Urteil nach Vorfällen in Waldkraiburg

Mitbewohner attackiert und Kassiererin beleidigt

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Mühldorf am Inn/Waldkraiburg - Ein Bewohner der Asylunterkunft an der Aussiger Straße musste sich kürzlich vor Gericht verantworten.

Das Amtsgericht Mühldorf sprach einen Asylbewerber aus Nigeria der versuchten gefährlichen Körperverletzung in Tatmehrheit mit Beleidigung für schuldig. Er wurde deshalb zu einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu je fünf Euro verurteilt und trägt die Kosten des Verfahrens. 

Mitbewohner geschlagen und mit Löffelstiel zu attackieren versucht

Die Staatsanwaltschaft warf dem Mann vor, an einem Samstagabend Ende August in der Asylbewerberunterkunft im Rahmen eines Streits einer anderen Person ins Gesicht geschlagen zu haben. Als daraufhin der Sicherheitsdienst der Unterkunft die beiden Streitenden trennte, habe er erneut mit einem abgebrochenen Löffelstiel aus Metall gegen den Geschädigten ausgeholt. 

Den Schlag hätten die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes jedoch abwehren können, indem sie die Arme des Angeschuldigten fixierten und so weitere Schläge verhinderten. 

Der Angeschuldigte werde daher beschuldigt, eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit geschädigt zu haben und zu einer weiteren Handlung dieser Art angesetzt zu haben. 

Kurz darauf Supermarkt-Mitarbeiterin beleidigt

Nur drei Tage darauf, an einem Dienstagnachmittag habe der Mann außerdem, weil er über die Wartezeit an der Kasse des nahen Netto-Supermarkts erbost war, eine Mitarbeiterin mehrfach als "Arschloch" beleidigt und ihr auch den Mittelfinger gezeigt. 

An jenem Dienstag war es auch wegen eines Streits und mehrerer Körperverletzungen zu einem Polizeieinsatz in der Unterkunft gekommen.  

Die Staatsanwaltschaft sah dies als Beleidigung nach dem Strafgesetzbuch an und beantragte, dieses Verfahren mit dem zu dem anderen Fall zu verbinden.

Die Asylunterkunft in der Aussiger Straße ist in Waldkraiburg umstritten. Nach zwei Polizeieinsätzen Anfang des Jahres äußerte sich vor kurzem die Regierung von Oberbayern zur Lage dort.

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild/Montage)

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