News-Ticker zur Corona-Pandemie

Bayern gibt Astrazeneca für alle Altersgruppen frei - Bundestag beschließt Corona-Notbremse

Coronavirus
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Der Impfstoff AstraZeneca kann in den bayerischen Arztpraxen auch an Menschen unter 60 Jahren unabhängig von der Priorisierung verimpft werden.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch, 21. April, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 151,1, Landkreis Rosenheim 129,3, Landkreis Traunstein 282,0, Landkreis Berchtesgadener Land 126,5, Landkreis Mühldorf 325,4, Landkreis Altötting 230,5 (Quelle/Stand: RKI, 21. April, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3522, Landkreis Rosenheim 12.591, Traunstein 9725, Berchtesgadener Land 5306, Mühldorf 6119, Altötting 5241 (Quelle/Stand: RKI, 21. April, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 56, Landkreis Rosenheim 440, Traunstein 202, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 137, Altötting 200 (Quelle/Stand: RKI, 21. April, 0 Uhr)
  • Mindestens 80.634 Todesfälle in Deutschland (13.823 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22.14 Uhr - Corona-Inzidenz schwankt leicht - Höchstwerte bei Kindern

Nach einem raschen Anstieg hat sich die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz in den vergangen Tagen nur noch wenig geändert. Die am Mittwoch vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen lag bei 160,1 und damit genauso hoch wie am vergangenen Donnerstag. Zuvor war die Inzidenz insbesondere bei Kindern und Jugendlichen stark gestiegen. Bei ihnen meldete das RKI für die vergangene Woche die höchsten Werte seit Pandemiebeginn.

„Mit aller Vorsicht sprechen die Daten der vergangenen Tage aus meiner Sicht für eine gewisse Stabilisierung auf hohem Niveau“, sagte Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen mit Blick auf die Gesamtwerte. „Es ist sicher zu früh, da schon von einer Trendumkehr zu sprechen.“

Die bisherige Entwicklung zeigt ein düsteres Bild, insbesondere bei den Jüngsten. So war die Sieben-Tage-Inzidenz von Kindern im Alter von fünf bis neun Jahren in der vergangenen Woche auf einen bisherigen Rekordwert von 185 geklettert, wie das RKI in seinem Lagebericht vom Dienstagabend mitteilte. Auch in den Altersgruppen 10 bis 14 und 15 bis 19 wurden demnach mit 205 und 271 jeweils Höchstwerte erreicht. Ob dazu auch vermehrte Schnelltests etwa in Schulen beitrugen, war zunächst nicht ersichtlich.

Update, 21.23 Uhr - Passau kommt bei Impfungen in Bayern schnell voran

Die Stadt Passau kommt bei den Corona-Impfungen im bayernweiten Vergleich besonders schnell voran. Mehr als 40 Prozent aller Einwohner ab 16 Jahren sind dort nach Angaben der Stadtverwaltung inzwischen mindestens einmal geimpft. Am Mittwoch betrug die Quote der Erstgeimpften demnach 40,15 Prozent - fast doppelt so hoch wie im bayernweiten Schnitt.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch erreichte die Impfquote im Freistaat 21,4 Prozent. Allerdings ist diese Größe auf Basis der Gesamtbevölkerung berechnet, in Passau auf Basis der Bevölkerung ab 16 Jahren. Auf Basis der amtlichen Einwohnermeldezahl ergebe sich eine Impfquote von knapp 36 Prozent, erklärte eine Sprecherin der Stadt.

„Das ist eine ganz schöne Sache“, sagte Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD). „Wenn‘s so weiter geht, wären wir im Sommer gut dabei.“ Stand Mittwoch seien nur 14 aller registrierten Impfwilligen im Alter von mehr als 60 Jahren noch nicht mit einer ersten Dosis versorgt worden. Nach deren Impfung will die Stadt nach eigenen Angaben mit dem „freien Impfen“ ohne Priorisierung beginnen. 

