Münchner Gericht sieht jedoch auch Mitschuld

Nach Hütten-Sturz gelähmt: Grafinger erhält jetzt Schadensersatz

+
Die Tutzinger Hütte
  • schließen

Benediktbeuern/Bad Tölz - Eine Bergtour auf die Benediktenwand endete im Oktober 2016 für einen Mann aus Grafing mit einer Tragödie. Nach einem schlimmen Sturz ist er seither gelähmt und sitzt im Rollstuhl. Jetzt sprach ihm ein Gericht Schadensersatz zu.

Christian G. war nachts angetrunken auf dem Weg zur Toilette durch eine Fluchttur der Tutzinger Hütte gegangen, dann von einer Plattform rund dreieinhalb Meter in die Tiefe gefallen und auf einen Steinboden gestürzt, wie unser Partnerportal merkur.de nun berichtet.

Vor dem Landgericht München II bekam der Kläger am Donnerstag nun Schadensersatz zugesprochen. Das Gericht sah es als erwiesen an,  dass der Betreiber der Hütte und die betreffende Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV) dem Kläger 60 Prozent aller aus dem Unfall resultierenden Schäden zu ersetzen haben. Vor allem die fehlende Absturzsicherung wurde als "eklatanter Sicherheitsmangel" gewertet.

Allerdings sah die Kammer auch eine Mitschuld beim Kläger. Er sei alkoholisiert gewesen und habe nicht auf die Kennzeichnung der Fluchttür geachtet. Der Schadensersatz dürfte in einer Höhe zwischen 500.000 bis 800.000 Euro liegen. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT