Diese Regeln gelten am 1. Mai

Maibaumaufstellen 2021 - Kann das Traditionsfest stattfinden?

Der 1. Mai rückt immer näher und damit auch das traditionelle Maibaumaufstellen. Doch kann das Traditionsfest dieses Jahr in der Corona-Pandemie überhaupt stattfinden?

Region - Ein mit Menschen gefüllter Dorfplatz, Bierzeltbänke, klirrende Maßkrüge, der Duft nach Grillhendl, Gelächter und mittendrin im Geschehen ein bestens behüteter und von Hand gefertigter Maibaum. So sollte ein erster Mai in der Region aussehen. 2021 wird jedoch wieder alles anders: Die Corona-Pandemie dominiert noch immer den gesellschaftlichen Alltag und die Maßnahmen zum Schutz vor erhöhten Infektionszahlen erlauben keine großen Veranstaltungen mit Menschenmengen. 

Ganz ohne geht es dann aber auch nicht. rosenheim24.de hat beim bayerischen Gesundheitsministerium nachgefragt und klärt auf, was beim Maibaumfest 2021 erlaubt ist - und was nicht: 

Einen Maibaum aufstellen ist grundsätzlich erlaubt, denn „der rein technische Vorgang des Aufstellens fällt nicht unter das Veranstaltungsverbot“, so eine Ministeriumssprecherin. Dabei müssen jedoch die Regelungen aus der Zwölften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung beachtet werden. 

Maibaumaufstellen im privaten Bereich

Wird ein Maibaum im privaten Bereich aufgestellt, gelten die allgemeinen Kontaktbeschränkungen. Wie viele Personen an dem Treffen teilnehmen dürfen, hängt demnach von der 7-Tage-Inzidenz ab.

  • Bei einer Inzidenz unter 35 dürfen sich insgesamt drei Haushalte mit jedoch höchstens zehn Personen treffen.
  • Bis zu einer Inzidenz von 100 dürfen sich zwei Haushalte mit insgesamt maximal fünf Personen treffen.
  • Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 100 kann ein Haushalt nur noch eine haushaltsfremde Person treffen.
  • Inzidenzunabhängig gilt, dass haushaltszugehörige Kinder unter 14 Jahren nicht in der Gesamtzahl der zulässigen Personen mit einberechnet werden. Außerdem gilt ein Paar mit unterschiedlichen Wohnsitzen ebenfalls als Haushalt.

Maibaumaufstellen im öffentlichen Bereich

Die Kontaktbeschränkungen für den privaten Bereich gelten laut der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung jedoch nicht “für berufliche und dienstliche Tätigkeiten sowie ehrenamtliche Tätigkeiten”, “bei denen ein Zusammenwirken mehrerer Personen zwingend erforderlich ist”.

Stellt also eine Gemeinde, ein Verein oder eine Firma einen Maibaum auf, dürfen alle Mitwirkenden, die beim Aufbau des Baums mithelfen und ohne deren Hilfe der Maibaum auch nicht aufgestellt werden kann, bei dem Vorgang teilnehmen. Dabei gelten weiterhin die allgemeinen Abstandsregelungen bzw. das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes.

Ein Maibaumfest hingegen ist nicht zulässig, denn Veranstaltungen und auch Versammlungen auf öffentlichen Plätzen sind nach wie vor nach der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung verboten. Wird in einer Gemeinde ein Maibaum aufgestellt, müssen sich Zuschauer an die gültigen Kontaktbeschränkungen halten. „Sollte es verbotswidrig zur Ansammlung von Schaulustigen aus einem solchen Anlass kommen, wären diese gegebenenfalls durch die Polizei aufzulösen,“ so die Ministeriumssprecherin.

Außerdem heißt es: „Die rechtliche Beurteilung des Maibaumaufstellens erfolgt unter dem Vorbehalt, dass die Rechtslage sich bis zum 1. Mai möglicherweise ändert.“

ce

Rubriklistenbild: © Lino Mirgeler/dpa

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