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Nach Drogenskandal

Polizist soll seine Frau schwer verletzt haben

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Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) spricht am 25. Februar während einer Pressekonferenz im bayerischen Landtag in München zu dem aktuellen Drogenskandal bei der Polizei in Kempten.

München/Kempten - Nach dem Drogenskandal bei der Polizei Kempten muss sich der betroffene Beamte möglicherweise auch wegen versuchten Totschlags verantworten.

Nach dem Drogenskandal bei der Polizei Kempten muss sich der betroffene Beamte möglicherweise auch wegen versuchten Totschlags verantworten. Dessen Ehefrau, die nach einem Familienstreit die Polizei alarmiert hatte, sei „Opfer schwerer Körperverletzungen“ geworden, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag am Rande einer Landtagssitzung. „Aktuell stellt sich sogar die Frage, ob es sich um versuchten Totschlag handelt.“

Der Beamte, der zuletzt Leiter der Drogenfahndung war, sitzt in Untersuchungshaft. Er war kurze Zeit nach dem Streit mit seiner Frau festgenommen worden. In seinem Spind wurden später nach Angaben Herrmanns 1,6 Kilogramm Kokain gefunden. In den ersten Ermittlungen hätten sich Hinweise darauf ergeben, „dass der Beamte selbst Drogen konsumieren soll“, sagte Herrmann. Es sei aber noch unklar, woher die Drogen stammen und wie sie in den Besitz des Beamten gekommen seien. Es werde weiterhin mit Hochdruck ermittelt. Das Rauschgift soll Medienberichten zufolge einen Wert von rund 250.000 Euro haben.

Spekuliert wird nun über einen möglichen Zusammenhang des Falls mit mafiösen Strukturen im Allgäu. Außerdem steht die Frage im Raum, ob es sich bei dem gefundenen Kokain um Rauschgift handelt, das im Laufe der vergangenen Jahre von der Polizei beschlagnahmt worden war.

Herrmann sagte dazu, es werde „umfassend und schonungslos“ aufgeklärt. Insbesondere werde ermittelt, welche Bezüge es zur Organisierten Kriminalität geben könnte. Zudem sollten sämtliche Rauschgift-Beschlagnahmungen seit dem Jahr 2000 überprüft werden. Zu klären ist nach Worten Herrmanns auch, ob es „Mitwisser“ bei der Polizei geben könnte. Dafür gebe es aber bisher keinerlei Hinweise.

dpa

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