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News-Ticker zur Corona-Pandemie

UN nennen Impfpflicht-Debatte „Luxus“ - Großteil der Freie-Wähler-Fraktion in Quarantäne

Coronavirus
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Die privilegierten Länder mit genügend Nachschub müssten dafür sorgen, dass Impfstoff auch in andere Staaten gebracht werde, sagte UN-Sprecher Stephane Dujarric am Mittwoch in New York.

München/Oberbayern – Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt noch immer für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (12. Januar) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 486 (Quelle/Stand: DIVI, 12. Januar, 6.05 Uhr)
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Rosenheim: 81,7% (Quelle/Stand: DIVI, 12. Januar, 6.15 Uhr)
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Traunstein: 85,4% (Quelle/Stand: DIVI, 12. Januar, 6.15 Uhr)
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 501,6, Landkreis Rosenheim 466,5, Landkreis Traunstein 324,0, Landkreis Berchtesgadener Land 214,4, Landkreis Mühldorf 443,8, Landkreis Altötting 346,6 (Quelle/Stand: RKI, 12. Januar, 3.20 Uhr)*
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 9040, Landkreis Rosenheim 36.917, Traunstein 27.673, Berchtesgadener Land 16.270, Mühldorf 17.466, Altötting 14.184 (Quelle/Stand: RKI, 12. Januar, 3.20 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 99, Landkreis Rosenheim 636, Traunstein 310, Berchtesgadener Land 158, Mühldorf 259, Altötting 281 (Quelle/Stand: RKI, 12. Januar, 3.20 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt die Inzidenz in einer Stadt/einem Kreis auf 1000 oder höher, tritt laut 15. Bayerischer Infektionsschutzverordnung ein regionaler Hotspot-Lockdown in Kraft

Update 21.02 Uhr - Lauterbach verzichtet auf eigenen Vorschlag für Impfpflicht

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach verzichtet auf einen eigenen Vorschlag für eine allgemeine Impfpflicht. Dem Nachrichtenportal „The Pioneer“ sagte der SPD-Politiker am Mittwoch: „Ich habe mich entschieden, keinen eigenen Antrag zu präsentieren, sondern da neutral zu sein.“ Dem Parlament einen eigenen Entwurf zu präsentieren, wäre auf jeden Fall «keine so kluge Idee». Als Gesundheitsminister müsse er «eine gewisse Neutralität» haben.

In der Sache stehe er aber „Schulter an Schulter“ mit Bundeskanzler Olaf Scholz (ebenfalls SPD), versicherte Lauterbach. „Wir sind klare Befürworter der Impfpflicht.“ Besonderen Zeitdruck sieht der Minister nicht. Für die Omikron-Variante spiele die Impfpflicht sowieso keine entscheidende Rolle mehr. Sie müsse perspektivisch funktionieren, „damit im Herbst die Welle abgewendet werden kann“.

Update, 20.10 Uhr - UN nennen Impfpflicht-Debatte „Luxus“

Angesichts der Debatte um eine Impfpflicht in Ländern wie Deutschland werben die Vereinten Nationen für eine bessere globale Verteilung der Impfstoffe. Die privilegierten Länder mit genügend Nachschub müssten dafür sorgen, dass Impfstoff auch in andere Staaten gebracht werde, sagte UN-Sprecher Stephane Dujarric am Mittwoch in New York. „Wir können die Debatte zur Impfpflicht führen. Aber dies ist in der Tat ein Luxus. Konzentrieren wir uns also einfach darauf, Impfstoffe an Orte zu bringen, die sie brauchen.“

Während in den Industrienationen teilweise ein Überangebot an Impfstoffen herrscht, können in vielen ärmeren Ländern noch immer nicht alle Menschen immunisiert werden. Die Bundesregierung plant eine Impfpflicht für alle über 18. Dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge sind in Deutschland mittlerweile mindestens 60 Millionen Menschen (72,2 Prozent der Gesamtbevölkerung) vollständig geimpft. Eine Auffrischungsimpfung erhielten 36,8 Millionen.

Update, 19.15 Uhr - Großteil der Freie-Wähler-Fraktion in Bayern in Corona-Quarantäne

Isolation statt Klausur: Wegen mehrerer Corona-Infektionen von Abgeordneten und Mitarbeitern hat sich ein Großteil der Fraktion der Freien Wähler im bayerischen Landtag freiwillig in Quarantäne begeben - darunter die drei Minister Hubert Aiwanger, Thorsten Glauber und Michael Piazolo. Sechs Abgeordnete und fünf Mitarbeiter waren am Dienstag positiv auf Corona getestet worden. Die Fraktion hatte sich getestet, weil sie von diesem Mittwoch an in ihre mehrtägige Winterklausur gehen wollte.

