So denken unsere Leser darüber

Schnelltests im Einzelhandel? „Das medizinische Personal wird täglich getestet, die jammern auch nicht“

Collage: Leser Theo Auer, Menschen stehen an einer Corona-Teststation für einen Schnelltest an.
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Leser Theo Auer äußert sich zu Schnelltests im Einzelhandel.

Das Thema Schnelltests im Einzelhandel schlägt noch immer hohe Wellen. Seit Montag, 12. April, ist in allen Städten und Landkreisen in Bayern „Click & Meet“ möglich, allerdings verbunden mit einem negativen Schnelltest und zwar wenn die Inzidenz zwischen 100 und 200 liegt. Hier noch weitere Meinungen unserer Leser.

Bayern - Seit 12. April ist in den bayerischen Städten und Landkreisen mit einer Inzidenz zwischen 100 und 200 der gesamte Einzelhandel geöffnet. Wer „Click & Meet“ nutzen möchte, muss aber zwingend einen negativen Corona-Test vorlegen. So kann man auch wieder jene Geschäfte betreten, die nun monatelang geschlossen hatten. Bei einer Inzidenz über 200 ist dagegen maximal nur noch „Click & Collect“ möglich.

Für die Kunden bedeutet das im Klartext: Termin mit dem Geschäft vereinbaren und mit negativem Schnelltest wieder einmal zum shoppen gehen. Testmöglichkeiten gibt es unter anderem in Apotheken, beim BRK und natürlich gelten auch die bereits bekannten PCR-Tests. Alternativ können Einzelhändler ihren Kunden auch vor Ort solche Tests anbieten. Diese Selbsttests gelten dann aber nur für das jeweilige Geschäft, nicht für andere. Hier müsste dann erneut ein Selbsttest vor Ort gemacht werden.

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Übrigens gilt diese Regelung auch für Baumärkte, Buchhandel, Gartencenter, Blumenläden oder Schuhgeschäfte, die bisher inzidenzunabhängig Kunden empfangen durften. Ausgenommen sind dagegen weiterhin Geschäfte des täglichen Bedarfs, also Lebensmittelgeschäfte, Drogeriemärkte oder Optiker. Die OVB24-Redaktion hat Euch gefragt, wie Ihr über die Schnelltests fürs Shopping denkt.

Eure Leserbriefe zum Thema Schnelltests fürs Shopping

Anm. der Red.: Der Inhalt der Leserbriefe gibt ausschließlich die Meinung der Einsender wieder und muss nicht den Ansicht(en) der Redaktion widerspiegeln.

Susanne Woerndl aus Bernau

Was ist denn eigentlich so schlimm daran einen Test zu machen? Da wird monatelang rumgejammert wie schlimm die Krise für die Wirtschaft ist, dann gibt es eine Alternative, um die Geschäfte offen zu lassen, dann wird wieder gejammert. Solidarität geht auch anders. Wer am Gemeinschafts-Leben teilhaben will soll testen und wer nicht testen will, soll halt zu Hause bleiben, ganz einfach. Das medizinische Personal in den Kliniken wird teilweise täglich getestet, die jammern auch nicht. Die hätten einen berechtigten Grund zu jammern, denn außer Beifall für ihre besondere Leistung haben sie alle ja leider so gut wie nichts erhalten! Seit über einem Jahr schuften die Ärzte und Pflegekräfte für unsere ganze Gesellschaft, und manchen fällt nix besseres ein sich aufzuregen wenn sie zum shoppen einen Test brauchen. Ohne Worte. 

Tanja aus Bayern

Warum denn nicht?! Natürlich, trotzdem FFP2 Maske und Abstand, aber ich würde es gerne mitmachen. Ich gehe schließlich nur dann shoppen, wenn ich wirklich was brauche, und aktuell gibt es Sachen, die ich gerne im Sportladen anprobieren würde und nicht bei den Online-Händler blind kaufen! Das Gleiche gilt z.B. für Sportveranstaltungen im Freien - warum darf man sie nicht durchführen, mit der Voraussetzung, dass alle Organisatoren und Teilnehmer HEUTIGEN negativen Coronatest vorzeigen?!

Conny Senftl aus Bayern

 Ist doch trotzdem umständlich. Erst zum Testzentrum, vielleicht lange Wartezeit, zuhause auf das Ergebnis warten, dann kann ich erst am nächsten Tag Termine machen, wo ich eventuell einkaufen möchte. Des is ja stressig hoch 3. Die Tests gelten ja auch nur für ca- 2 - 3 Tage, an denen ich vielleicht arbeiten muss, oder gar keine Lust habe einzukaufen, sprich shoppen. Shoppen heisst für mich Spontanität. Vielleicht mit einer Freundin oder meinem Mann. Danach eventuell noch auf einen Kaffee. Achja, würde eher ein to go sein. Bäh. Nein Danke.

Theo Auer aus Bayern

Dass die Test+Einkaufsbummel nicht funktionieren können wird klar wenn man in Betracht zieht wie groß der Anteil von Sponteinkäufen im Verhältnis zu gezielten Einkäufen ist. Man muss immer sehen dass wir uns im Krieg GEGEN DAS VIRUS befinden. Und in jedem Krieg gibt es Gefallene und Gewinnler. Nur will dies in unserer Gesellschaft kaum
jemand wahr haben, weil der Feind nicht zu sehen ist. Das bezahlen immer zunächst die Schwächsten.

Judith Bachmaier-Ünsal

Ich habe auch keine Lust und auch keine Nerven mehr. Was soll das alles bringen. Da blickt doch keiner mehr durch. Irgendwann ist es gut. Die Menschen können nicht mehr. 