Dass die Erstimpfungsquote so hoch sei, liege vor allem am frühen Impfstart Ende Dezember und Extra-Lieferungen von Impfstoff in die Grenzregionen, sagte Dupper. Auch in anderen grenznahen Kommunen wie dem oberpfälzischen Landkreis Tirschenreuth übertrifft die Impfquote den landesweiten Durchschnitt.

Update, 20.44 Uhr - 200 Festnahmen bei Demonstrationen gegen Corona-Politik in Berlin

Handfeste Rangeleien, fliegende Flaschen und von Beamten versprühtes Pfefferspray. Nach einer Demonstration gegen die bundesweite Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes haben sich am Mittwoch im Berliner Regierungsviertel Gegner der Corona-Politik und Polizei zum Teil gewaltsame Auseinandersetzungen geliefert.

Während der Bundestag über die neue Corona-Notbremse zur Eindämmung der dritten Pandemiewelle diskutierte, kamen rund um das Brandenburger Tor und auf der Straße des 17. Juni nach Polizeiangaben mehr als 8000 Demonstranten zusammen. Etwa 2200 Polizisten aus mehreren Bundesländern waren im Einsatz.

Weil sich viele Teilnehmer nicht an die Corona-Hygieneregeln mit Distanz und Mund-Nasenschutz hielten, ordnete die Polizei am Mittag die Auflösung der Kundgebung an. Die Teilnehmer wurden per Lautsprecher aufgerufen, den Demonstrationsort zu verlassen. Da sich viele der Aufforderung widersetzten, griff die Polizei ein und drängte die Menschen von der Straße des 17. Juni in den Tiergarten ab. Dabei kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen. Einzelne Teilnehmer wurden weggetragen, mehr als 150 vorläufig festgenommen. Ihnen werden Verstöße gegen die Corona-Regeln sowie Angriffe auf Einsatzkräfte, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und versuchte Gefangenen-Befreiung vorgeworfen.

Mit Rufen wie „Friede, Freiheit, keine Diktatur“, „Widerstand“ und “Wir sind das Volk“ waren die Kritiker der Corona-Politik nach Aufrufen im gesamten Bundesgebiet am Morgen in Berlin zusammengekommen. „Nein zum Bürgerentmächtigungsgesetz“, hieß es etwa auf einem Plakat gegen die Novelle, die unter anderem Ausgangsbeschränkungen ab 22 Uhr vorsieht. Mit Trillerpfeifen und Trommeln zogen die Demonstranten über die Straße. Es kam zu Flaschenwürfen auf die Einsatzkräfte, wie die Polizei berichtete. Die Beamten setzten vereinzelt Pfefferspray ein.

Update, 19.39 Uhr - Bayern gibt AstraZeneca für alle Altersgruppen frei

Bayern hat den Impfstoff von Astrazeneca in Arztpraxen für alle Altersgruppen freigegeben. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) teilte am Mittwochabend in München mit: „Die Priorisierung bei Astrazeneca ist ab sofort aufgehoben, der Impfstoff kann in den Arztpraxen auch Personen unter 60 Jahren angeboten werden.“ Voraussetzung ist eine ausführliche Beratung. Zuvor hatten bereits Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen den Impfstoff für alle freigegeben.

Im Corona-Hotspot Hof werden seit vergangener Woche bereits auch über 18-Jährige mit einem Sonderkontingent des Astrazeneca-Vakzins geimpft. Zudem hatten immer mehr Landkreise in Bayern mitgeteilt, bei Impfaktionen Astrazeneca-Dosen für alle Erwachsenen anzubieten. Sowohl der niederbayerische Landkreis Dingolfing-Landau als auch der Landkreis Mühldorf am Inn in Oberbayern kündigten am Mittwoch an, am kommenden Wochenende „offene Impftage“ für alle ab 18 Jahren anbieten zu wollen.

„Umso mehr Personen wir mit dem vorhandenen Impfstoff immunisieren, desto schneller kann sich die Lage ändern“, sagte der Dingolfinger Landrat Werner Bumeder (CSU). „Wir wollen jeglichen Impfstoff, der in Dingolfing ankommt, verimpfen.“ Rund 600 Impfungen seien bei der Sonderaktion am Sonntag geplant.

Minister Holetschek sagte: „Die Ärzte kennen ihre Patienten gut und wissen, wem sie aus dem Kreis der unter 60-Jährigen unter Berücksichtigung der Vorgaben der Ständigen Impfkommission ein Impfangebot mit diesem Wirkstoff machen können - und beraten hierzu ausführlich.“ Dieses besondere Vertrauensverhältnis solle genutzt werden, „denn jede Dosis Impfstoff muss möglichst rasch verimpft werden“.

Wegen sehr seltener Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) soll der Astrazeneca-Impfstoff in Deutschland seit dem 31. März in der Regel nur noch bei Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden. Unter 60-Jährige können sich „nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung“ weiterhin damit impfen lassen.

Update, 18.31 Uhr - Zahlen aus dem Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1501 aktive COVID-19-Fälle vor.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 282,0 .Seit der letzten Pressemitteilung am 20. April sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 91 Neuinfektionen eingegangen.

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 34 COVID-19-Patienten behandelt, davon 24 auf der Normalstation und zehn auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 35.418 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 10.930 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Informationen zum Mutationsgeschehen

In der Kalenderwoche 15 (12. bis 18. April) wurden unter insgesamt 504 positiven COVID-19-Nachweisen im Landkreis Traunstein 364 Fälle der britischen und ein Fall der südafrikanischen Mutation gemeldet. Nachweise anderer Varianten erfolgten nicht.

Update, 17.19 Uhr - 36 Neuinfektionen im Berchtesgadener Land

Das zuständige Landratsamt Berchtesgadener Land meldet 36 neue bestätigte COVID-19-Fälle, 13 davon befanden sich als direkte Kontaktpersonen bereits in häuslicher Isolation.

Landkreisweit gibt es derzeit 207 aktive Fälle, davon 43 in Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheimen, Gemeinschaftsunterkünften, Kindergärten und Schulen.

Aufgrund mehrerer vom Staatlichen Gesundheitsamt identifizierter Cluster in Ainring wurde am vergangenen Donnerstag eine freiwillige und kostenlose PCR-Testaktion in der Gemeinde durchgeführt. Von insgesamt 120 getesteten Personen wurde eine Person positiv abgestrichen. Diese Person hat ihren Wohnsitz nicht im Landkreis Berchtesgadener Land und erscheint somit auch nicht in der Statistik der im Berchtesgadener Land bestätigten COVID-19-Fälle.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 14 Patienten mit bestätigter Corona-Infektion stationär behandelt, zwölf davon auf der Normalstation, zwei auf der Intensivstation.

Update, 15.53 Uhr - Bundestag beschließt bundeseinheitliche Notbremse gegen Corona

Der Bundestag hat am Mittwoch eine Bundes-Notbremse gegen die dritte Corona-Welle beschlossen. Mit der entsprechenden Änderung des Infektionsschutzgesetzes rücken Ausgangsbeschränkungen ab 22 Uhr und weitere Schritte zur Vermeidung von Kontakten näher.

Am Donnerstag soll dann der Bundesrat ebenfalls noch grünes Licht für die Notbremse geben, dann würde das Gesetz schnell in Kraft treten.

Update, 15.14 Uhr - Bundes-Notbremse in zweiter Lesung im Bundestag beschlossen

Das Gesetz für eine Bundes-Notbremse gegen die dritte Corona-Welle hat im Bundestag eine wichtige Hürde genommen. Die Abgeordneten von Union und SPD stimmten am Mittwoch in zweiter Lesung dem Entwurf für eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes zu. Die Schlussabstimmung sollte am Nachmittag folgen.

