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Olympische Spiele für geistig Behinderte in Berchtesgaden *Video*

"Bin so aufgeregt": Bei Hilde Gerg holen sie sich den letzten Schliff

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Mit dem Autogramm von Hilde Gerg auf dem Skihelm kann bei den Special Olympics Berchtesgaden nichts mehr schief gehen.
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Schönau am Königssee - Die Ausläufer von Sturmtief "Sabine" hätten die Special Olympics Berchtesgaden-Teilnehmer fast ausgebremst. Zum Schluss konnten sie doch noch mit Skistar Hilde Gerg am Jenner trainieren. Beide Seiten waren begeistert.

"Es ist alles angerichtet", verkündet BGLT-Geschäftsführerin Brigitte Schlögl am Mittwoch in Schönau am Königssee und meint damit die Special Olympics Berchtesgaden, die dort von 2. bis 6. März stattfinden. Innerhalb dieser fünf Tage werden sich 900 Athletinnen und Athleten in den acht Sportarten Eiskunstlauf, Floorball, Schneeschuhlauf, Short Track, Ski Alpin, Skilanglauf, Snowboarding und Stocksport messen.

Im Vorfeld der Nationalen Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung haben sich einige Athleten an der Jennerbahn getroffen, um mit Hilde Gerg zu trainieren. Der ehemalige Skistar ist zusammen mit Sandrine Springer und Paul Wembacher das Gesicht der Spiele und hat sichtlich Spaß an ihrer Aufgabe: "Ich habe mich total gefreut, dass man auf mich zugekommen ist. Ich habe keine Scheu davor. Mich bereichert es, mit diesen Menschen, Zeit zu verbringen. Und ich glaub auch, dass es ganz wichtig ist, in die Öffentlichkeit rauszubringen, dass man nicht immer so einteilt, so kategorisiert."

Paul Wembacher, Hilde Gerg und Sandrine Springer sind die Gesichter der Special Olympics Berchtesgaden.

"Ich glaube, dass es eine ganz gute Chance ist, unseren Kindern, unserer Jugend eine Botschaft mitzugeben, dass es im Leben alles gibt, Sonnenseiten wie negative Seiten und man sich einfach darauf einlassen muss, weil doch oft schöne und gute Momente daraus werden können." Genau auf solche Momente haben sich unter anderem Stefan und Franz gefreut.

Der eine nimmt für die Lebenshilfe Traunstein an den Special Olympics teil, der andere darf von Hohenfried aus zumindest beim Training dabei sein. "Ich bin so aufgeregt", sagt Stefan immer wieder zu Hilde Gerg. Franz dagegen ist total cool, erzählt über Fußball und holt sich ein Autogramm von der "Wilden Hilde". Natürlich werden auch fleißig Fotos gemacht, denn die Sportler müssen noch warten.

Special Olympics-Teilnehmer sind nach Training mit Hilde Gerg glücklich

Die Ausläufer von Sturmtief "Sabine" lassen die Jennerbahn noch nicht fahren. "Spätestens um halb zwölf" wird versprochen, doch da ist es erst 10 Uhr. "Ich habe keinen Stress", verkündet ein weiterer Teilnehmer mit einem Lächeln und wartet geduldig bis es endlich soweit ist.

Hilde und Stefan hatten sichtlich Spaß zusammen.

Nach eine paar Aufwärm-Übungen geht es für die kleine Gruppe dann endlich los. Mit Schwung verschwinden sie hinter einer Kuppe. Als sie nach einer Stunde zurück an der Mittelstation sind, sind alle Athleten verschwitzt aber glücklich. "Es war einfach super und einfach gut", freut sich Stefan. "Die Hilde ist eine super Trainerin." Und genau die muss zugeben: "Ich war brutal überrascht, wie gut sie alle Ski fahren können. Sie sind für die Wettkämpfe absolut gerüstet."

Das ist im Fall der Lebenshilfe Traunstein, von der doch 20 der rund 900 Teilnehmern kommen, hart erarbeitet. "Wir machen schon sehr lange sehr viel Sport und die Teilnahme an den Special Olympics ist einfach was Besonderes", erklärt die Sportverantwortliche Claudia Birnbacher. Die Teilnehmer werden in verschiedene Gruppen eingeteilt, "dass jeder da abgeholt wird, wo er steht." Und für die Athleten ist allein dabei zu sein, schon sehr, sehr wichtig.

Skitraining mit Hilde Gerg

"Aber ich will schon aufs Stockerl", gibt Stefan zu. "Auf alle Fälle will ich mein Allerbestes geben." Dafür muss aber noch ein Problem behoben werden. "Meine Ski haben gebappt", lacht er und Hilde stimmt ihm zu: "Da hat der Service-Mann schlecht gearbeitet." Aber Stefan ist zuversichtlich: "Des müssen wir noch hinbekommen."

Dafür hat er mit seinen Betreuern noch knapp drei Wochen Zeit. Dann leisten die 900 Athleten und ihre 330 Trainer und Betreuer den Eid der Special Olympics: "Ich will gewinnen, aber wenn ich nicht gewinnen kann, will ich mutig mein Bestes geben."

cz

Quelle: BGland24.de

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