Sieglinde und Gerhard Gmeiner aus Bayern

Leider gibt es halt immer noch so viele, die sich einfach über alles hinweg setzen. Gscheithaferl, Querdenker, Querulanten und solche die immer alles besser wissen. Wir hätten alle gerne, dass wir keine Beschränkungen mehr brauchen. Ich bin fast 82 und Gott sei Dank 2mal geimpft. Transplantiert und Krebspatient. Bei einer Ansteckung würde ich das sehr wahrscheinlich nicht überleben. Manch einer wird sagen: Hunde wollt ihr ewig leben: ja wir wollen noch ein Bisschen weiter leben!! Ein wenig Rücksicht auf die Mitmenschen, wäre sehr angebracht!

Anonym aus Bayern

(...)Geht`s eigentlich noch? Seit über einen Jahr der Scheiß, die hirnlose Politik weiß gar nicht was sie den Bürgern antut! Im Einzelhandel soll man sich Testen damit man nur mit Termin rein darf, und vielleicht nach 30 min raus muss weil der nächste schon wartet! Was ist mit Lidl, Aldi, und Co??? Warum braucht man da keinen Test, warum dürfen die außer Lebensmittel auch andere Sachen verkaufen? Da sagt die Politik nichts! Ist die Politik das zu feige um da was zu sagen? Ich glaub die Regierung hat da die Hosen voll!!! Ich wird mich mit Sicherheit nicht testen lassen, um in einen Baumarkt zu kommen, gibt ja Online Kauf! Die Bürger müssen die Jahr zehnte Misswirtschaft der Politik ausbaden, ein Bodenlose Frechheit!!! Wer Bezahlt den Test vorm Einzelhandel , der Kunde?

Detlef Ukatz aus Bayern

Ich verstehe das eh nicht, Schnelltest, Ausgangssperre und was weiß ich. In Bayern gibt es schon lange Ausgangssperre und der Einzelhandel und alles andere ist dicht, FFP2 Maskenpflicht gibt es auch schon sehr lange und die Werte steigen trotzdem, also was läuft da falsch. Die Politik sollte sich mal darum kümmern und sich nicht nur mit sich selbst beschäftigen. Denen geht es ja gut, die kriegen jeden Monat gutes Geld für kluge Sprüche. Wie es aber den anderen vor allen den Kindern unseres Landes geht kümmert die absolut nicht. Da ist das gleiche Chaos wie mit allen anderen.
Einkaufen mit Schnelltest? Nein Danke.

Renate Scheingraber aus Ampfing

Unsere Leserin Renate Scheingraber aus Ampfing äußert ihre Meinung zu den Schnelltests fürs Einkaufen.

Wie sagt man bei uns im Sprachgebrauch immer wieder! „ Jetzt wird´s hinten höher als vorne“ - und genau so ist´s auch gekommen, in geballter Ladung! Eine Testpflicht im Einzelhandel, nein ! So einen Irrsinn braucht man dem Volk nicht auch noch aufbürden. Ausserdem habe ich gehört, dass spekuliert wird, bzw. im Gespräch ist, ob man dies auch in Lebensmittelgeschäften, Metzgereien / Supermärkten einführen bzw. verordnen solle. Da wird der Irrsinn noch größer. (..) Es ist schon nicht angenehm die stinkenden FFp-Masken zu tragen. Aber ja, natürlich trägt man zum Schutz auch in gewisser Weise bei (Abstand halten hat noch nie geschadet), denn ansteckend sind Viren nun mal, genau so wie auch Influenza immer. Wie hieß der Satz alter Zeiten: „Komm mir nicht zu nahe, ich bin grippisch“! Und man hielt sich daran. Nebenbei noch bemerkt; Am Anfang von Corona konnte man noch Stoffmasken tragen, - die wesentlich besser verträglich sind/waren ! Firmen und Freiwillige wurden angeheuert, diese zu nähen. Und was ist jetzt? Bei diesen all so sicheren Masken sind die Infektions-Zahlen so gestiegen ???? Also, diese „neue Masche“ - wirklich nur wieder reine „Geldmacherei“!

Die Meinungen unserer Leser auf einen Blick

„Solange Testpflicht, solange Online-Shopping“ - die Meinungen unserer Leser sind eindeutig

Schnelltests vor dem Einkaufen: „Werde unter diesen Voraussetzungen definitiv kein Geschäft aufsuchen“

Schnelltests vor dem Einkaufen: „Manche fühlen sich nicht wohl, wenn sie nichts zu meckern haben“

Selbsttests zum Shoppen? Schickt uns Eure Meinung

Was haltet Ihr von der neuen Situation im Einzelhandel? Unterstützt Ihr die Geschäfte und nutzt die Chance, mal wieder ein bisschen shoppen zu können und macht den Test? Oder erscheint Euch das Ganze viel zu kompliziert und lästig und Ihr wartet lieber bis Einkaufen ohne Test wieder möglich ist?

Auch die Einzelhändler sind gefragt: Wie ist die Situation für Euch vor Ort? Können Tests wirklich helfen, Eure Lage ein wenig zu verbessern oder ist die neue Regelung für Euch vor allem mit Aufwand und Kosten verbunden? OVB24 ist auf Eure Meinungen gespannt. Schickt uns Euren Leserbrief zum Thema per Mail an termine@ovb24.de (Kennwort: „Testpflicht im Einzelhandel“ im Betreff).

Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort - auch ein Foto von Euch könnt Ihr gerne mitschicken. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt kompletten Namen und Wohnort anschließend in einem Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

si

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