Die Notbremse soll bundesweit verbindliche Regeln für schärfere Corona-Gegenmaßnahmen festlegen. Bei hohen Infektionszahlen sollen weitgehende Ausgangsbeschränkungen von 22 Uhr bis 5 Uhr greifen. Auch ein Stopp von Präsenzunterricht und strengere Bestimmungen für Geschäfte sollen dem Eindämmen der Neuinfektionen dienen. Die Vorschriften könnten frühestens ab Samstag greifen. Bevor das geschehen kann, müssen sie am Donnerstag noch den Bundesrat passieren. Zudem muss Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Gesetz noch unterzeichnen, und es muss noch offiziell verkündet werden.

Update, 14.31 Uhr - Mann stiehlt Spritzen mit Corona-Impfstoff in München

Ein Mann hat drei Spritzen mit Corona-Impfstoff aus einem Münchner Impfzentrum geklaut. Er habe am Montagnachmittag eine 75-Jährige zu ihrem Impftermin begleitet, sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwoch. Vor Ort habe der 57-Jährige die vorbereiteten Spritzen an sich genommen und mit ihnen das Impfzentrum verlassen.

Ein Mitarbeiter bemerkte den Diebstahl. Der Sicherheitsdienst holte den Mann nahe des Impfzentrums ein und übergab ihn der Polizei. Die Kripo ermittelt. Die Dosen mit dem Wirkstoff der Firma Biontech mussten laut Polizei entsorgt werden.

Livestream aus dem Deutschen Bundestag:

Update, 12.20 Uhr - 71 Corona-Anzeigen in München binnen 24 Stunden

Im Zeitraum zwischen Dienstag, 20. April, und Mittwoch, 21. April, jeweils 6 Uhr, gab es in Stadt und Landkreis München wieder eine Vielzahl von Einsätzen, um die Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln zu gewährleisten. Es gab insgesamt über 1250 Kontrollen bezüglich des Infektionsschutzes. Dabei wurden insgesamt 71 Verstöße zur Anzeige gebracht. Nähere Details nannte das Polizeipräsidium München nicht.

Update, 11.27 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet 76 neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Dienstag, 20. April 76 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 21. April 2021, 0 Uhr).
Die Notbetreuung des Kindergartens „Kinderhaus Vier Jahreszeiten” in Mühldorf befindet sich aufgrund eines positiven Falls in Quarantäne. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.
Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 712 aktive FälleDie 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 21. April 2021, 03:09 Uhr) bei 325,4.

Update, 9.49 Uhr - Ingolstadter Landesgartenschau wird eröffnet - Besucher müssen warten

Mit einjähriger Verspätung soll die Landesgartenschau in Ingolstadt zumindest offiziell starten. Die Schau war im vergangenen Jahr wegen der Pandemie abgesagt worden, am Mittwoch (10 Uhr) findet nun die Eröffnung der verschobenen Veranstaltung statt. Besucher können allerdings vorläufig wegen der Corona-Krise trotzdem nicht auf das Gartenschaugelände.

Wann die Blumenschau für das Publikum geöffnet wird, ist noch völlig unklar. Dies hängt von der Sieben-Tage-Inzidenz ab, die für eine Öffnung in Ingolstadt unter 100 fallen muss. In den vergangenen Tagen lag dieser Wert für die oberbayerische Großstadt deutlich über dieser Grenze.

Zu dem kleinen Eröffnungsfestakt werden Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) erwartet. Für die Öffentlichkeit soll die Veranstaltung auf der Internetseite https://ingolstadt2020.de übertragen werden.

