Glück im Unglück für Anwohner in Niederbergkirchen

Reaktionen nach dem Unwetter - „Solarmodule flogen am Fenster vorbei“

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Das Ausmaß des Unwetters in Niederbergkirchen: Das war einmal ein Carport
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Niederbergkirchen – Nach dem schweren Unwetter am Montagabend, 10. Juni, wird das Ausmaß der Schäden erst am Tag danach so richtig deutlich. Ein Anwohner berichtet von umherfliegenden Dächern und Solarmodulen.

Vielerorts in Bayern gab es am Montag, 10 Juni, heftige Unwetter, besonders stark getroffen hat es Niederbergkirchen. „Man konnte nicht weiter als zehn Meter sehen. Zuerst haben wir gar nicht erkannt, was alles herumfliegt, eben nur dass es sich um größere Teile handeln muss“, berichtet ein Anwohner am Tag danach.

Realisiert haben sie es erst, nachdem sie die Trümmer nach dem schweren Unwetter begutachtet haben. „Das waren Solarmodule und bis zu 20 Meter lange Holzbalken“ so seine Schilderung. Die Solarmodule haben auch Abdrücke im Garten hinterlassen.

Ein Solarmodul, das herumflog

Solches Ausmaß neu für Feuerwehr

Kreisbrandmeister Franz Dirnberger, der auch im Einsatz war, kann sich in seiner bisherigen Laufbahn nicht an ein solches Unwetter in Niederbergkirchen erinnern. Knapp 25 Personen waren bei der Feuerwehr Niederbergkirchen im Einsatz, die die Trümmer gestern Abend noch von der Straße beseitigt haben.

Die Bilder vom Tag danach:

Und die Feuerwehrmänner sind sofort hellhörig geworden, als sie mitbekommen haben, dass das Dach der Lagerhalle weggeflogen ist. Dort wird derzeit zum Glück nur Trockenfutter gelagert. „Wenn das Kunstdünger gewesen und dieser nass geworden wäre, hätte es aufgrund der Entwicklung von giftiger Gase zu einem weitaus größeren Problem kommen können, so Dirnberger.

Glück im Unglück - guter Zusammenhalt im Ort

Doch auch die herumfliegenden Trümmer haben genügend Schaden angerichtet. Ein Holzbalken hat zum Glück nur einen Carport kaputt gemacht. „Wäre der Balken direkt auf das Haus geflogen, hätte es das Wohnzimmer getroffen, in dem wir uns aufgehalten haben“, so der Anwohner.

Glück im Unglück – Personen wurden nicht verletzt. Etwas Gute hatte das Unwetter aber doch: „Man sieht den Zusammenhalt im Ort. Viele Menschen haben uns und den Bewohnern beim Aufräumen geholfen“, so Dirnberger.

Hoher Sachschaden - Nächstes Unwetter im Anmarsch

Der Sachschaden dürfte immens hoch ausfallen. „Ich gehe davon aus,dass die Versicherung das übernehmen wird. Aber die Leitungen bei den Versicherungen sind permanent besetzt“. Sicherheit gab es beim Besuch im lokalen Versicherungsbüro.

Doch das nächste Unwetter droht.Der Wetterdienst hat bereits erneut eine Warnung für Dienstag, 11. Juni, herausgegeben . Einen Tipp hat Dirnberger noch parat: „Bei so einem Unwetter kann man jeden nur raten, sich Zuhause aufzuhalten“.

jz

Quelle: innsalzach24.de

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