Schauspieler vor Gericht in Traunstein

Wie viel Geld bekam Sascha Hehn für den Media Markt-Spot? 

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Sascha Hehn am Dienstag vor dem Traunsteiner Zivilgericht.
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Traunstein - Schuldet Traumschiff-Kapitän Sascha Hehn einer Ex-Agentin noch 25.000 Euro für das Einfädeln eines Werbespots für "Media Markt"?

UPDATE 15.30 Uhr:

Er hätte am heutigen Dienstag nicht vor dem Traunsteiner Zivilgericht erscheinen müssen, trotzdem war ihm der Presserummel nicht recht: Traumschiff-Kapitän Sascha Hehn ging allen Kameras so gut es ging aus dem Weg. Der Prozess könnte den Schauspieler um 25.000 Euro ärmer machen.

Zeigte sich in Traunstein medienscheu: Schauspieler Sascha Hehn

Welche Rolle spielte die klagende Ex-Agentin, als es darum ging, Hehns Werbevertrag mit "Media Markt" einzufädeln? In dem Spot, der Anfang 2016 ausgestrahlt wurde, taucht Hehn als Traumschiff-Kapitän in den Fantasien einer Frau auf. Die Klägerin fordert von ihm vor Gericht nun 25.000 Euro an Vermittlungsprovision, als der Deal zustande kam. Laut dem Schauspieler habe sie aber nur eine Telefonnummer weitergegeben.

Als Zeugin sagte am Dienstag nicht nur eine TV-Produzentin aus, sondern auch Hehns 46-jährige Lebensgefährtin. Auch die erste Zeugin stütze Hehns Aussage, dass der Vertrag letztlich nur zwischen "Media Markt" und dem Schauspieler selbst ausgehandelt worden wäre. "Zwei bis drei Wochen" hätten alleine die "Preisverhandlungen" gedauert, so die Zeugin.

Wie viel Geld bekam Hehn für den Dreh?

Wie viel Geld Sascha Hehn für den TV-Spott bekam, lässt sich nur erahnen. 250.000 Euro hätte der Schauspieler ursprünglich gefordert, so die Klägerin: Letztendlich hätte Hehn nach ihren Angaben 160.000 Euro bekommen, nach Angaben des Schauspieler war es weniger. Den genauen Betrag will die TV-Produzentin vor Gericht wegen der anwesenden Presse nicht nennen. Richterin Birgit Unterreiner begnügte sich damit, wenn die Zeugin dem Gericht den Betrag schriftlich mitteilt. 

Laut Zeugenaussage war im Vertrag letztlich nur eine Gesamtsumme genannt, ohne einen genauen Anteil für Agenturprovisionen. "Für eine Rechnung von 25.000 Euro von der Klägerin an Herrn Hehn gab es also keine Grundlage", so die TV-Produzentin. Auch "Naturalleistungen", beispielsweise Fernseher, hätte Sascha Hehn von "Media Markt" nicht zusätzlich bekommen. 

Das Urteil wird für den 11. Mai erwartet

Unser Artikel vom Dienstagvormittag:

Im Rampenlicht steht dabei der Schauspieler Sascha Hehn ("Traumschiff"), von dem seine Ex-Agentin 25.000 Euro fordert. Die Frau klagt gegen den 62-Jährigen auf Zahlung der Summe.

Sie behauptet, dem Darsteller 2015 einen Werbespot vermittelt, dafür aber die Provision nicht erhalten zu haben. Sascha Hehn hält dagegen, dass er ganz alleine den Deal ausgehandelt habe. An diesem Dienstag (25. April) ist der zweite Prozesstag vor einer Zivilkammer des Gerichts. Hehn muss nach Angaben eines Gerichtssprechers nicht persönlich erscheinen.

Der Schauspieler hatte am ersten Verhandlungstag am 9. Januar laut einem Bericht der Bild-Zeitung angegeben, die Agentin habe lediglich seine Telefonnummer weitergegeben – mehr nicht. "Ich zahle dieser Frau keinen Cent", zitierte das Blatt den 62-Jährigen.

Bekannt aus Traumschiff und Schwarzwaldklinik

Sascha Hehn war für eine Stellungnahme vor dem zweiten Verhandlungstag nicht erreichbar. Sein Anwalt Stefan v. Moers wollte sich nicht zu dem laufenden Verfahren äußern.

Die Agentin vermittelte Sascha Hehn nach Medienangaben mehrere Rollen fürs Fernsehen, auch für die in den 1980er Jahren ausgestrahlte erfolgreiche ZDF-Serie "Schwarzwaldklinik". Darin spielte der Frauenschwarm den Arzt Udo Brinkmann, Filmsohn von Chefarzt Prof. Klaus Brinkmann, verkörpert wiederum von Klausjürgen Wussow. 2014 trat Hehn die Nachfolge von Siegfried Rauch als Kapitän Victor Burger in der ZDF-Reihe „Das Traumschiff“ an.

dpa

Quelle: chiemgau24.de

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