„Anders als im Landtagsbetrieb bislang üblich, haben wir alle Kollegen bereits am Vortag der Klausur einbestellt und neben dem obligatorischen Antigen-Schnelltest auch einem PCR-Test unterzogen“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Fabian Mehring. Das doppelte Sicherheitsnetz habe verhindert, dass es zu weiteren Ansteckungen im Landtag komme.

Für Stirnrunzeln unter den Freien Wählern sorgte unter anderem, dass ausnahmslos alle Schnelltests negativ ausgefallen und sämtliche positiv PCR-Getesteten bereits geboostert und symptomlos waren. Für klärungsbedürftig halten die Freien Wähler zudem die Tatsache, dass die positiven Tests einen sogenannten CT-Wert von mehr als 30 aufweisen - was eigentlich als Indikator gilt, dass eine Person nicht mehr als ansteckend gilt. „Das bringt einen schon ins Nachdenken“, sagte Mehring. „Offenbar sind wir durch Omikron in einer völlig neuen Phase der Pandemie angekommen, die Hoffnung auf ihr Ende schürt, aber auch ein Überdenken mancher Maßnahmen und Instrumente erfordert.“

Nach Angaben der Fraktion werden sich alle Abgeordneten und Mitarbeiter der Fraktion in Abstimmung mit dem Landtagsamt in den nächsten Tagen erneut auf das Coronavirus testen lassen. Wie lange die Isolation der betroffenen, positiv getesteten Kollegen andauern werde, könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch niemand abschätzen.

Update, 18.30 Uhr - 204 Neuinfektionen im Kreis Traunstein gemeldet

Seit der letzten Pressemitteilung am 11. Januar sind beim Staatlichen Gesundheitsamt Traunstein 204 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 27.803 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 26.759 Personen (155 Personen mehr seit der Meldung vom 11. Januar).

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 734 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 324.

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 310 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor. Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 113.807 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 109.111 Personen die Zweitimpfung erhalten. Des Weiteren haben bereits 74.956 Personen die Drittimpfung erhalten.

In den Kliniken Südostbayern werden insgesamt 30 Covid-Patienten behandelt. Davon befinden sich 20 auf der Normalstation und zehn auf der Intensivstation.

Verteilung der Covid-Patienten

Update, 18.18 Uhr - Disziplinarische Ermittlungen gegen zwei Reichenhaller Soldaten nach Impfverweigerung

Gegen zwei Soldaten der in Bad Reichenhall stationierten Gebirgsjägerbrigade wird wegen Verstoßes gegen geltende Befehle disziplinarisch ermittelt. Das sagte ein Sprecher der 10. Panzerdivision am Mittwoch auf Anfrage. In dem betreffenden Verband der Gebirgsjägerbrigade 23 seien beide als öffentlich auftretende Impfgegner bekannt. Von den etwa 800 Soldatinnen und Soldaten des Bataillons seien derzeit drei Soldaten nicht gewillt, sich impfen zu lassen.

Die Verweigerung eines verbindlichen Befehls zur verpflichtenden Covid-19-Impfung stelle ein Dienstvergehen dar, das disziplinarisch zu ahnden sei, erläuterte der Sprecher. Die wiederholte Verweigerung eines Befehls sei eine Wehrstraftat. Auch Versuche, innerhalb der Gebirgsjägerbrigade 23 die Disziplin durch die Verbreitung von Unwahrheiten zu untergraben und andere Soldaten zum Ungehorsam aufzurufen, seien dienstpflichtwidrig und würden nicht geduldet. Sie würden als Dienstvergehen verfolgt. Wenn es einen Verdacht auf Straftaten gebe, werde dies an die Staatsanwaltschaften abgegeben.

In einem Fall ermittelt die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus unter anderem wegen des Verdachts des öffentlichen Aufrufs zu Straftaten. Der Mann, nach eigener Aussage Oberfeldwebel bei den Gebirgsjägern aus Bad Reichenhall, hatte in einem Video-Clip (Plus-Artikel) ultimativ die Rücknahme der staatlichen Corona-Maßnahmen und der Duldungspflicht verlangt, nach der die Covid-Impfung in der Bundeswehr zur Vorschrift wurde.

Der Fall des weiteren Soldaten werde derzeit geprüft, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft weiter. Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus habe alle Verfahren im Zusammenhang mit dem Soldaten übernommen.

Update, 17.58 Uhr - 208 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf a. Inn

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Montag, 10. Januar, 208 neue bestätigte Corona-Fälle. (Stand: 12. Januar, 0 Uhr). Die Zahl der aktiven Fälle beträgt derzeit 1142. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut RKI bei 443,8 (Stand: 12. Januar, 3.20 Uhr).

Update, 17.28 Uhr - Scholz dringt auf 2G plus für Gaststätten in allen Bundesländern

Kanzler Olaf Scholz dringt auf eine flächendeckende Umsetzung der von Bund und Ländern vereinbarten Corona-Zugangsregeln für die Gastronomie. „Ich sehe noch Zweifel in einzelnen Bundesländern“, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im Bundestag. Er versuche daher mitzuhelfen, dass die vereinbarte 2G-plus-Regel überall umgesetzt werde. Er werbe dafür, „dass auch in diesen Bundesländern, wo das noch nicht so gesehen wird, alle mitmachen“.

Scholz und die Ministerpräsidenten hatten in der vergangenen Woche eine Verschärfung der bestehenden 2G-Regel für Restaurants und Cafés beschlossen - demnach sollen Geimpfte und Genesene (2G) zusätzlich einen negativen Test oder eine Auffrischungsimpfung nachweisen. In Bayern und Sachsen-Anhalt wird dies aber zunächst nicht umgesetzt.

Scholz betonte, dass neben den bestehenden Alltagsauflagen weitere Booster-Impfungen „das zentrale Instrument“ für den Kampf gegen die Ausbreitung der neuen Virusvariante Omikron seien.

Update, 16.46 Uhr - Ein weiterer Corona-Todesfall im Landkreis BGL

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Dienstag (11. Januar) 77 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich vier Personen als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 16.270 (Stand RKI: 12. Januar, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 214,4 (Stand RKI: 12. Januar 0 Uhr).

Aktuell gibt es 295 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis. Derzeit gibt es insgesamt 98 Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land, davon 17 in Alten- und Pflegeheimen, fünf in Gemeinschaftsunterkünften, 68 in Schulen, sieben in Kindergärten und einen in Justizvollzugsanstalten. In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 228 neue COVID-19-Fälle.

Seit Dienstag wurde dem Gesundheitsamt ein weiterer Todesfall gemeldet. Dabei handelt es sich um einen Mann im Alter von 76 Jahren. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit COVID-19 Verstorbenen erhöht sich somit auf 158.

Das Gesundheitsamt ermittelt Kontaktpersonen positiv getesteter COVID-19-Fälle und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 145 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken der Kliniken Südostbayern AG (KSOB) im Berchtesgadener Land werden aktuell 17 COVID-19-Patienten stationär behandelt. 16 Patienten davon haben ihren Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land. Derzeit werden in den Kliniken im Berchtesgadener Land insgesamt sechs Patienten intensivmedizinisch betreut. Davon haben fünf Personen ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land. Von den 17 im Berchtesgadener Land stationär behandelten Patienten sind sechs Personen vollständig geimpft. Von diesen sechs Patienten haben fünf Personen ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land, davon werden drei Patienten auf der Normalstation und zwei Patienten intensivmedizinisch behandelt.

Insgesamt werden in den Kliniken der KSOB an ihren Standorten im Berchtesgadener Land und Traunstein 30 COVID-19-Patienten behandelt. Davon befinden sich 20 Patienten auf der Normalstation und zehn Patienten auf der Intensivstation.

Update, 16.02 Uhr - Kritik an Corona-Regeln im Theater und Kino: „Bier geht vor Kultur“

Kulturschaffende fühlen sich durch die Corona-Beschränkungen in Bayern massiv im Nachteil gegenüber der Gastronomie. „Wir können das nur noch so bewerten, dass die Aussage „Bayern ist ein Kulturstaat“ ein leere Hülse ist: Bier geht vor Kultur“, sagte Daniela Aue vom Verband Freie Darstellende Künste in Bayern (VfdKB) der Deutschen Presse-Agentur in München. Der Hauptverband Deutscher Filmtheater (HDF KINO) kritisierte, Bayern habe die bundesweit schärfsten Corona-Maßnahmen im Kulturbereich - abgesehen von den Komplettschließungen in Sachsen.

Geht es nach dem Kinoverband, müssen diese Regelungen sofort aufgehoben werden. „Sie bedeuten eine Abstrafung der bayerischen Kinos. Dies werden wir nicht länger hinnehmen“, erklärte Christine Berg aus dem Vorstand der Organisation, die bundesweit rund 600 Mitglieder hat. Sie frage sich, „wieso unsere Interessen im Vergleich zu anderen Branchen derartig mit Füßen getreten werden. Hier wurde offensichtlich ganze Lobbyarbeit geleistet!“ Dabei hätten Studien dargelegt, dass die Ansteckungsgefahr in Kinos besonders gering sei.

Auf Unverständnis stößt die Tatsache, dass in Gaststätten nach der 2G-Regel Geimpfte oder Genesene Zutritt haben, während Theater- oder Konzertbesucher zusätzlich Tests vorlegen müssen. Zudem dürfen Kulturbetriebe nur 25 Prozent der Plätze besetzen. Aue sieht darin ein „fatales Zeichen mit fatalen Folgen“. Man sende das Signal aus, dass das Ansteckungsrisiko bei Kulturveranstaltungen groß sei - diese würden in der Folge gemieden. Dabei hätten Theater hervorragende Hygiene- und Lüftungskonzepte. „Gerade letztere sind in der Gastronomie so sicherlich nicht vorhanden und dort sitzen die Gäste häufig dicht auf dicht“, kritisierte sie.

Update, 15.24 Uhr - Kabinett bringt Rahmen für neue Quarantäneregeln auf den Weg

Das Bundeskabinett hat den Rechtsrahmen für die vorgesehenen neuen Corona-Quarantäneregeln auf den Weg gebracht. Damit solle künftig gelten: „Wer geboostert ist, muss selbst als Kontaktperson bei einer Infektion nicht mehr in Quarantäne“, sagte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Mittwoch. Dies gelte auch für die Omikron-Variante. Damit machten Booster-Impfungen gleich doppelt Sinn: „Es macht den Alltag leichter. Und es schützt vor Infektion oder schwerer Erkrankung.“

Bund und Länder hatten die Neuregelungen in der vergangenen Woche grundsätzlich vereinbart. Eine entsprechende Verordnung, die das Kabinett jetzt beschlossen hat, soll festlegen, welche generellen Ausnahmen es von einer Quarantäne als Kontaktperson von Infizierten und von einer Isolation als selbst Infizierter geben kann, wenn man geimpft oder genesen ist. Die Verordnung soll an diesem Donnerstag in den Bundestag kommen, am Freitag soll sich der Bundesrat abschließend damit befassen. In Kraft treten soll sie voraussichtlich am Samstag. Letztlich umgesetzt werden die Regeln dann von den Ländern. Bayern hatte bereits am Dienstag angekündigt diese Regelung durchzusetzen.

Update, 14.42 Uhr - 2G-plus im Bundestag: AfD mit Protestaktion und erntet scharfen Tadel

Abgeordnete von SPD und Union haben am Mittwoch im Bundestag die neuen verschärften Corona-Regeln im Parlament verteidigt. Die Parlamentarischen Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, Katja Mast, und ihr Unionskollege Thorsten Frei (CDU) verwiesen auf die hohen aktuellen Corona-Infektionszahlen. Mit den neuen Regeln erhalte man die Funktionsfähigkeit des Bundestag, sagte Mast. „Von jedem Schulkind in Deutschland erwarten wir, dass es sich testen lässt, und Sie vergießen hier Krokodilstränen“, sagte Frei an die AfD gerichtet.

Die AfD kritisiert die Neuregelung im Parlament scharf, wonach ab jetzt nur noch Geimpfte und Genesene mit einem zusätzlichen Test in den Plenarsaal und in Ausschusssäle dürfen. Wer bereits eine Booster-Impfung bekommen hat, braucht keinen Test. Abgeordnete, die weder geimpft noch genesen sind, können die Sitzungen weiterhin von der Tribüne aus verfolgen - aber auch dort nur noch, wenn sie einen aktuellen negativen Test vorlegen. Außerdem gilt ab jetzt eine FFP2-Maskenpflicht im Bundestag.

Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Bernd Baumann, sagte: „In einer freiheitlichen Demokratie muss es rote Linien geben. Im Bundestag werden sie heute einmal mehr überschritten.“ Die Fraktionschefs Alice Weidel und Tino Chrupalla nannten die Neuregelung rechtlich fragwürdig. „Sie schränkt die Abgeordneten, die sich gegen eine Impfung entschieden haben, in unzulässiger Weise in der Ausübung ihres Mandates ein.“

Alle anderen Fraktionen stimmten anschließend für die neuen Corona-Vorgaben. Die AfD stimmte dagegen und hielt zu Beginn der folgenden Regierungsbefragung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Plakate mit der Aufschrift „Freiheit statt Spaltung“ hoch. Daraufhin rief Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) die Fraktion zur Ordnung. Dies sei eine politische Aktion, die nicht geduldet werde. Sie drohte den AfD-Abgeordneten, sie des Saales zu verweisen, und sie behalte sich ein Ordnungsgeld vor. Daraufhin nahm die AfD-Fraktion die Plakate wieder herunter.

Update, 13.26 Uhr - Nach Ebersberg: Abgelaufenes Vakzin auch in Ingolstadt verimpft

Im Impfzentrum in Ingolstadt sind Anfang Januar abgelaufene Dosen des Biontech-Impfstoffs verabreicht worden. Am 4. und 5. Januar sei versehentlich in 201 Fällen ein tags zuvor abgelaufenes Vakzin verabreicht worden, teilte die Regierung von Oberbayern am Mittwoch mit. Neben einem ähnlichen Vorfall im Impfzentrum Ebersberg sei dies der einzige Fall in Oberbayern, bei dem Impfstoff gegeben wurde, dessen Haltbarkeitsdatum geringfügig überschritten war. Nach Aussage des Gesundheitsministeriums vom Dienstag sind das derzeit auch bayernweit die einzigen bekannten Fälle.

Der Vorfall in Ingolstadt ereignete sich in der Außenstelle Unsernherrn des Impfzentrums Ingolstadt. Personen, die an genannten Tagen dort mit Biontech geimpft wurden, würden kontaktiert, teilte die Stadt mit. Mitarbeiter hatten bei der Entnahme des Impfstoffes aus der Kühlung den Vermerk über das Ablaufdatum übersehen.

Die ärztliche Leitung des Impfzentrums betonte, die Impfungen seien gesundheitlich unbedenklich. Hinsichtlich der Wirksamkeit des Impfstoffs ließen bisherige Erfahrungen darauf schließen, dass trotz des kurzzeitigen Ablaufs des Vakzins ein Impfschutz bestehe. Zur Überprüfung werde den Betroffenen ein kostenloser Bluttest zur Antikörperbestimmung angeboten und bei Bedarf nachgeimpft.

Am Dienstag war ein ähnlicher Fall aus Ebersberg bekannt geworden. Dort waren zwischen dem 4. und dem 6. Januar nach Angaben der Betreiberfirma rund 1800 Menschen mit einem Vakzin geimpft worden, das zum 31. Dezember abgelaufen war. Auch dort schloss die Betreiberfirma gesundheitliche Schäden oder nachträgliche Auswirkungen aus.

Update, 12.47 Uhr - NRW-Ministerpräsident: Impfpflicht kann auch wieder aufgehoben werden

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich in der Debatte um eine Impfpflicht zur Bekämpfung der Corona-Pandemie offen für eine zeitliche Begrenzung gezeigt. Im Fall eines Abflauens der Pandemie könne der Bundestag ein beschlossenes Gesetz auch wieder aufheben oder befristen, sagte Wüst, der aktuell auch Vorsitzender der Ministerpräsidenten-Konferenz (MPK) ist, der Bielefelder „Neuen Westfälischen“. Er sei offen „für jede Variation, die einen zügigen Beschluss wahrscheinlicher macht“, sagte Wüst: „Wir brauchen diese Impfpflicht so zügig, dass auch die Umsetzung zeitnah laufen kann.“

Update, 12.02 Uhr - Rekord bei Corona-Neuinfektionen in Österreich

In Österreich hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen einen Rekordwert erreicht. Wie die Behörden am Mittwoch berichteten, wurden binnen 24 Stunden rund 17.000 Fälle verzeichnet. Das sind fast zweimal so viel wie vor einer Woche. Unter Berücksichtigung der Zahl der Einwohner liegt der Wert bei den Neuinfektionen in Österreich etwa doppelt so hoch wie in Deutschland.

Zugleich blieb die Lage in den Kliniken weiter stabil. Die Zahl der Patienten auf den Normal- und Intensivstationen sank leicht. Von der fünften Corona-Welle sind besonders die Bundesländer Wien, Salzburg und Tirol betroffen. Der bisherige Höchstwert an Neuansteckungen wurde am 19. November 2021 mit 15.800 Fällen dokumentiert.

Update, 11.28 Uhr - Biathlet Kühn in Ruhpolding positiv auf Coronavirus getestet

Deutschlands derzeit bester Biathlet Johannes Kühn ist positiv auf das Coronavirus getestet worden und verpasst kurzfristig den Heim-Weltcup in Ruhpolding. Das teilte der Deutsche Skiverband am Mittwoch mit. Alle weiteren zusätzlich durchgeführten PCR-Tests bei den Mitgliedern des deutschen Teams fielen in Bayern negativ aus. Kühn, der Zehnter des Gesamtweltcups ist, musste sich in Isolation begeben. Wie der Weltverband IBU bekanntgab, läuft eine Kontaktnachverfolgung durch die lokalen Gesundheitsbehörden. Eine Entscheidung über eine Quarantäne steht deswegen noch aus.

Update, 10.58 Uhr - US-Experte Fauci: Omikron-Variante wird fast jeden Menschen treffen

Die extrem ansteckende Omikron-Variante des Coronavirus wird nach Ansicht des führenden US-Experten Anthony Fauci früher oder später fast alle Menschen treffen. „Mit der außergewöhnlichen und beispiellosen Effektivität der Übertragung wird Omikron letztlich fast Jeden finden“, sagte der Immunologe und Präsidentenberater am Dienstag (Ortszeit). Auch Geimpfte würden infiziert werden, aber die meisten von ihnen würde es nicht so schwer erwischen, sie müssten also nicht in Krankenhaus oder würden nicht sterben, sagte Fauci im Gespräch mit dem Thinktank Zentrum für strategische und internationale Studien (CSIS).

Am schlimmsten werde es jene treffen, die immer noch nicht geimpft seien, sagte Fauci. In den USA sind nur 208 Millionen Menschen, also knapp 63 Prozent der Bevölkerung, vollständig geimpft. Nur 76 Millionen Menschen haben bislang eine Auffrischungsimpfung bekommen. Die Direktorin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, sagte bei einer Anhörung, Omikron „treibt die Fallzahlen hier in den Vereinigten Staaten und in der ganzen Welt in nie dagewesene Höhen“. Im Schnitt der vergangenen sieben Tage gab es in den USA laut CDC-Daten pro Tag rund 750.000 bestätigte Neuinfektionen.

Update, 10.34 Uhr - InnKlinikum: Fünf Patienten müssen beatmet werden

An den Standorten des InnKlinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden derzeit insgesamt 32 Patienten im Zusammenhang mit Corona stationär behandelt – 12 in Mühldorf, 13 in Burghausen und sieben in Altötting. Insgesamt sechs Betroffene davon müssen intensivmedizinisch versorgt und fünf davon auch beatmet werden (Stand: 11. Januar, 9 Uhr).

Update, 10.01 Uhr - Landkreis Altötting meldet 119 neue Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 119 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 11. Januar, 16 Uhr). Unter den Neu-Infizierten sind alle Altersgruppen vertreten - von einem Kleinkind (2) aus Teising, einem Schüler (8) aus Töging bis hin zu einer 86-jährigen Person aus Altötting. Damit haben sich seit Pandemie-Ausbruch insgesamt 14.183 Personen in Stadt und Landkreis Altötting mit dem Corona-Virus infiziert. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz im Kreis Altötting steht bei 346,6. Derzeit gibt es in Stadt und Landkreis 531 aktive Fälle. Die meisten davon in Burghausen (98), Altötting (74) und Burgkirchen (74).

Update, 9.16 Uhr - Bayern meldet erneut mehr Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der Corona-Infektionen in Bayern ist weiter gestiegen. 12.561 neue Fälle meldete das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch (Stand: 3.20 Uhr) für den Freistaat. Die 7-Tage-Inzidenz lag demnach bei 375,1 - unter dem bundesweiten Wert von 407,5. Am Dienstag waren es in Bayern noch 339,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gewesen.

