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Nach Rede des Wirtschaftsministers zu Abstandsregeln

Aiwangers "15-Meter-Tisch": Bayerische Gastronomen reagieren humorvoll

Bayern - Die Biergärten und auch die Speiselokale sind - unter strengen Hygienemaßnahmen - wieder geöffnet. Nachdem Hubert Aiwanger versucht hat, die Corona-Regeln in Biergärten zu erklären, reagieren zahlreiche Gastronomen darauf mit Humor.

Das Coronavirus sorgt noch immer für viele Einschränkungen im alltäglichen Leben. So gilt in Bayern seit Mittwoch, 6. Mai, eine Kontaktbeschränkung. Treffen von Familien (Eltern, Großeltern, Enkel) sind erlaubt, genauso wie das Treffen von Angehörigen zweier verschiedener Haushalte - und zwar sowohl wie im privaten als auch im öffentlichen Raum


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Während Fitnessstudios und Freibäder bislang noch geschlossen bleiben, dürfen seit Montag, 18. Mai, nun auch wieder Biergärten bis 20 Uhr öffnen. Seit Montag, 25. Mai, können auch Speiselokale (bis 22 Uhr) wieder aufsperren - allerdings nur unter sehr strengen Hygienekonzepten. Die Maskenpflicht besteht weiterhin

Hubert Aiwangers Biergartenregel

Doch wie sollte man sich in der Coronakrise im Biergarten verhalten? Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat mit seiner Erklärung nun für Schmunzeln gesorgt


Im Wortlaut sagte Aiwanger: "Wenn sechs bis acht Leute, jeder mit seinem Kumpel kommt, dann kann der sich natürlich jeweils mit seinem Kumpel, der seine Bezugsperson ist, an einen Tisch setzen. Und mit 1,50 Abstand sitzt der nächste Kumpel mit seinem Kumpel. Aber die können nicht sechs mal zwei an einem Tisch sitzen, weil ja nicht mal die ersten Sechse an einem Tisch sitzen dürften. Also immer nur mit einer Bezugsperson oder mit einer Bezugsfamilie darf ich am Tisch sitzen. Und zu den anderen ist jeweils 1,50 Abstand zu halten. Das Beispiel ginge nur, wenn der Tisch irgendwo 15 Meter lang ist und dann im Abstand von 1,50 immer die Pärchen gegenüber sitzen."

15 Meter lange "Kumpeltische" in Bayern

Diese umständlichen Erklärungen nahmen nun einige bayerische Gastronomen zum Anlass, solch "15-Meter-Tische" zu errichten. Die Schoppen-Scheune in Marktheidenfeld, im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart, taufte ihren "Kumpeltisch" sogar auf den Namen "Hubert". Dort wurden sieben Biergartengarnituren aneinander gestellt und fertig ist der "15-Meter-Tisch". 

Das Gasthaus Teufelskeller in Randersacker (Landkreis Würzburg) legte sogar noch einen drauf und präsentierte auf Facebook den "Aiwanger-Tisch". "Genau 16 Meter lang! Platz für 14 Kumpels aus 14 verschiedenen Haushalten unter Einhaltung der 1,5 Meter Abstand", schreibt das Gasthaus dazu. 

Auch im Landkreis Ebersberg fand die Biergartenregel von Hubert Aiwanger Anklang. Beim Kirchenwirt in Anzing wurde daher kurzerhand ein "15-Meter-Tisch", bestehend aus einzelnen Biertischgarnituren, aufgestellt:   

Beim Wirtshaus Zum Hirschbachwirt in Forstern im Landkreis Erding wurde der "Kumpeltisch" mit Platz für 8x2 Kumpels pünktlich zum Vatertag fertig, wie es auf der Facebook-Seite des Wirtshaus heißt. 

Auch in Moosburg an der Isar wurde die Anweisung des Wirtschaftsministers mit einem Augenzwinkern umgesetzt. Das Gasthaus zur Kegelhalle hat einen corona-konformen "Hubert-Aiwanger-Stammtisch" gegründet. 

"15-Meter-Aiwanger-Tische" finden Anklang

Die Fangemeinde auf Facebook ist bereits jetzt schon begeistert von den "Kumpeltischen". So heißt es neben "sensationelle Idee" auch "oiwei narrischer wern's!" und "Da müssen wir das nächste Mal hin!". Die Fotos und Videos der besonderen Tische wurden bereits hunderte Mal geteilt. 

Was aktuell in Biergärten gilt:

In bayerischen Biergärten gilt ein Abstandsgebot von 1,5 Metern - sowohl für Gäste als auch für Mitarbeiter. Beim Betreten des Lokals oder des Biergartens sowie auf dem Weg von und zur Toilette oder auch beim Bier holen müssen Gäste ihre Masken tragen. Am Tisch darf die Maske abgenommen werden. Auch die Mitarbeiter müssen einen Mundschutz tragen.

Familien oder zwei Hausstände können aber an einem Tisch sitzen - auch mit wenig Abstand. Eine Person der Gruppe muss sich namentlich registrieren lassen. Speiselokale dürfen bis 22 Uhr öffnen, Biergärten nur bis 20 Uhr. 

Dies würde Wirtschaftsminister Aiwanger jedoch spätestens ab Pfingsten ändern: "Wir können nicht die Leute vom Biergarten verscheuchen und die drängen sich dann in Innen-Restaurants. Das wäre kontraproduktiv. Deshalb gehe ich davon aus, dass wir uns in der Koalition einigen, dass wir an Pfingsten alles öffnen bis 22 Uhr", so Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger im BR-Interview.

Auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits am Freitag eine Änderung der Öffnungszeiten der Außengastronomie "ab der Pfingstwoche" bis 22 Uhr in Aussicht gestellt.

jg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Screenshot: www.facebook.com/SchoppenScheune

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