wärmeren Temperaturen. Aber momentan ist es noch nicht wirklich warm und wenn man sich den April in seinem Verlauf so ansieht, dann fröstelt es den Betrachter. Denn dieser April war wirklich sehr außergewöhnlich – außergewöhnlich kalt.

Bis Ende April werden wir im Mittel in Deutschland wohl um die 12 Frosttage (Tage an denen es Minusgrade gab) erreichen, wie die Experten von www.der-himmel-im-suedosten.de nun mitteilten. Das bisherige Rekordjahr 1929 hatte 12,5 Frosttage. Die Anzahl der Nächte mit Bodenfrost beläuft sich inzwischen im Deutschland-Durchschnitt sogar auf über 18. In Bayern sind es sogar bereits 26 Nächte. Es gab also im April 2021 hier noch keine Nacht ohne Bodenfrost.

Wenn man den Durchschnitt der Tagesmittelwerte betrachtet sind wir auch im Rekordbereich. „Am Schluss werden etwa 5,8° herauskommen und so sind wir seit 1977 beim kältesten April“ sagt Meteorologe Kai Zorn. Der allgemeine Eindruck eines ziemlich unterkühlten April entspricht also eindeutig den statistischen Daten.

Zwar werden die nächsten Tage vom Gesamteindruck eher freundlich mit Tageshöchstwerten bis zu 23°, diese werden den Durchschnitt aber nicht retten können.

Die Aussichten für die Region im Detail:

  • Mittwoch, 28. Mai: Am Mittwoch gehen wir mit leicht bewölktem Himmel durch den Tag. Es wird auch wieder angenehm warm, meist liegen die Temperaturen bei 19 Grad, nur in den Landkreisen Traunstein und Rosenheim wird es mit 18 Grad einen Ticken kühler. Im Berchtesgadener Land dagegen könnten die 20 Grad erreicht werden. Am Abend gehen die Temperaturen erneut merklich zurück. Wir erreichen 4 Grad im Landkreis Altötting und Mühldorf, 2 Grad im Landkreis Traunstein und dem Berchtesgadener Land. Am kältesten wird es im Landkreis Rosenheim bei nur 0 Grad. Es herrscht weiter überall noch Luft- und Bodenfrostgefahr.
  • Donnerstag, 29. Mai: Am Donnerstag zeichnet sich eine Wetterumstellung ab. Zu Tagesbeginn haben wir noch viel Sonnenschein, in der zweiten Tageshälfte wird es aber wechselhafter und wir müssen mit Schauern und Gewittern rechnen. Vor dem Regen wird es angenehm warm. Überall in der Region werden Temperaturen um oder leicht über 20 Grad erreichet, im Berchtesgadener Land sind sogar 23 Grad möglich. Nachts gehen die Temperaturen auf neun Grad den Kreisen Mühldorf und Altötting und sechs Grad in Rosenheim zurück. Es sollte immerhin frostfrei bleiben.
  • Freitag, 30. Mai: Der Freitag zeigt sich verbreitet recht regnerisch, besonders im Berchtesgadener Land regnet es auch mal kräftiger und länger. Aber auch sonst ziehen immer wieder zum teil kräftige Regenschauer durch die Region. Die Temperaturen gehen nach unten und liegen bei 15 Grad im Landkreis Traunstein, 16 Grad im Berchtesgadener Land und Mühldorf und 17 Grad in Altötting und Rosenheim. Nachts gehen die Temperaturen auf sieben bis neun Grad zurück.
Rekorde bahnen sich an - der April ist deutlich zu kalt.

Die weiteren Aussichten:

Eine alte Bauernregel besagt: „Ist der Mai kühl und nass, füllt er dem Bauern Scheun‘ und Fass.“ So gesehen startet der Mai optimal. Nur leider bleibt auch die Gefahr vor Frost in den Nachtstunden bestehen. Zur kommenden Woche hin gehen die Temperaturen erst einmal wieder zurück auf Werte zwischen 12 und 14 Grad. Die Sonne bekommt nur noch wenige Chance sich zu zeigen und es muss vermehrt mit Niederschlägen gerechnet werden.
„Der Mai wird wohl auch in den ersten zehn, elf Tagen unterdurchschnittlich ausfallen, da wird nicht all zu viel passieren“, prophezeit Meteorologe Kai Zorn. Ein wirklicher Aufwärtstrend ist daher leider noch nicht erkennbar.
„Zumindest wird auch mal die Trockenheit vorbei sein“, so Kai Zorn. „Es wird also ziemlich nass werden in den kommenden zwei Wochen. Für die Natur ist das jetzt um die Zeit absolut ideal.“

mz

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