Ursprung liegt in Österreich

LKA gelingt Schlag gegen Falschgeldhändler - Spur führt nach München und Dachau

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Falschgeld wie auf dem Bild brachten mehrere Händler durch das Darknet in Umlauf.

Unter der Koordination von Europol ist dem Bayerischen Landeskriminalamt ein bundesweiter Schlag gegen Falschgeldhändler gelungen. Der Fall führt auch nach München und in den Landkreis Dachau.

Bamberg/München – Das bayerische Landeskriminalamt berichtet: Umfangreiche Ermittlungen gegen den Falschgeldhandel in illegalen Marktplätzen des Darknets führten zu einer großangelegten internationalen Durchsuchungsaktion. Unter der Koordination von Europol fanden in der Zeit von 03. bis 06. Dezember 2018 in 13 Staaten ca. 300 Durchsuchungen statt. 

Ausgangspunkt war die Aushebung einer Falschgelddruckerei durch das Bundeskriminalamt Österreich und das Landeskriminalamt Wien bei einem 32-jährigen Österreicher in Leoben (Österreich), der selbst produzierte 10-, 20- und 50-Euro-Falschnoten über illegale Darknetmarktplätze vertrieben und so europaweit in den Zahlungsverkehr gebracht haben soll. Der 32-Jährige muss sich zurzeit in Österreich vor Gericht verantworten. 

Mutmaßlicher Täter soll bayerische Packstationen benutzt haben

In Deutschland koordinierten die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg errichtete Zentralstelle Cybercrime Bayern und die Falschgeldzentralstelle des Bayerischen Landeskriminalamts insgesamt 178 Durchsuchungen in allen 16 Bundesländern. Die bayerischen Behörden standen bereits seit geraumer Zeit mit den österreichischen Ermittlern in engem Kontakt und unterstützten die dortigen Ermittlungen maßgeblich, da der in Österreich festgenommene 32-Jährige auch bayerische Packstationen zur Begehung der Straftaten benutzt haben soll

Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen konnten eine Vielzahl von Personen festgestellt werden, die verdächtig sind, diese Falschnoten gekauft zu haben. In 220 Fällen leiteten die Falschgeldermittler des Bayerischen Landeskriminalamts Ermittlungsverfahren wegen Geldfälschung bei der Zentralstelle Cybercrime Bayern Bayerisches ein. Die enge staatsanwaltschaftliche und polizeiliche Zusammenarbeit der beiden Nachbarländer war auch hier ein Schlüssel zum Erfolg. 

Die steigende Nutzung von Internet- und Darknetdiensten hat markante Veränderungen bei der Bekämpfung der Geldfälschung zur Folge. Die Grenzen des Handelns und des Vertriebs der illegalen Waren verschwimmen immer mehr. Die vermeintliche Anonymität in Darknetmarktplätzen wird durch eine effektive nationale und internationale Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden durchbrochen. 

In Zusammenarbeit mit den Landeskriminalämtern und dem Bundeskriminalamt Wiesbaden wurden am Mittwoch, 05.12.2018, von mehr als 900 Polizeibeamten in Deutschland 178 Durchsuchungen bei 160 Tatverdächtigen durchgeführt. 28 fanden in Bayern statt, davon sieben in München, drei in Oberbayern Nord und zwei in Oberbayern Süd. 

Spur der Falschgeldhändler führt auch nach München und in den Landkreis Dachau

Bei mehreren Durchsuchungen wurden falsche Euronoten und geringe Mengen Betäubungsmittel sichergestellt. Außerdem fanden die Ermittler nach dem Waffengesetz verbotene Gegenstände und beschlagnahmten Bargeld.

In Bayern durchsuchten mehr als 150 Ermittler in allen Regierungsbezirken insgesamt 28 Objekte bei 24 Tatverdächtigen. Dabei konnten mehrere Euro-Falschnoten, geringe Mengen an Marihuana, Ecstasy und LSD, sowie Butterfly-Messer sichergestellt werden Ein 53-Jähriger wurde durch Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg festgenommen und dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ den von der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg beantragten Haftbefehl wegen Verdacht der Geldfälschung.

Außerdem durchsuchten Falschgeldexperten des Bayerischen Landeskriminalamtes in München, im Landkreis Dachau und im Landkreis Kitzingen fünf weitere Wohnungen in einem eigenen Ermittlungsverfahren. Die Ermittlungsverfahren im Rahmen der OP Green Heart werden in Bayern durch die Zentralstelle Cybercrime Bayern gemeinsam mit den örtlich zuständigen Kriminalpolizeidienststellen geführt. 

mm/tz

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