Tötungsdelikt in Oberhaching

Tatverdächtiger (49) will Frau (45) umbringen - und stirbt wenig später bei Verkehrsunfall

München - Ein schreckliches Familiendrama ereignete sich am Montag (5. April) in Oberhaching im Landkreis München. Ein Mann kam ums Leben, eine Frau erlag wenige Tage später in einem Krankenhaus ihren Verletzungen.

Update, 13. April, 11.34 Uhr - Lebensbedrohlich verletztes Opfer in Krankenhaus verstorben

Wie das Polizeipräsidium München am 13. April berichtet, verstarb die bei der Tat lebensbedrohlich verletzte 45-Jährige bereits am 7. April in den Nachmittagsstunden. Sie wurde zuvor noch in einer Klinik intensivmedizinisch betreut.

Erstmeldung, 8. April

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Oberhaching - Am Montag, 5. April gegen 6.55 Uhr, kam es zwischen einem 49-Jährigen und einer 45-Jährigen in dem gemeinsamen bewohnten Haus in Oberhaching zu einem Streit mit einer körperlichen Auseinandersetzung, in deren Verlauf der 49-Jährige mit einem sechs Kilo schweren Fitnessgerät auf den Körper der 45-Jährigen einwirkte.

Im Anschluss begab sich der Tatverdächtige zu zwei Nachbarn, informierte sie über seine Tat und flüchtete danach mit einem BMW Pkw vom Tatort. Die Nachbarn begaben sich sofort zum Tatortanwesen und fanden dort die schwer verletzte Frau sowie die beiden unversehrten gemeinsamen Kinder des Paares im Haus auf. Sie alarmierten sofort den Notruf 110.

Mehrere Streifen der Münchner Polizei und Einsatzkräfte des Rettungsdienstes wurden umgehend an die Örtlichkeit geschickt. Die Geschädigte wurde zur intensivmedizinischen Behandlung in ein Münchner Krankenhaus verbracht. Der Gesundheitszustand ist lebensbedrohlich.

Der 49-Jährige lenkte um 7.50 Uhr auf der B 318 im Bereich der Gemeinde Waakirchen im Landkreis Miesbach seinen Pkw in wahrscheinlich suizidaler Absicht gegen einen Baum und verstarb in Folge der erlittenen Verletzungen trotz Reanimationsversuchen an der Unfallstelle.

Ein Motiv für die Tat könnte nach den ersten Ermittlungen in länger bestehenden Beziehungsproblemen liegen. Die Kinder werden momentan von Angehörigen betreut.

Pressemeldung des Polizeipräsidiums München

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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