Die höchsten Inzidenzen gab es im Landkreis Ebersberg (635,7), in der Stadt München (596,8) und im Landkreis Starnberg (565,1). Die geringsten Neuinfektionen meldeten die Landkreise Wunsiedel (141,7), Freyung-Grafenau (168,5) und Coburg (171,0). Das DIVI-Intensivregister meldete am Mittwochmorgen (Stand: 7.15 Uhr) 488 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung, die intensivmedizinisch behandelt wurden. 311 von ihnen mussten demnach invasiv beatmet werden.

Update, 8.27 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und Krankenhaus-Ampel in Bayern (Stand: 12. Januar 2022)

Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnet bei den Corona-Zahlen für die Region binnen der vergangenen 24 Stunden teils deutliche Sprünge nach oben. Ausnahmslos stiegen die Inzidenzen, teilweise sogar um rund 80 Zähler.

Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 273 auf 347), Landkreis Mühldorf (von 396 auf 444), Kreis Berchtesgadener Land (von 189 auf 214), Landkreis Traunstein (von 281 auf 324), Stadt Rosenheim (von 428 auf 502) und Landkreis Rosenheim (von 388 auf 467).

Leider meldet das RKI in der Region auch vier neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Demnach sind zwei Personen im Kreis Altötting und je eine Person in den Kreisen Rosenheim und Berchtesgadener Land verstorben. Nähere Angaben zur Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.39 Uhr - Bund kauft weitere fünf Millionen Biontech-Impfdosen

Das Bundesgesundheitsministerium hat weitere fünf Millionen Dosen des Impfstoffs von Biontech für die angestrebte Beschleunigung der Corona-Impfungen in Deutschland organisiert. Sie sollen ab der Woche vom 24. Januar zur Verfügung stehen, wie es am Dienstagabend aus dem Ministerium hieß. Gekauft werden die Dosen aus einem EU-Kontingent Rumäniens, das sie derzeit nicht benötigt.

Insgesamt sollen damit in den drei Wochen vom 17. Januar, 24. Januar und 31. Januar rund 32 Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen, wie es weiter hieß - zwölf Millionen von Biontech und 20 Millionen des Mittels von Moderna. Damit könne in den nächsten drei Wochen auch allen eine Booster-Impfung ermöglicht werden, die es wollten. Die Bundesregierung hatte als Ziel ausgegeben, bis Ende Januar insgesamt weitere 30 Millionen Impfungen zu erreichen.

Update, 6.54 Uhr - Winterklausur der Freien Wähler wegen Corona-Fällen verschoben

Wegen mehrerer Coronafälle ist die Winterklausur der bayerischen Landtagsfraktion der Freien Wähler aufs Frühjahr verschoben worden. „Nach aktuellem Stand wurden fünf Abgeordnete und vier Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet“, sagte ein Sprecher der Fraktion am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur in München. Die Verlegung sei im Interesse der Gesundheit von Abgeordneten, Mitarbeitern, Gästen und Journalisten beschlossen worden.

Fraktionschef Florian Streibl betonte: „Wir haben sofort gehandelt, mögliche Kontaktpersonen identifiziert und die zuständigen Behörden informiert.“ Die Klausur hätte am Mittwoch beginnen sollen. Für die Fraktion habe der Gesundheitsschutz absoluten Vorrang, sagte Streibl. „Unter den jetzigen Umständen ist eine Durchführung der Veranstaltung nicht mehr verantwortbar.“ Ob die Fälle auf die besonders ansteckende Omikron-Variante zurückzuführen sind, sei noch nicht bekannt. Die Fraktion wollte sich in den kommenden drei Tagen unter anderem mit der Corona-Pandemie befassen. Weitere Themen sollten Bildung und Pflege sein.

Erstmals über 80.000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat erstmals die Schwelle von 80.000 Fällen überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach RKI-Angaben von Mittwochmorgen 80.430 Fälle in 24 Stunden. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.03 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 58.912 erfasste Neuinfektionen, wobei es im Zuge der Feiertage Lücken bei Tests und Meldungen gegeben hatte. Die 7-Tage Inzidenz gab das RKI mit 407,5 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 387,9 gelegen (News-Ticker von Dienstag, 11. Januar). Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 258,6 (Vormonat: 390,9).

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 384 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 346 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7.661.811 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 3,34 an (Montag mit 3,37). Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwochmorgen mit 6 836 600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 114 735.

mh/mz/dpa

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