Update, 9.02 Uhr - Corona-Schnelltestzentrum eröffnet in Piding

Am Mittwoch (21. April) wird auch in Piding ein Corona-Schnelltestzentrum eröffnet. Die Öffnungszeiten der Station, die sich in der Mehrzweckhalle (Lechsenwiese 5) befindet, sind zunächst mittwochs und donnerstags von 16 bis 18 Uhr und am Samstag zwischen 9 und 12 Uhr. Ab Sonntag (25. April) gibt es dann regelmäßige Zeiten - und zwar immer sonntags bis donnerstags von 16 bis 18 Uhr und samstags zwischen 9 und 12 Uhr.
Bei entsprechender Nachfrage ist auch eine Ausweitung der Öffnungszeiten auf den Vormittag geplant, um damit den lokalen Handel zu unterstützen, hieß es in einer Mitteilung der Betreiber. Es wird um eine vorherige Terminvereinbarung unter www.rupertus-test.de gebeten.

Update, 8.24 Uhr - Kreis Mühldorf weiterhin unter Top10 der bundesweiten Corona-Hotspots

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 21. April).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau und haben sich im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Gestiegen ist die Inzidenz im Kreis Altötting (von 218,8 auf 230,5), im Kreis Rosenheim (von 124,0 auf 129,3) und im Kreis Traunstein (von 280,3 auf 282,0). Gesunken sind die Inzidenzen dagegen im Kreis Berchtesgadener Land (von 143,5 auf 126,5), im Kreis Mühldorf (von 340,0 auf 325,4) und in der Stadt Rosenheim (von 158,9 auf 151,1).

In der Region wurden laut RKI zwei weitere Todesfälle gemeldet. Demnach ist je eine Person im Kreis Altötting und Rosenheim verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort des Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.07 Uhr - Bundestag entscheidet heute über Corona-Notbremse

Im Kampf gegen die dritte Corona-Welle sollen bundesweit verbindliche Regeln für schärfere Gegenmaßnahmen kommen. Der Bundestag will dazu am diesem Mittwoch (11 Uhr) eine „Notbremse“ mit konkreten Vorgaben bei hohen Infektionszahlen beschließen. Dazu gehören weitgehende nächtliche Ausgangsbeschränkungen, Schließungen von Schulen und strengere Bestimmungen für Geschäfte. Die Änderungen des Infektionsschutzgesetzes sollen an diesem Donnerstag noch in den Bundesrat gehen und dann rasch in Kraft treten - vorerst bis Ende Juni. Aus der Opposition und von Patientenschützern kam Kritik.

Gezogen werden soll die „Bundes-Notbremse“, wenn in einem Landkreis oder einer Stadt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) an drei Tagen hintereinander über 100 liegt. Auf eine ähnliche Notbremse hatten sich Anfang März auch schon Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten verständigt. Eine teils zögerliche Umsetzung in den Ländern stieß aber auf Kritik besonders des Bundes. Daher soll nun ein Bundesgesetz greifen. Fürs Umschalten auf Fernunterricht in den Schulen soll ein höherer Schwellenwert von 165 gelten.

RKI registriert 24.884 Corona-Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 24.884 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.10 Uhr wiedergeben. In der Zahl der gemeldeten Neuinfektionen könnten Nachmeldungen aus Nordrhein-Westfalen vom Vortag enthalten sein. Eine größere Zahl von Meldungen der NRW-Gesundheitsämter waren zuvor aufgrund technischer Schwierigkeiten am Montagabend und Dienstag nicht vollständig übermittelt worden.

Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 331 neue Todesfälle verzeichnet. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Mittwoch vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 21.693 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 342 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 160,1. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 162,4 angegeben. Bisher kann laut RKI anhand der Sieben-Tage-Inzidenz der vergangenen Tage noch nicht abgeschätzt werden, ob sich der ansteigende Trend der vergangenen Woche fortsetzt.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.188.192 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.824.100 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 80.634.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht von Dienstagabend bei 95 (Vortag: 1,06). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 95 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mh/mw/aic/dpa

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